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HSV Grimmen steht sich selbst im Weg und verliert 21:28

Neubrandenburg HSV Grimmen steht sich selbst im Weg und verliert 21:28

Die Handballer unterliegen in der MV-Liga beim Spitzenreiter SV Fortuna Neubrandenburg.

Neubrandenburg. „Diese Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben“, sagte Grimmens Co-Trainer Lars Kibscholl. Denn die Handballer des HSV standen sich im Spitzenspiel der MV-Liga beim SV Fortuna Neubrandenburg oftmals selbst im Weg und verloren die zweite Partie der Saison mit 21:28 (8:13). Vor einer tollen Kulisse hofften die Zuschauer in Neubrandenburg, ein spanndendes Spiel zu erleben. Aber emotional wurde es nur selten. „Mit unseren einfachen Fehlern haben wir den Gastgeber stark gemacht. Dazu kamen zu viele Fehlwürfe aus bester Position und damit ging auch das Torhüterduell an die Gastgeber“, resümierten Manuel Abe und Lars Kibscholl. Neubrandenburg habe verdient gewonnen, weil die Gastgeber aggressiver, cleverer und präsenter gewesen seien.

Dabei begann die Partie aus Grimmener Sicht recht vielversprechend. Der Gast spielte mit viel Geduld seine Angriffe aus und war in der Anfangsphase vor allem durch Matti Pervölz auf Linksaußen gefährlich. Nach zehn gespielten Minuten waren beide Teams noch auf Augenhöhe (4:4), doch dann brach eine ganz schwache Phase auf Seiten des HSV an. „Wir haben im Angriff viele freie Möglichkeiten liegen lassen. Teilweise sind wir kläglich gescheitert. Dazu hatten wir kaum Durchschlagskraft und luden den Gastgeber so zu Gegenstößen ein“, befand Abe.

Die Fortuna war sofort zur Stelle. „Wer Neubrandenburg kennt, weiß, dass sie genau von diesem Spiel leben“, meinte der Coach. Die Gastgeber erzielten fünf Treffer in Folge und setzten sich bis auf 9:4 ab. Eine gefährliche Phase, in dem das Spiel schnell in eine Richtung kippen kann. Doch Grimmen fing sich nach einer Auszeit wieder und ließ den Rückstand nicht weiter anwachsen. Dennoch tat sich der HSV gegen eine kompaktstehende Abwehr weiter schwer und musste hart für eigene Treffer arbeiten.

„Zu viel wurde auf die Schulter von Roman Bernhardt verteilt. Wir haben nicht breit genug gespielt und sind nicht in die Tiefe gegangen. Und daran ist auch die Aufholjagd vor und nach der Pause gescheitert“, erklärte Lars Kibscholl die Fehler im Spiel der Trebelstädter. Kurz vor der Pause bestand noch die Möglichkeit, auf vier Tore zu verkürzen, doch Martin Pollex scheiterte vom Punkt.

Somit rannte der HSV in der zweiten Hälfte einem 8:13-Rückstand hinterher.

Dabei hatten die Gäste noch Glück, denn die Hausherren präsentierten sich an diesem Tag nicht als „Übermannschaft“, so dass für den HSV durchaus etwas drin gewesen wäre. Allerdings hätte Grimmen dazu besser in den zweiten Abschnitt starten müssen. Doch stattdessen baute der Tabellenführer seinen Vorsprung auf 16:9 aus.

Mit jeder guten Aktion in der Abwehr und mit jedem weiteren Treffer nahm das Selbstvertrauen der Grimmener wieder zu. Der HSV merkte, dass er mit viel Einsatz an die Neubrandenburger herankommen könnte. Und tatsächlich holte Grimmen Tor für Tor auf und verkürzte den 10:18-Rückstand bis auf 15:19. Die mitgereisten Fans feuerten ihre Handballer lautstark an. Einen Angriff später hätte es sogar noch lauter im Gästeblock werden können, als der HSV die Chance auf das 16:19 hatte. Was dann geschah, ist bezeichnend für die gesamte Partie: „Wir machen den Treffer nicht und kassieren auf der anderen Seite zwei einfache Treffer aus dem Rückraum“, beschrieb der verletzte Tim Pischke, der das Duell auf der Bank erlebte.

Damit war die Partie endgültig entschieden. „In solchen Situationen sind wir nicht clever genug und spielen einfach zu kompliziert. Nach der Manndeckung gegen Bernhardt war so viel Platz vorhanden, doch wir wollten alles über die Mitte lösen und rannten uns fest. Es hat keiner die Verantwortung übernommen, aber genau das brauchen wir in den nächsten Wochen“, betont Pischke. Neubrandenburg schien beim 19:15 ein wenig zu wanken, befreite sich aber durch die Treffer des Polen Gajek (22:15), der insgesamt zehnmal für die Fortuna traf.

Grimmen versuchte, mit einer doppelten Manndeckung schnelle Ballgewinne zu forcieren, doch dazu kam es nicht mehr. Der Gastgeber setzte bewusst auf den siebenten Feldspieler und schaffte damit konsequent eine Überzahl. Die Gäste mussten der Tatsache ins Auge sehen, dass an diesem Abend nichts zu holen war. Am Ende verlor der HSV vielleicht ein paar Tore zu hoch mit 21:28. Nun muss die Mannschaft die Niederlage analysieren und die Fehler beim nächsten Spiel in Ribnitz abstellen.

Manuel Müller

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