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Greifswalder wollen zu den Paralympics

Greifswald Greifswalder wollen zu den Paralympics

Partner aus der Wirtschaft fördern die Handicap-Athleten — zum Teil auch beruflich

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Tom Schulz wurde Erster über 60 und Zweiter über 200 Meter bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2016.

Greifswald. Behindertensportler spielen in den Medien selten eine größere Rolle. Oftmals stehen sie im Schatten ihrer Kollegen ohne Handicap. Umso schwerer ist es deshalb, trotz Topleistungen Sponsoren und Förderer zu finden. Ein weiteres Problem: Leistungssport erfordert (zeit-)intensives Training. Menschen mit Behinderung, die beruflich noch am Anfang stehen, benötigen einen Arbeitgeber, der dafür Verständnis hat.

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Partner aus der Wirtschaft fördern die Handicap-Athleten — zum Teil auch beruflich

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Standort Greifswald

6 Sportrichtungen werden im Greifswalder Landesleistungszentrum für Sportler mit Handicap trainiert: Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Rollstuhlfechten, -rugby und -tanzen. Die Sportler finden hier gute Bedingungen. Als Pluspunkte sind die Nähe zum Uniklinikum und zum neurologischen Rehabilitationszentrum an der BDH-Klinik. Trainiert wird in der Halle hinter

dem Schwimmbad. Trägereinrichtung ist das Berufsbildungswerk (BBW).

Hier setzt ein Programm der Sektion Leichtathletik der HSG Uni an. Partner aus der regionalen Wirtschaft unterstützen einzelne, ambitionierte Handicap-Sportler — wenn möglich auch in beruflicher Hinsicht. „Ziel ist es einerseits, durch finanzielle Hilfe trainingsbegleitende Maßnahmen in Anspruch nehmen zu können, zum Beispiel Physiotherapien“, sagt Peer Kopelmann, der selbst auch als Coach aktiv ist und um die Bedürfnisse seiner Schützlinge Bescheid weiß. Hinzu kommen Anschaffungen von spezieller Ausrüstung sowie Kosten für den Transport zu Wettkämpfen. Zudem soll den Sportlern ermöglicht werden, eine Ausbildung zu machen und den Berufseinstieg zu schaffen.

In dieser Woche wurden nun die ersten Verträge im Maritimen Jugenddorf Wieck (Majuwi) unterschrieben. Der Ort war nicht zufällig gewählt, denn das Majuwi engagiert sich selbst als Partner.

Leichtathletin Lindy Ave kann dort ein Praktikum absolvieren und hat noch genug Zeit für ihren Sport, den sie sehr erfolgreich betreibt: Im vergangenen Jahr hat sie unter anderem den ersten Platz über 100 Meter bei den Junior World Games in den Niederlanden erlaufen. Ihre Bestzeit: 14,11 Sekunden. Ihr Handicap ist eine Muskeltonusstörung. Das heißt, die Grundspannung ihrer Muskeln ist erhöht, was zu Verspannungen und Versteifungen führen kann. Doch Lindy hat aus der Not eine Tugend gemacht: „Ich mache Sport, um die Muskeln abzubauen.“ Auf die Paralympischen Spiele in diesem Jahr in Rio de Janeiro hat die talentierte 17-Jährige laut Kopelmann noch „eine Minichance“. Das große Ziel lautet: Paralympics 2020 in Tokio.

Dorthin will auch Hanna Wichmann, die 2015 mehrere Deutsche Rekorde aufgestellt und in diesem Jahr bei den Deutschen Hallenmeisterschaften den ersten Platz im Kugelstoßen belegt hat. Die 19-Jährige stammt aus Sachsen-Anhalt und ist froh, nach Greifswald gekommen zu sein. „So gute Trainingsbedingungen habe ich zu Hause nicht.“ Hier arbeitet sie außerdem in einer Behindertenwerkstatt im Bücherversand.

„Na klar würde ich gerne zu den Spielen“, sagt auch Vincent Fischer. „Das steht auf meiner To-Do-Liste.“ Der Rollifahrer ist Deutscher Meister im Diskuswerfen und Kugelstoßen. Wichmann und Fischer werden von der Firma Schubert Trockenbau gefördert. Weitere Unterstützer sind Sportwelt 2000 und die Wohnungsbau-Genossenschaft (WGG). Für den Sportler Tom Schulz werden noch Förderer gesucht.

„Es ist erstaunlich, was hier in Greifswald im Landesleistungszentrum auf die Beine gestellt wird“, sagte ein nicht unbeeindruckter Bernt Petschaelis. Er ist Vorsitzender des Stadtsportbundes. Auch der HSG-Vereinschef Tobias Nagel lobte das Programm und blickte voraus: „Der Behindertensport könnte ein Markenzeichnen Greifswalds werden.“

Von Kai Lachmann

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