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HSV-Frauen: Zweiter Heimsieg in Folge

Grimmen HSV-Frauen: Zweiter Heimsieg in Folge

Grimmen besiegt in der MV-Liga den Mecklenburger SV knapp mit 34:33

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Nadine Rambow lässt sich von der MSV–Abwehr nicht aufhalten und erzielt eins ihrer fünf Tore. FOTO: ANJA KRÜGER

Grimmen. Das war mal wieder knapp bei den Frauen des HSV Grimmen. Sechzig Minuten lang liegen die Damen aus Grimmen in Führung und müssen am Ende doch noch um die zwei Punkte zittern. Zur Matchwinnerin wird Janett Hoffmann, die in den letzten Minuten die entscheidenden Tore erzielt und vor allem keine Nerven zeigte. Am Ende erzielte sie beim knappen 34:33 insgesamt neun Tore und kommt nach ihrer langen Verletzung immer besser in Tritt. „Das sind doch die schönsten Siege, so kurz vor Schluss. Ich muss mich erst einmal beruhigen. Die Begegnung war nervenaufreibend, obwohl sie es nicht hätte sein müssen. Aber das ist mir so kurz nach dem Spiel egal. Wir feiern jetzt die zwei Punkte“, so ein überglücklicher HSV-Trainer Andre Paetow.

Grimmen erwischte einen richtigen Traumstart und führte nach sieben Minuten mit 7:3. Auch in den weiteren Minuten war der HSV die eindeutig bessere Mannschaft und hatte die Partie jederzeit im Griff.

Dabei machte der Gastgeber nur ganz wenige Fehler und zeigte sich vor dem Tor sehr effektiv. „Eine Viertelstunde lang habe wir so gespielt, wie ich mir das wünsche. Aus einer sicheren Abwehr, haben wir das Tempo angezogen. Alles, was wir gespielt haben, hat super funktioniert. Schachti hat heute ein starkes Spiel in Angriff und Abwehr gemacht und für die nötige Gefahr aus dem Rückraum gesorgt.

Danach ließ allerdings die Konzentration etwas nach“, sagte Pateow. Die Gäste kamen besser in die Partie und verkürzten mehrmals auf einen Treffer (11:10, 13:12.) Anschließend muss Grimmen wieder von Gästen davonziehen und mit einem Vorsprung in die Pause gehen. Neben zwei, drei Fehlern im Spielaufbau hat die Mannschaft aus Grimmen aber noch Pech im Abschluss. Gleich vier Angriffe in Folge landen am Aluminium, so dass beide Teams, mit einem 18:18 die Seiten wechselten.

Somit blieb die Begegnung weiterhin spannend und das sollte sich auch im zweiten Abschnitt nicht ändern. Grimmen lag weiterhin ständig in Führung, vermochte es aber nicht, die Entscheidung zu erzwingen. „Wir haben auch in der zweiten Halbzeit einen starken Eindruck im Angriff hinterlassen und die Gäste immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. Doch in der Deckung waren wir einfach zu löchrig oder gegen den wurfgewaltigen Rückraum das eine oder andere Mal zu passiv. Mecklenburg steht nicht umsonst dort oben“, so Paetow. Wie schon im ersten Abschnitt lag Grimmen mehrmals mit zwei Treffern vorn. Und die Chancen waren oft genug da, den Lucky Punch zu setzen. Doch genau dann wollte der Gastgeber zu viel und spielte zu ungeduldig und machte Fehler. Mecklenburg war dann sofort, zum Unmut des Grimmener Publikums, wieder zur Stelle und schaffte immer wieder den Anschluss. Aber der HSV wollte mit aller Macht den Heimsieg und dies war auf allen Positionen zu sehen. Jeder Zentimeter wurde beackert und den Gästen kaum noch Platz gelassen. Dann brachen die letzten fünf Minuten an und Anne Boldt bekam eine Zeitstrafe ausgesprochen. Gleichzeitig erzielte der Mecklenburger SV den 31:31 Ausgleich. Unterzahl und nach langer Zeit der Ausgleich. Schwinden jetzt die Kräfte beim HSV? Nicht mit Sandra Hagedorn und Janett Hoffmann. Hagedorn hielt in den entscheidenden Momenten zwei Bälle und Janett Hoffmann übernahm jetzt Verantwortung und ging dort hin, wo es weh tut oder traf aus den Rückraum. So auch fünfzehn Sekunden vor Schluss, als sie die Lücke erkannte und nicht mehr zu stoppen war. Die Halle glich einem Tollhaus, als der letzte Angriff der Gäste dann noch abgewehrt wurde. „Wahnsinn, was meine Mannschaft heute wieder gezeigt hat. Vor allem wie viel Spaß sie wieder hat. Ich bin einfach nur glücklich über die Leistung und den Erfolg“, so der Grimmener Trainer. Eins wollte er aber noch los werden: „Wir meckern immer oft über die Schiedsrichter, doch heute muss ich sagen: Die beiden jungen Schiedsrichter haben eine souveräne und unaufgeregte Leistung abgeliefert. Respekt dafür.“

HSV Grimmen: Hagedorn, Trippler, Hoffmann 9/4, Schacht 6, Rambow 5, Ziems 5, Bentzien 5, Mau 3, Boldt 1, Schmidt, J. Stubbe, Saß, Kaatz

Manual Abe

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