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Große Erleichterung bei HSV-Damen

Große Erleichterung bei HSV-Damen

In der MV-Liga der Frauen besiegten die Grimmenerinnen die SSV Einheit Teterow mit 27:20

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Marie-Luise Mau beim Wurf. Die junge Spielerin des HSV Grimmen traf gegen Teterow dreimal. FOTO: ANJA KRÜGER

Grimmen Die Jubelschreie waren auch noch weit weg von der Halle zu hören, so groß war die Erleichterung bei den Frauen des HSV Grimmen nach dem ersten Saisonsieg. Und trotz der großen Unsicherheit und dem geringen Selbstvertrauen nach dem schlechten Saisonstart war der Erfolg nie in Gefahr, da Grimmen, vor allem im zweiten Abschnitt, eine souveräne Vorstellung an den Tag legte. „Mir sind natürlich tausend Steine vom Herzen gefallen. Der Druck vor dem Spiel war extrem groß. Denn heute zählte nichts anderes außer einem Sieg. Und diese Aufgabe hat die Mannschaft angenommen und mehr als souverän gelöst. Ich bin stolz auf sie“, war Grimmen Trainer Paetow extrem erleichtert. Sein Kollege gegenüber war natürlich stinksauer über das Ergebnis und die Leistung seiner Mannschaft. Dies war während des Spieles und in den Auszeiten nicht zu überhören.

„Die Einstellung stimmte schon in den letzten Spielen, doch nun hat sich das Team dafür belohnt.André Petow, Trainer HSV Grimmen

Dabei konnte er sich nach dem ersten Abschnitt noch berechtigt Hoffnung auf einen Punktgewinn in der Trebelstadt machen. Denn dieser verlief extrem ausgeglichen. Teterow lag zwar im gesamten Spiel nicht einmal in Führung, blieb aber während der erste Hälfte stets in Reichweite. Gründe gab es dafür mehrere. „ Im ersten Abschnitt waren wir in vielen Situationen zu unsicher. Dadurch haben wir die Bälle leichtfertig verloren. Dann haben wir öfter die falschen Entscheidungen getroffen und viele freie Chancen liegen gelassen, darunter zwei Siebenmeter“, fasst Paetow die Fehler zusammen. Doch auf zwei Sachen konnte sich Grimmen verlassen. Zum einen war da die starke Deckungsleistung über die gesamten sechzig Minuten, und zum anderen eine überragend haltende Kristin Trippler, die in brenzligen Situationen immer wieder zur Stelle war. Das brachte natürlich im Laufe des Spieles die Sicherheit im Team zurück. So konnte sich Grimmen nach dem 6:6 zum ersten Mal auf zwei Treffer absetzen (8:6) und nahm auch einen knappen Vorsprung, beim 10:9, mit in die Pause. Und so wie der Grimmener Trainer es schon zusammengefasst hatte, machte der HSV den Gegner mit seinen Fehler stark, sonst wäre eine deutlichere Führung für den Gastgeber möglich gewesen.

Das änderte sich allerdings im zweiten Abschnitt. Nach drei schnellen Treffern und der 13:9-Führung wurde die Mannschaft selbstbewusster. Fehler wurden weiter minimiert und endlich klappte das lange vermisste Umschaltspiel beim Gastgeber. „Diese einfachen Treffer haben uns in den letzten Wochen gefehlt. Trippi hat sich getraut, die Pässe zu spielen und das war für sie selbst und die Mannschaft extrem wichtig“ lobte Paetow seine Torhüterin. Zwar verkürzte Teterow nochmals auf 14:12, doch dies fiel nicht mehr ins Gewicht, als Grimmen sich anschließend auf 21:14 absetzte. Der Jubel war zehn Minuten vor Schluss natürlich riesengroß. Und die Mannschaft ließ auch danach nicht locker und spielte mit viel Druck weiter. Jetzt sollte einfach alles gelingen. Anne Boldt fand ihre Treffsicherheit wieder, Janett Hoffmann führte nach ihrer Verletzungspause auf der Mitte klug Regie, Nicole Schacht übernahm Verantwortung, Nadine Rambow traf sicher vom Punkt und so kann man immer weiter aufzählen.

„Es war einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der sich alle problemlos eingefügt haben“ so Paetow. Und wenn es einmal läuft und die Sicherheit wieder da ist, dann klappen auch solch Dinge wie in den letzten zwei Minuten. In doppelter Unterzahl spielte Grimmen die Gäste vollkommen schwindelig und erzielte damit zwei sehenswerte Treffer. Das passte zu der Leistung, die Grimmen an diesem Tag, vor allem im zweiten Abschnitt, abgerufen hatte. Jetzt ist er nun da, der erste Saisonsieg. „Jetzt waren wir auch endlich dran. Die Einstellung stimmte schon in den letzten Spielen, doch nun hat sich das Team dafür belohnt“, sagte der Grimmener Trainer. Doch schon nächste Woche wartet die nächste schwere Aufgabe beim Tabellenführer in Stralsund. Die Liga spielt gerade verrückt, wieso sollte den HSV-Frauen nicht mal eine Überraschung im Derby gelingen.

HSV Grimmen: Trippler, Boldt 6, Rambow 6/2, Schacht 3, Hoffmann 3/2, Mau 3, Bentzien 2, Saß 2, Ziems 1, Stamer 1, J. Stubbe, Kaatz, Schmidt, Fiedler; Zeitstrafen:

Grimmen fünf, Teterow vier, Siebenmeter: Grimmen 4/7, Teterow 6/7

Manuel Müller

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