Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Sport Grimmen HSV Grimmen kassiert schmerzliche Derbyniederlage
Vorpommern Grimmen Sport Grimmen HSV Grimmen kassiert schmerzliche Derbyniederlage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 11.12.2017
Grimmen/Greifswald

Eine ganz bittere Niederlage erlitt der HSV Grimmen im Derby beim HC Vorpommern-Greifswald. Vierzig Minutenlang hatten die Gäste den Gastgeber in der MV-Liga-Partie im Griff – dann brach das Spiel der Trebelstädter zusammen. Wieder einmal vergaben sie eine deutliche Führung und verloren so nach einer desolaten zweiten Halbzeit, mit 33:39 (21:15).

„Diese Niederlage muss ich erst einmal verdauen. Das macht uns irgendwie sprachlos. Halbzeit eins war ganz klar in unserer Hand. Doch im zweiten Abschnitt haben wir 24 Tore kassiert. Da muss man sich fragen, ob wir überhaupt eine Abwehr oder einen Torhüter hatten,“ war Trainer Manuel Abe enttäuscht.

Eigentlich wollten die Grimmener nach dem Misserfolg in Warnemünde neu starten. Eine Halbzeit lang sah es auch ganz danach aus. Beide Teams spielten von Beginn an mit viel Tempo die Angriffe aus.

Sowohl die Hausherren als auch die Gäste zeigten sich sehr effizient im Abschluss. Die Torhüter kamen überhaupt nicht ins Spiel, sodass es nach zehn Minuten bereits 7:6 für den HSV stand. Den Vorsprung bauten die Gäste weiter aus. „Da waren wir noch sehr beweglich in der Deckung und haben die Greifswalder zu vielen Fehlern gezwungen. Die erste und zweite Welle klappten reibungslos“, sagte Coach Kibscholl. Grimmen machte wenig Fehler und zeigte sich im Abschluss extrem sicher. Zwischenzeitlich stand es sogar 19:12. Zur Pause führte der HSV deutlich mit 21:15.

Damit hätte das Duell schon entschieden sein können. Doch dass Handball oftmals schnell und brutal sein kann, erlebten die Zuschauer am Sonnabend. Grimmen kassierte mit der Halbzeit eine Zeitstrafe und gleich nach der Pause verkürzte der Gastgeber auf 17:21. Der HSV konterte noch zum 23:17, danach wurden die Gäste immer nervöser. „Ich kann nicht in die Köpfe der Spieler reinschauen. Aber ich habe kein Verständnis für das, was dann kam. Statt die Führung zu verwalten und mit Ruhe auszubauen, spielten wir viel zu hastig und verloren regelmäßig den Ball“, so Abe. Greifswald verkürzte auf 24:27, beim 28:28 war die Partie wieder offen.

Der HSV erarbeitete sich zwar noch zweimal die Führung – doch nach dem 30:30 agierte nur noch der gastegebende HC. Angetrieben vom Publikum, spielten sich die Hansestädter in einen Rausch. Grimmen schaute nur noch zu. „Während bei uns einfach nichts mehr lief, klappte bei Greifswald alles“, meinte Abe. Greifswald führte mit 34:30, ehe der HSV ein letztes Mal auf 34:32 verkürzen konnte. Die Heimsieben traf nach Belieben und gewann mit 39:33. „Diese Niederlage ist extrem schmerzlich und muss schnell ausgewertet werden“, sagte Kibscholl.HSV: Schuhknecht, Corswandt, Granholm, Pollex 10/6, Pervölz 6, Kladek-Markau 5, Mainitz 5, Keil 3, Bernhardt 3, Köhler 1, Eggert, Jahns, Hildebrandt, Kopilow, Bentzien.

mm

Mehr zum Thema

Nur wenige Sekunden fehlen: Die deutschen Handball-Frauen verpassen gegen Serbien den dritten Sieg im dritten Spiel bei der WM. Das Remis reicht dennoch für den Achtelfinaleinzug. Und auch der Gruppensieg ist noch drin.

05.12.2017

HSV trifft auf HC Vorpommern-Greifswald / Frauen in Rostock gefordert

08.12.2017

Oberliga-Team zu Gast in Tegel / Frauen und 2. Männerteam daheim gefordert

08.12.2017

Volleyballerinnen schlagen Rostock und Ueckermünde 3:0

11.12.2017

„Unser Ziel ist es, auch an diesem Wochenende wieder zu punkten“, sagt Nils Stubbe.

08.12.2017

HSV trifft auf HC Vorpommern-Greifswald / Frauen in Rostock gefordert

08.12.2017
Anzeige