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Grimmens Verbandsliga-Elf zeigt Moral

Grimmens Verbandsliga-Elf zeigt Moral

Trotz kleinen Kaders und schlechten Starts besiegen die Pasch-Schützlinge den FC Förderkader mit 3:0

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GSV-Kapitän Stephan Rambow (vorn in rot), hier in einer früheren Partie, erzielte den für den GSV wichtigen ersten Treffer kurz vor der Pause. Kleindorff (li.) erhöhte in der 60. Minute auf 2:0.

Quelle: Karsten Pflieger-Leutert

Grimmen Fußball / Verbandsliga: Grimmener SV — FC Förderkader René Schneider 3:0 (1:0) Noch auf dem Platz übernahm Stephan Rambow, Kapitän des Grimmener SV, im Kreis nach dem 3:0-Erfolg über den FC Förderkader René Schneider das Wort und sagte: „Eine starke Mannschaft zeichnet sich auch dadurch aus, dass man nach Enttäuschungen eine Reaktion zeigt und genau das haben wir heute getan.“ Das zeigte wie wichtig ihm und seiner Mannschaft dieser Sieg für die Moral war.

OZ-Bild

Trotz kleinen Kaders und schlechten Starts besiegen die Pasch-Schützlinge den FC Förderkader mit 3:0

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Der Grimmener SV spielte mit: Wühn, Rambow, Arend, Max, Kozlowski, Schmidt, Ohlrich (78. C. Boy), Gurlt, Lau (25. Kleindorff), Berndt, B. Boy Tore: 1:0 (45., Rambow), 2:0 (60., Kleindorff), 3:0 (75., Kozlowski) Schiedsrichter: Sven Frericks (Assistenten: Räder-Krause, Kurtz) Zuschauer: 74

„Es war in der ersten Halbzeit das erwartet schwere Spiel. Das Tor hat uns in die Karten gespielt und danach war es unser Match. Wir konnten dem Gast unser Spiel aufzwingen und haben am Ende verdient gewonnen“, resümierte GSV-Coach Eckerhard Pasch das Spiel nüchtern.

Mit dem Tabellenzehnten empfing der GSV einen Gegner, gegen den in den bisherigen drei Pflichtspielen nicht gewonnen werden konnte. Es waren immer knappe Duelle, doch mehr als ein Punkt sprang nie heraus. Das sollte sich diesmal ändern. Beide Trainer hatten Besetzungsprobleme und konnten lediglich drei Wechsler aufbieten. Doch jammern hörte man keinen der beiden erfahrenen Coaches, denn das Vertrauen in die aufgestellten Teams war da. Auf Grimmener Seite gab Toni Arend, der sich beim Auswärtsspiel in Anklam im Oktober des vergangenen Jahres schwer an der Hand verletzte, sein Comeback und das auch gleich in der Startelf.

Die Gäste kamen bedeutend besser in die Partie. Grimmen präsentierte sich in der Anfangsphase ängstlich, ohne Körpersprache und mit einem „Wackelfuß“ im Aufbauspiel. So boten sich in den ersten fünf Minuten gleich zwei Schusschancen für die Gäste.

In der neunten Minute dann der erste schöne Angriff des GSV: Simon Gurlt setzte sich gut auf der linken Seite durch, flankte auf den langen Pfosten zu Brian Kozlowski, der mustergültig auf Stephan Rambow querlegte. Er netzte mit dem langen Bein ein. Zum Unmut der Grimmener entschied Schiedsrichter Frericks auf Foulspiel und erkannte den Treffer nicht an. Fünf Minuten später huschte ein Eckball in den Fünf-Meter-Raum und Förderkaders Topstürmer Lars Rother kam zum Abschluss, scheiterte aber an der Latte. Noch in der gleichen Minute tauchte Torsten Dahnke frei vor Wühn auf und schoss knapp am langen Eck vorbei.

Grimmen war noch immer nicht im Spiel. Einzig eine Schusschance von Simon Gurlt über den Kasten war erwähnenswert. Anders die Akteure des Förderkaders. Schnörkellos spielten sie ihre Angriffe gegen eine weiterhin ungeordnete GSV-Mannschaft. Wiederum kam Torsten Dahnke aus 14 Metern zum Abschluss, doch Maurice Wühn war zur Stelle.

