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Sport Grimmen HSV-Handballer kassieren erste Heimniederlage
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00:00 18.12.2017
Grimmen

. Sie wollten den Bock umstoßen und die letzten zwei Niederlagen vergessen machen – doch anstatt einen Erfolg zu feiern, mussten die Handballer des HSV Grimmen am Sonnabend die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Gegen den Tabellenvierten Güstrower HV unterlag die Heimsieben 21:24 (13:11). Wieder einmal schaffte es der HSV nicht, eine Führung zu verwalten oder schon frühzeitig den Sack zuzumachen. Güstrow war im zweiten Abschnitt deutlich abgezockter, aber vor allem effizienter im Abschluss als die Hausherren.

„So kurz nach dem Spiel ist es immer schwierig, die Ursachen für die Niederlage zu finden. Aber ein Hauptgrund für die Resultate der letzten Wochen ist unsere eklatante Abschlussschwäche. Uns versagen zu oft die Nerven frei vor dem Tor, in den wichtigsten Phasen sind wir einfach zu hektisch und manchmal zu unerfahren“, kommentierte Tim Pischke, der die Partie aufgrund einer Verletzung von den Bank aus verfolgte.

Dabei zeigte das Team aus Grimmen im ersten Abschnitt eine gute Leistung und war von der ersten Minute an präsent. Die in Kritik geratene Abwehr war hellwach und störte frühzeitig den starken Rückraum der Gäste. Damit wurde der GHV oft in ungünstige Positionen gebracht. Grimmen führte schnell mit 3:1 und erhöhte auf 6:3 und 9:5 (14. Minute). „Bis dahin hatten wir nichts zu meckern. Leider hielt das nicht lange an. Danach kamen unsere alten Probleme wieder zum Vorschein. Wir treffen das Tor nicht, und mit jedem Fehlwurf gegen Oliver Mayer zittern die Hände“, sagte Trainer Manuel Abe.

Die Hausherren konnten das eigene Tor sechs Minuten lang sauber halten, nutzten aber selbst die besten Chancen nicht, darunter zwei Siebenmeter. Noch gelang es dem HSV, diese Schwäche mit einer starken Defensive zu kompensieren. Doch genau diese vergebenen Chancen sollten den Gastgebern später das Leben schwer machen. Grimmen hatte Güstrow voll im Griff und hätte schon im ersten Abschnitt vorentscheidend davonziehen können. Es kam aber anders: Der letzte Treffer vor der Pause ging an die Gäste. Der Ball landete beim Top-Torschützen Tim Dethloff, und der nagelte ihn zum 13:11 in die Maschen. „Da haben wir einfach gepennt. Da fehlten die letzte Konzentration und der Wille, diesen Treffer zu verhindern,“ stellte Abe hinterher fest.

Nach der Pause wurde das Spiel aus Sicht der Gastgeber nicht besser. Die Gäste erzielten die ersten beiden Treffer im zweiten Abschnitt und glichen nach langer Zeit aus. Beim HSV begann nun das große Zittern. Und spätestens beim ersten Führungstreffer der Gäste zum 16:15 erinnerten sich die treuen Fans an die letzten Wochen. Die Einheimischen agierten immer hektischer und kamen einfach nicht mehr an Oliver Mayer im Gäste-Tor vorbei. Der GHV baute seinen Vorsprung auf 18:15 und 19:16 aus. „Ganze drei Treffer in fünfzehn Minuten sind einfach zu wenig, wenn du zu Hause punkten willst“, so HSV-Spieler Pischke.

Die Trebelstädter nahmen eine Auszeit – aber es wurde nicht besser. Die Grimmener wirkten nach wie vor verunsichert und machten zu viele Fehler im Spielaufbau. Güstrow erhöhte zehn Minuten vor Schluss auf 21:16. Damit schien die Heimniederlage der Grimmener besiegtelt. Aber die Gastgeber schienen ihre Leidenschaft und den Kampfgeist wieder gefunden zu haben. Nach vier Treffern in Folge war der Anschluss zum 20:21 hergestellt, und mit dem nächsten Angriff gab’s die Chance zum Ausgleich. Doch wieder einmal scheiterte der HSV am Gästekeeper.

Damit lag der Ball erneut bei den Gästen, die Aufholjagd war unterbrochen. Güstrow nutzte die Gelegenheit und zog endgültig davon. Am Ende setzten sich die Gäste verdient mit 24:21 beim HSV Grimmen durch und verschärfen damit die Krise beim heimischen Verein. „Zwar stehen wir immer noch auf dem fünften Rang, doch nach drei Niederlagen in Folge gegen direkte Konkurrenten stehen uns harte Wochen bevor. Zudem erwarten uns im Januar mit Wismar, Stralsund, Schwerin und Neubrandenburg schwierige Gegner“, blickte Trainer Abe voraus.

HSV Grimmen: Granholm, Corswandt – Kladek-Markau 5/1, Kopilow 3, Mainitz 3, Pervölz 3/1, Bornemann 2, Bernhardt 2, Keil 1, Pollex 1, Bentzien 1, Hildebrandt, Köhler.

Manuel Müller

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