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Handballer erspielen ersten Auswärtsieg

Matzlow-Garwitz Handballer erspielen ersten Auswärtsieg

30:21 gewinnen die Männer des HSV Grimmen gegen Matzlow-Garwitz / Trainer Kibscholl hadert dennoch mit der Leistung seiner Männer

Matzlow-Garwitz. Der Auftritt der Handball-Männer des HSV Grimmen beim SV Matzlow-Garwitz lässt sich kurz so zusammenfassen: Aufgabe erfüllt. Zwar lässt das Endergebnis – der 30:21-Sieg der Trebelstädter – auf eine souveräne und starke Leistung in dieser MV-Liga-Partie tippen, aber dies war es bei weitem nicht. „Wir haben heute nur mit halber Kraft gespielt. Wir hatten es unserer starken Abwehr und Tino Corswandt zu verdanken, dass die Partie nicht enger wurde und wir nie in Gefahr geraten sind. Ich bin zufrieden mit den Punkten, aber nicht ganz so zufrieden mit der Leistung meiner Männer“, haderte HSV-Trainer Lars Kibscholl mit dem Spiel.

 

OZ-Bild

Steve Salbrecht (re.), hier im Spiel gegen die Mecklenburger Stiere, erzielte gegen Matzlow-Garwitz acht Tore und gehörte zu den teffsichersten Grimmenern.

Quelle: Anja Krüger

Wenn wir gegen Ribnitz gewinnen wollen, müssen wir uns aber noch steigern.“Lars Kibscholl, Trainer HSV Grimmen

Vor der Partie stand erst einmal das Ungewisse. Welche Mannschaft würde der Gastgeber an diesem Abend aufbieten und spielt eventuell wieder Michael Gutsche, der in der Vorsaison seine Mannschaft fast im Alleingang zu den Siegen geworfen hat? Dieser war zwar in der Halle, aber nur als Zuschauer. Ansonsten trat eine junge und hungrige Mannschaft dem HSV gegenüber, die zu Beginn viel Druck machte, aber schnell ihre Grenze aufgezeigt bekam.

Die HSV-Abwehr stand in allen Mannschaftsteilen und dahinter erwischte Tino Corswandt mal wieder einen Sahnetag. Schon in der Anfangsphase fischte er insgesamt drei Siebenmeter weg und wies damit bis zum Ende der Partie eine Quote von hundert Prozent auf.

Doch um ein Spiel zu gewinnen, müssen auch Tore geworfen werden und damit hatte Grimmen zu Beginn Probleme. Erst nach sechs gespielten Minuten trafen die Gäste zum 1:1-Ausgleich. Nach einer Viertelstunde und der Auszeit durch Matzlow führte der HSV bereits mit 5:2. Abwehrtechnisch hatte Kibscholl nichts zu meckern, doch der Angriff lief einfach zu pomadig und der HSV warf die Bälle teilweise weg. Mit der Einwechselung von Kevin Mainitz und Patrick Plötz kam etwas Schwung in die Partie. Doch Matzlow-Garwitz spielte nun ordentlich mit und bestrafte jede Unachtsamkeit in der Deckung bis zum 5:7 und 7:9.

Es war kein schönes Spiel, was beide Seiten ablieferten. Doch in den letzten Minuten steigerte sich der HSV und kam endlich in die erste und zweite Welle. „Zum Schluss der ersten Hälfte haben wir endlich etwas Tempo und Druck gemacht. Durch die einfachen Tore konnten wir uns wenigstens zur Pause absetzen“, war Kibscholl erleichtert. Mit einer 14:10-Führung, die deutlich höher hätte ausfallen müssen, ging der HSV in die Pause.

Leider wurde die Partie für die anwesenden Zuschauer qualitativ nicht besser. In zehn gespielten Minuten in Hälfte zwei fielen gerade einmal drei Treffer. Eins für den HSV und zwei auf Seiten der Gastgeber (12:15). Matzlow hoffte nun auf die Wende, doch die Hoffnung zerschlug sich schnell. Grimmen machte endlich kurzen Prozess, ließ Ball und Gegner laufen, zog das Spiel breit auf, sodass die Außen immer wieder frei werfen konnten. Durch sieben Treffer in Folge setzte sich der HSV deutlich auf 13:22 ab. „Mit dieser kurzen Phase bin ich richtig zufrieden. Und das ist, was wir spielen können und müssen. Das sah auch nach richtig gutem Handball aus. Doch danach schalteten wir wieder einen Gang zurück und taten nur das Nötigste“, war Kibscholl sauer. Der Gastgeber erzielte drei Treffer in Folge (16:22) und das schmeckte Lars Kibscholl überhaupt nicht. Er nahm die Auszeit, um seiner Mannschaft eine deutliche Ansage zu machen. Seine Worte schienen angekommen zu sein. Grimmen legte wieder einen Zahn zu und baute seinen Vorsprung kurz vor Schluss auf 27:18 aus. Damit war die Partie endgültig durch. Mit dem deutlichen 30:21-Erfolg gegen Matzlow-Garwitz, setzt sich der HSV vorübergehend auf den zweiten Platz fest und zeigte wieder, dass spielerisch noch einiges im Team steckt. „Wir hätten die Partie heute schon in der ersten Halbzeit entscheiden und auch deutlicher gewinnen müssen, ohne despektierlich gegenüber dem Gastgeber zu sein. Kommenden Sonnabend kommt Ribnitz und da müssen wir uns steigern, um die nächste Punkte zu holen“, blickt Kibscholl voraus.

Statistik

7 Tore erzielte der erst 17-jährige Kevin Mainitz aus dem Spiel heraus für die Männer des HSV Grimmen gegen den SV Matzlow Garwitz.

Der HSV Grimmen spielte mit: Tino Corswandt, Maximilian Granholm, Patrick Plötz 3, Carl-Jonas Tschirschwitz 3, Kevin Mainitz 7, Alexander Kopilow 1, Danny Keil 1, Steve Salbrecht 8/1, Martin Pollex 4, Manuel Abé 1, Christian Eggert 1, Silvio Bentzien 1 Zeitstrafen: HSV Grimmen zwei, SV Matzlow Garwitz zwei Siebenmeter: HSV Grimmen 1/2, SV Matzlow Garwitz 0/3

Manuel Müller

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