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Fußball, Kegeln und Fitness für Frauen

Reinkenhagen Fußball, Kegeln und Fitness für Frauen

Die SG Reinkenhagen bietet 120 Sportlern ein Zuhause / Sonnabend wurde das 60. Jubiläum gefeiert

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Bürgermeister Helmut Krüger und Gemeindevertreter Gerhard Tober sowie Martina Liedtke (v. l.) gratulieren Steffen Kuhn, Vereinsvorsitzender der SG Reinkenhagen, zum Jubiläum. Fotos (4): Roswitha Pendzinsky

Reinkenhagen. Die Sportgemeinschaft Reinkenhagen wird sechzig Jahre alt und ein ganzes Dorf feiert mit. Allerdings schon ein bisschen früher. Denn am 4. August 1956 wurde die Sportgemeinschaft Miltzow gegründet. Deren erster Vorsitzender war Hans Nitzke, so steht es im Ehrensportjournal. Protokolle, Zeitungsausschnitte und Spielberichte sind darin akkurat festgehalten.

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Die SG Reinkenhagen bietet 120 Sportlern ein Zuhause / Sonnabend wurde das 60. Jubiläum gefeiert

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Dreißig junge Männer und Frauen haben den Verein einst gegründet, um das Leben, zehn Jahre nach dem Krieg, wieder lebenswerter zu gestalten.

„Den Wohnort mit Freude und Frohsinn zu beleben“, wie Bürgermeister Helmut Krüger (CDU) in seiner kleinen Ansprache auf die Beweggründe zurückblickte. In Hochzeiten der Erdölförderung war die SG auch mal eine Betriebssportgemeinschaft.

Heute nennt sie sich schlicht SG Reinkenhagen. Das spielt nur eine Rolle auf dem Papier, denn einmal mehr kam bei der Jubiläumsfeier am Sonnabend zum Ausdruck, dass Menschen aus vielen Ortsteilen der Gemeinde Sundhagen und darüber hinaus, immer noch sehr fest mit dem Verein verbunden sind.

Etwa 120 Sportfreunde sind in den Sparten Fußball, Kegeln und Fitness für Frauen organisiert. Vor sechzig Jahren startete man mit Fußball, Tischtennis und Volleyball.

Zum Jubiläum zeigten sich die Aktiven in ihren neuen blauen T-Shirts mit dem Vereinslogo. Die Jüngsten, die G-Jugend, hatten ihr Debüt beim ersten Fußballspiel gegen Kirchdorf. „Das sieht doch schon gut aus, das habt ihr sehr gut gemacht“, lobte Hans-Georg Bartz seine Schützlinge, denen er gemeinsam mit André Klementz und Daniel Henschel das Fußball-ABC beibringt. Dass der Sieg am Ende nach Kirchdorf ging, war dabei Nebensache.

„Mäusser“, wie Bartz von allen nur genannt wird, hat selbst als kleiner Sprutz seine Erfahrungen als Fußballer gesammelt. Heute gibt er diese als Trainer weiter. „Das macht einfach Freude, hält jung und ich helfe wo ich kann“. Das war und ist immer wieder Motivation für den inzwischen 65-Jährigen. Als jahrelanger Platzwart kennt er wahrscheinlich jeden Grashalm und Außenstehende können sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit es kostet, den Rasen immer in Spielqualität zu halten.

„Ich hab den Platz schon heute Morgen um fünf Uhr abgekreidet“, sagt der bescheidene Mann, der sich besonders darauf gefreut hat, die alten Kumpels wieder zu sehen. Die hat er in langer Recherche für die Ü-40 und Ü 50-Spiele zusammen geholt.

Zu ihnen gehört beispielsweise Ulli Schröder, der extra aus Salzwedel angereist war. Der ehemalige Mittelfeldspieler erinnert sich gerne an die Zeit in Reinkenhagen. „Unsere Familien haben immer am Spielfeldrand gestanden und uns angefeuert.“

Das lässt sich Wolfgang Köhn bis heute nicht nehmen. Das Ehrenmitglied fährt oftmals auch zu Auswärtsspielen mit. „Ich habe mein ganzes Leben lang Fußball gespielt und war bis 1995 Trainer“, erzählt der Mann aus Engelswacht, der noch von schönen Erinnerungen an Begegnungen mit Mannschaften aus Dänemark und Polen schwärmt, die es während der „Ostseewoche“ zu DDR-Zeiten gab.

Vieles gab es unter den ehemaligen Spielern zu erzählen, bevor einige in der Ü-50 Mannschaft in alter Spielerkleidung auf den Platz aufliefen. In zweimal 22 Minuten ging es gegen die Gastmannschaft von Blau-Weiß Greifswald hoch her. Die Oldies schenkten sich nichts. Allerdings musste der Reinkenhäger Keeper Kersten Prütz viermal den Ball aus dem Netz holen. So ging der Sieg, ohne selbst ein Tor erzielt zu haben, an die Gäste aus der Hansestadt.

Fußball ist das Aushängeschild der SG. Aber auch die Kegler haben viele Erfolge für den Verein eingefahren. Seit dem Schließen der Kegelhalle in Miltzow trainieren sie jetzt in Stralsund. Das ist nicht optimal, dennoch bleiben sie ihrem Sport treu. Sonnabend präsentierten sie sich mit einer einfachen mobilen Kegelbahn, um ins Gespräch zu kommen und vielleicht neue Interessenten zu gewinnen.

Klaus-Peter Korschweski schiebt schon seit vierzig Jahren die Kugel.

Dass das Fest für Klein und Groß, das mit einem zünftigen Sportlerball in der Turnhalle endete, ein voller Erfolg wurde, ist nicht nur den Vereinsmitgliedern selbst, sondern auch Sponsoren, Gemeindearbeitern und den vielen fleißigen Helfern zu verdanken. Das betonte Vereinsvorsitzender Steffen Kuhn in seiner kurzen Ansprache, in der natürlich das Wort Dankeschön vorkam.

Roswitha Pendzinsky

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