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Gold! Freude bei Küstenringern ist grenzenlos

Stralsund Gold! Freude bei Küstenringern ist grenzenlos

Team aus Stralsund, Rostock und Warnemünde wurde Meister der Jugendliga

Stralsund. Mit rotem Kopf steht Henning Löbl neben seinen Trainern. Der Ringer bekommt schlecht Luft und kann sich nur kurz ausruhen. Gleich ist die Pause vorbei und er muss wieder auf die Matte gehen. Dabei hat der junge Sportler des FSV Stralsund scheinbar Schmerzen. „Nicht aufgeben, du schaffst das“, macht ihm Trainer Tom Linke Mut. Dann ertönt der Gong. Henning kämpft weiter und holt sich mit letzter Kraft einen Schultersieg über Artur Tuliev vom SC Roland Hamburg. Seine Vereinskameraden jubeln ihm zu. „Das war eine starke Leistung“, lobt der Trainer.

So spannend und schwierig gestaltete sich zwar nicht jeder Kampf im Finale der Jugendliga Nord. Doch am Ende musste die Kampfgemeinschaft Küstenringer alles aufbringen, um die Sensation perfekt zu machen. Dem Team aus Sportlern des FSV Stralsund, vom SV Warnemünde und dem PSV Rostock gelang es, sich erst gegen den Jugendligameister von 2016 SC Roland Hamburg und anschließend gegen den amtierenden Titelträger SV Luftfahrt Berlin durchzusetzen. Damit verdienten sich die Ringer Gold und den ersten Platz.

In beiden Mannschaftskämpfen lag die KG Küstenringer zu Beginn hinten und musste sich den Erfolg mühsam erkämpfen. Gegen die Hamburger lag die KG nach fünf Kämpfen mit 2:14 Punkten hinten. Dann mussten die Gegner einen Kampf mit vier Punkten abgeben, da sie die Gewichtsklasse nicht besetzen konnten. Zweimal sicherte sich die KG auf diese Weise vier Punkte. Am Ende bezwangen die Lokalmatadoren die Hamburger mit 22:16.

Im zweiten Wettkampf standen sich die Teams aus Berlin und Hamburg gegenüber. Luftfahrt Berlin gewann mit 22:16. Anschließend mussten die Hauptstädter gegen das Team der Küstenringer ran. Auch hier lag die KG nach fünf Kämpfen mit 2:13 hinten. Anschließend gewannen Florian und Fabian Wiesemann sowie Henning Löbl ihre Duelle jeweils auf Schultern. Dadurch stand es 14:13 für die KG. Danach holten die Ringer noch drei weitere Siege und somit neun Punkte. Am Ende stand für sie ein 23:17-Erfolg zu Buche.

„Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir auch das Team aus Berlin schlagen und Gold holen“, sagt FSV-Trainer Manuel Garolea. „Das hat mich echt überrascht. Ich wäre mit Platz zwei und Silber schon glücklich und stolz gewesen“, betont der Freistil-Trainer. Auch FSV-Vorsitzender Eckhardt Wallmuth ist die Erleichterung anzusehen. „Zur Feier spendiere ich eine Flasche Kindersekt“, rief er dem Team zu und goss das Getränk in den Siegerpokal. Für den FSV Stralsund traten Anton Schneider, Albert Lawrenz, Zelem Zubairaev, Adam Arsunkaev und Henning Löbl an. FSV-Sportler Beslan Bataev war als Kampfrichter im Einsatz. „Die Jungs sind an ihr Limit gegangen. Die mannschaftliche Geschlossenheit war unser Plus“, ist FSV-Vorsitzender Eckhardt Wallmuth überzeugt.

Jeder einzelne Punkt sei wichtig gewesen. So war auch Albert Lawrenz sichtlich stolz. Der Zehnjährige gewann beide Kämpfe und sicherte der KG Küstenringer damit jeweils zwei Punkte. „Ich ringe schon lange und es macht mir riesigen Spaß, auch wenn ich vor dem ersten Kampf immer etwas nervös bin“, erzählte der Sportler.

Spektakulär anzusehen waren auch die Auftritte des amtierenden deutschen Meisters Philipp Nguyen Ho vom SV Warnemünde. Er bezwang Gor Minasyan aus Hamburg nach 57 Sekunden und beendete seinen zweiten Kampf gegen   Tayyip Erkus vom SV Luftfahrt Berlin ebenfalls vorzeitig nach nur 41 Sekunden.

Manuela Wilk

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