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Grimmener SV setzt auf den Nachwuchs

Grimmen Grimmener SV setzt auf den Nachwuchs

Saisonstart am 20. August: Der Verbandsligist lässt das Ziel offen

Grimmen. Bereits heute Abend starten die Verbandsligisten in die Saison 2016/2017. Die Spieljahreseröffnung findet in Greifswald mit der Partie Greifswalder FC gegen den Güstrower SC 09 statt. Der Grimmener SV dagegen kann seine sechste Saison in der landeshöchsten Spielklasse ruhig angehen, denn gleich am ersten Spieltag haben die Trebelstädter frei.

Für sie geht es erst am 20. August los, wenn sie im Grimmener Sportforum den Aufsteiger Hagenower SV empfangen. „Ab da an müssen wir gucken, wo die Reise hingeht“, meint GSV-Coach Burghard Schultz. Denn die Saison werde kein Selbstläufer.

Ab- und Zugänge Allein die Kaderliste ist extrem geschrumpft. Fünf Abgängen steht nicht ein Neuzugang gegenüber. Simon Gurlt wechselte zu Pommern Stralsund, seinem Heimatverein, Björn Boy zum Güstrower SC, Brian Kozlowski ging nach Trinwillershagen zurück und Kevin Kleindorff wechselte zum Bölkower SV. Karsten Opitz sorgte schließlich für eine Überraschung. Er verabschiedete sich vom GSV nach über 20 Jahren mit der Begründung, seine Töppen an den Nagel hängen zu wollen. Wenige Wochen später schließlich stellte ihn der SV Siedenbollentin als Neuzugang vor.

Der neue Weg „Die Abgänge ’schmerzen’ natürlich sehr, aber bereits im Vorfeld hatten wir uns als Verein dazu entschlossen, einen neuen Weg einzuschlagen. Wir wollten nicht vorrangig neue Spieler für uns gewinnen, sondern unsere eigenen Nachwuchsspieler im Männerbereich integrieren“, erklärt Christian Bockhahn, stellvertretender Vereinspräsident. Und das habe auch gut geklappt. Gleich drei 17-Jährige laufen bei den Männern auf – Max Brenz und Florian Otto in der Ersten, Arne Zillmann in der Zweiten. „Damit haben 14 Spieler aus unserem 21 Mann starken Kader auch bei uns im Nachwuchs gespielt“, berichtet Bockhahn. „Für die jungen Leute ist dieser Schnitt im Kader eine große Chance. Und man merkt, dass sie gewillt sind“, fügt er hinzu.

Ziel der Saison mit dem Neuen „Innerhalb der Mannschaft haben wir über ein Saisonziel noch nicht gesprochen. Meine persönliche Meinung ist, dass wir erstmal von Spiel zu Spiel gucken sollten“, sagt Burghard Schultz (62), der vor knapp fünf Wochen als Co-Trainer beim Verbandsligisten anheuerte. Anfang vergangener Woche übernahm der den Posten des Cheftrainers von seinem Vorgänger Ecker-

hard Pasch. Dieser und die Vereinsführung hatten sich gemeinsam entschlossen, getrennte Wege zu gehen, „weil sowohl beim Ex-Trainer selbst als auch bei der Mannschaft die Luft raus war“, wie Vereinspräsident Thomas Röger erklärte. Schultz jedenfalls hält große Stücke auf die Grimmener Truppe. „Die Mannschaft hat viel Potenzial. Ich denke nicht, dass wir mit dem Abstieg etwas zu tun haben werden“, meint der Neue. Was ihn besonders begeistere, sei die Trainingseinstellung der Spieler. „Absolut ehrgeizig und die wollen gequält werden“, erzählt er. Wünschen würde er sich eine gute Zusammenarbeit mit der Zweiten. Vor allem für die jungen Spieler, die dort Spielpraxis sammeln können.

Burghard Schultz Der 62-Jährige ist selbstständiger Taxi-Fahrer in Rostock. Entsprechend könne er seine Arbeitszeiten dem Fußball anpassen. „Ich bin total fußballverrückt“, sagt er von sich selbst. Weite Fahrten, lange Tage nehme er dafür gern in Kauf. Und was

sagt seine

Frau dazu? „Was soll sie sagen!? Wir haben uns auf dem Sportplatz kennengelernt“, erzählt er.

Bei drei Vereinen war Burghard Schultz zuvor als Trainer tätig – dreizehneinhalb Jahre bei Schifffahrt Hafen Rostock, anschließend beim Grevesmühlener FC und die vergangenen fünf Jahre beim PSV Rostock (Landesklasse). „Ich bin also kein Wandervogel“, scherzt er.

Das letzte Testspiel 4:0 gewann der Grimmener SV sein letztes Testspiel in der Vorbereitung. Zu Gast waren die Trebelstädter am Dienstagabend beim FSV Bentwisch. Gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Gegner sei sein Team von Beginn an präsenter und besser gewesen. „Leider wurden in der Phase aber auch einige gute Chancen vergeben“, berichtet Schultz. Dann habe es ein Bruch im Spiel gegeben. „20 Minuten hatten wir da einen gleichwertigen Gegner“, erzählt er weiter. Aber seine Mannschaft habe sich wieder zurück gekämpft, sei zum Ende wieder stärker gewesen. „Und in dieser Phase hat Bolle dann ja auch den ersten Treffer markiert.“ Die zweite Halbzeit habe seine Mannschaft dann völlig souverän gespielt. „Obwohl ich die Abwehr umgestellt habe und den jungen Spielern ihre Chance gegeben habe. Aber sie haben diese genutzt und sich bewiesen“, berichtet Schultz. Einen Strafstoß nutzte erneut Boljahn in der 72. Minute schließlich zur 2:0-Führung für sein Team. Stephan Rambow stellte – ebenfalls mit einem Doppelpack (72., 81.) – schließlich den Endstand her.

Anja Krüger

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