Dann kam es noch dicker für den GSV. In der 25. Minute musste Abwehrchef Sebastian Lau verletzt vom Platz. Er wurde von Stürmer Kevin Kleindorff ersetzt, was taktische Umstellungen zur Folge hatte.

Schmidt, Berndt und Rambow rückten eine Position nach hinten und Kleindorff kam in die Spitze. Nun funktionierte das GSV-Spiel deutlich besser. Kleindorff war sofort in der Partie, beschäftigte die Hintermannschaft der Gäste und Grimmen wurde stärker.

In der 28. Minute kam Brian Kozlowski am langen Pfosten zu einer hundert prozentigen Torchance, doch er verzog. Vier Minuten später erreichte eine mustergültige Flanke von rechts den Kopf von Stephan Rambow, dessen Kopfball von der Fußspitze eines Verteidigers noch an den Pfosten gelenkt wurde. Fünf Minuten vor der Pause fand Sven Berndt mit seinem Eckball den Kopf von Brian Kozlowski, doch auch diesmal hatte der auffälligste Grimmener Akteur kein Glück im Abschluss und der Ball wurde auf der Linie geklärt.

Jetzt spielte nur noch Grimmen. Erst forderte Kevin Kleindorff den Rostocker Keeper Tautenhahn zu einer Fußabwehr und in der 45. Minute wurde es nochmal gefährlich. Eine Flanke von Kozlowski verlängerte Simon Gurlt per Kopf und der Förderkader bekam den Ball nicht geklärt, was Stephan Rambow in Schussposition brachte. Er vollendete überlegt zum nun verdienten 1:0 direkt vor der Pause. In dieser wurden die Anfangsminuten konsequent ausgeblendet, denn das Team hatte sich aus dem Tief selber rausgezogen.

Die Anfangsminuten der zweiten Hälfte gehörten wiederum der Malorny-Elf. Eine Schusschance von Denis Schröpfer konnte Maurice Wühn noch aus der unteren Ecke kratzen und zwei Minuten später huschte ein Kopfball von Rother knapp am GSV-Kasten vorbei.

In der 60. Minute zeigte sich der GSV dann aber endlich wieder effektiv. Ein schöner Diagonalball von Jungspund Erik Ohlrich landete bei Kevin Kleindorff und dieser behielt die Ruhe, umkurvte Tautenhahn und schob zum 2:0 ein. Kurz darauf verpasste ein Kopfball von Björn Boy knapp sein Ziel. Jetzt war der Widerstand weitestgehend gebrochen und Grimmen konnte kontern. So auch in der 75.

Minute, als sich Kevin Kleindorff an der Außenlinie gegen Körting im Laufduell durchsetzte und in den Strafraum eindrang. Er bediente Brian Kozlowski, der seine überragende Leistung mit dem Treffer zum 3:0 krönte. In der 84. Minute konnte der immer noch sehr präsente Kleindorff auf 4:0 erhöhen, verfehlte das Tor aber um Zentimeter.

Drei Minuten vor dem Ende bekam Kevin Kleindorff dann nach einem kleinen Gerangel die gelb/rote Karte nach Aufforderung der Schiedsrichter-Assistentin Diana Räder-Krause. „Hier fehlte komplett das Fingerspitzengefühl. In einem entschiedenen Spiel der fairsten gegen die bis dahin drittfairste Mannschaft der Liga so einen Platzverweis auszusprechen war schon mehr als hart und zeigte leider, dass die Gespanne, wenn sie unter Beobachtung stehen, meist anders auftreten als gewohnt“, meinte Grimmens Co-Trainer Christian Bockhahn zu dieser Entscheidung. „Schade für Kevin, der gezeigt hatte, was er für eine Riesen-Verstärkung für den GSV sein kann“, fügte Bockhahn hinzu. Das war dann auch die letzte Aktion. Grimmen behauptete Platz vier und geht nun in die zweiwöchige Osterpause.

Von Stefanie Bockhahn

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