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Grimmen gegen entfesseltes SHV-Team chancenlos

Grimmen Grimmen gegen entfesseltes SHV-Team chancenlos

HSV-Handballerinnen gehen gegen Stralsund mit 19:32 unter

Grimmen. Zwei Wochen war es her, da kassierten die Damen aus Grimmen eine herbe Klatsche gegen Schwerin und verpennten den Start vollkommen. Für die Zuschauer, die die damalige Partie und auch die Begegnung am Samstag gegen Stralsund miterlebten, sollte es ein Déjà-Vu und sogar noch schlimmer geben. Der SHV hingegen schießt sich den ganzen Frust der letzten Niederlagen von der Seele und lässt dem HSV nie den Hauch einer Chance bei der 19:32-Niederlage. „Das war eine katastrophale erste Halbzeit. Ich war maßlos enttäuscht. Positiv allerdings, dass wir im zweiten Abschnitt gegengehalten haben und uns nicht noch höher abschießen lassen haben“, versucht Grimmens Trainer Roman Bernhardt noch das Gute aus dem Spiel zu ziehen. Sein Gegenüber Walter Bollmann konnte zufrieden mit dem Auftritt seines Teams sein und kann weiter auf die Titelverteidigung hoffen.

Von Beginn an waren es die Gäste aus Stralsund, die über eine bewegliche Abwehr den Gastgeber teilweise vor schier unlösbaren Aufgaben stellte. Grimmen versuchte einiges, blieb aber immer wieder an der starken Deckung der Gäste hängen. Der SHV hatte sich diesen Anfang sicherlich nicht so leicht vorgestellt und führt schnell mit 4:0. Eine Auszeit auf Grimmener Seite sollte nun für Ordnung im Spiel sorgen. Doch das Gegenteil trat ein. Grimmen kam einfach nicht durch, um überhaupt mal auf das Tor zu werfen. „Wir haben viel zu ängstlich gespielt und die Verantwortung einfach weitergegeben.

Der Zug zum Tor war praktisch nicht vorhanden, so dass Stralsund ohne Probleme davonziehen konnte“, haderte Bernhardt mit dem Angriff.

Die Damen vom Sund zogen unermüdlich davon und ließen sich auch nicht vom ersten Treffer der Gastgeber nach 12 Minuten beirren. Jeder Fehler auf Grimmener Seite wurde vom SHV gnadenlos bestraft. Das Umschaltspiel bei den Gästen lief hervorragend, während im Grimmener Spiel die Ordnung vollkommen fehlte. Selbst im Rückwärtsgang wirkte der HSV orientierungslos und kassierte nun einen Treffer nach dem anderen. Das war schon eine Machtdemonstration des Tabellenzweiten, der im ersten Abschnitt bis auf 3:18 davonziehen sollte. Zur Pause war dieses Derby mit 6:20 entschieden. Im Handball sollte es schon viele Wunder geben, doch die Grimmener wirkten nicht so, als würden sie daran glauben.

Zwar sah es in der zweiten Spielhälfte schon deutlich besser aus, doch mehr als was für das Selbstvertrauen zu tun war nicht drin. Stralsund schaltete in der Deckung zwar einen Gang zurück, doch wusste sie weiterhin im Angriff zu glänzen. Grimmen sollte nie die Möglichkeit bekommen den Rückstand wieder einstellig zu gestalten. Teilweise mussten man Gefahr laufen, dass Stralsund dem Gastgeber eine heftige Klatsche beibringen würden. Doch zum Glück für den HSV, konnte sich Kristin Trippler im zweiten Abschnitt öfter auszeichnen und verhinderte schlimmeres. Stralsunds Trainer Bollmann war trotz der hohen Führung nicht immer zufrieden mit dem Auftritt nach der Pause. Die Begegnung verflachte immer weiter, da der SHV nur so viel machte wie nötig und Grimmen nicht so richtig konnte oder sich einfach zu viele Fehler leistete. Am Ende holen sich die Gäste zwei verdiente Punkte beim deutlichen 19:32. Grimmen hingegen verpasst die Überraschung mehr als deutlich und muss ausgerechnet nächste Woche zum Spitzenreiter Mecklenburger SV. „Dort müssen wir uns wieder anders präsentieren, damit wir nicht das nächste Debakel erleben. Aber Auswärts zeigen die Mädels zurzeit die besseren Leistungen und im Hinspiel haben wir den Tabellenführer ja auch geschlagen. Außerdem haben wir nichts zu verlieren“, so Bernhardt. Stralsund hingegen schöpft wieder Hoffnung im Kampf um die Landesmeisterschaft, weiß aber um die Schwere der letzten Spiele.

HSV Grimmen: Trippler, Hagedorn, Schacht 2, Riewe 6/1, Mau 3, Hoffmann 1, Kaatz 1, Saß1, Rambow 4, J. Stubbe 1, M. Stubbe; Stralsunder HV: Temer, Foth, Roth 1, Toschke 2, Karsten 1, Schneider 4, Braun 1, Fischer 9/1, Schumacher 6/3, Hannawald 7, Reumuth; Zeitstrafen: HSV 5, SHV 3; Siebenmeter: HSV 2/1, SHV 8/6

Manuel Abé

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