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Grimmen hinkt seiner Form hinterher

Grimmen hinkt seiner Form hinterher

HSV-Männer verlieren gegen die Reserve des Stralsunder HV nach Halbzeitführung mit 16:21 (9:8)

Stralsund Dass ein Handballspiel nicht nach dreißig Minuten vorbei ist, dass sollte jeder Handballer wissen. Doch beim HSV Grimmen hat man dies am Sonntagnachmittag wohl vergessen.

 

OZ-Bild

André Machel, hier im Spiel gegen den Stavenhagener SV, kämpft sich durch die Abwehr. Gegen den Stralsunder HV erzielte er drei Tore. FOTO: ANJA KRÜGER

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„Ich kann dem Gastgeber nur gratulieren. Die haben das Derby über sechzig Minuten angenommen, im Gegensatz zu meiner Mannschaft.

Lars Kibscholl, Trainer HSV Grimmen

Die Mannschaft präsentierte sich nämlich gewohnt kampfstark und führte knapp zur Pause. Dann allerdings stellt die Mannschaft das Angriffspiel komplett ein und versiebt reihenweise hochkarätige Chancen und geriet deutlich ins Hintertreffen.

„ Ich bin einfach nur bedient. Wir brauchen doch nur auf die Anzeigetafel schauen. Wir kassieren 21 Treffer in einem Auswärtsspiel. Das ist absolut in Ordnung, doch wir werfen nur sechzehn Tore. Was wollen wir damit erreichen“, hatte sich Tim Pischke sein Comeback nach zehn Monaten anders vorgestellt. Und gerade Tim Pischke spielte, als wäre er nie weggewesen. Zusammen mit Bastian Köhler organisierte er die Abwehr und vertrat den Abwesenden Roman Bernhardt mit Bravour. Allerdings wollte es in der Anfangsphase nicht mit dem Werfen der Tore klappen. Nach dem 2:0 Rückstand benötigte Grimmen ganze sieben Minuten bis zum ersten Treffer. Dann kamen die Gäste allmählich in Schwung und übernahmen zum ersten Mal die Führung in der Begegnung. Aber dieser Schwung war nur von kurzer Dauer, denn in den nächsten fünf Minuten traf nur der Gastgeber, der mit deutlich mehr Dynamik und Drang zum Tor spielte. Grimmen wirkte müde und brachte zwischenzeitlich nicht viel zu Stande.

Da die Abwehrreihen mit zwei starken Torhütern die Partie weiterhin dominierten, konnte sich der SHV nur auf 7:5 (17. Minute) absetzen. Dann brach die beste Phase im Grimmener Spiel an. Die Gäste ließen in den nächsten zehn Minuten nichts zu. Das lag an der konsequenten Deckungsleistung und einem überragenden Maximilian Granholm im Tor. Allerdings schaffte der HSV auch nur zwei Treffer und nahm diesen knappen Vorsprung auch mit in die Pause. „Die erste Halbzeit war über weite Strecken schon stark. Wenn man den Gastgeber bei acht Toren hält, kann man so viel nicht verkehrt gemacht haben“, so Kibscholl.

Was dann aber im zweiten Abschnitt beim HSV los war, machte nicht nur den Trainer, sondern auch die zahlreichen Fans, die für eine Heimspielatmosphäre sorgten, fassungslos. „ Wir halten uns auf einmal an keine Absprachen mehr und haben uns nicht mehr als Mannschaft präsentiert. Dazu werfen wir Tom Korth im Tor der Gastgeber berührt“, war Kapitän Pischke mehr als sauer. Reihenweise lässt der HSV beste Chancen liegen und kommt gerade mal auf zwei Treffer nach achtzehn Minuten im zweiten Abschnitt. Egal was Trainer Kibscholl auch tat, eine Besserung war weit und breit nicht zu sehen. Nach 48 Minuten war die Partie beim 17:11 so gut wie gelaufen. Zwar kam Grimmen in den letzten Minuten häufiger zum Torerfolg, doch dieser Kampf und die Moral kam einfach zu spät. Stralsund brachte die Begegnung souverän zu Ende und feierte nach der zweiten Halbzeit einen auch in der Höhe verdienten 21:16 Erfolg. „Ich kann dem Gastgeber nur gratulieren. Die haben das Derby über sechzig Minuten angenommen, im Gegensatz zu meiner Mannschaft. Viele meiner Spieler hinken ihrer Form der letzten Saison deutlich hinterher. Das spiegelt sich in der Tabelle wieder. Wenn wir nicht langsam zu Potte kommen, werden wir diese Saison nur im Mittelfeld landen. Es hilft nicht immer nur zu Hause gut zu spielen, sondern auch mal auswärts ein Ausrufezeichen zu setzen“, kritisierte Kibscholl sein Team.

Nächste Woche hat das Team die Chance auf Wiedergutmachung beim Heimspiel gegen die Reserve des HC Empor Rostock.

HSV Grimmen: Granholm, Hase, Pollex 5/2, Machel 3, Pischke 3, Kopilow 2/1, Köhler 1, Abé 1, Pervölz 1/1, Plötz, Eggert, Schultz, Tschirschwitz; Zeitstrafen:

Grimmen fünf und eine rote Karte, Stralsund vier; Siebenmeter: Grimmen 2/4, Stralsund 4/7

Manuel Müller

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