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Handballer schlagen Zweitliga-Reserve des HC Empor

Handballer schlagen Zweitliga-Reserve des HC Empor

Mit 44:35 gewinnt der HSV Grimmen / Trainer kritisiert die Abwehrarbeit

Grimmen . Alles andere als ein Sieg wäre wohl auch inakzeptabel gewesen für die MV-Liga-Handballer des HSV Grimmen. Mit 44:35 schickten sie die Zweitliga-Reserve des HC Empor Rostock nach Hause. Diese aber war mit lediglich sechs Spielern, darunter Trainer Lothar Goldschmidt (50), und zwei Torhütern angereist. Was für die über 200 Zuschauer ein Spektakel war, gab HSV-Trainer Lars Kibscholl allerdings auch Grund zu Kritik – besonders an der Deckungsarbeit seiner Männer. „Anscheinend können sie sich nur auf eins konzentrieren – auf den Angriff oder die Defensive“, sagte er kopfschüttelnd.

 

OZ-Bild

Christian Eggert kämpft sich durch die Empor-Abwehr. Viermal traf er für den HSV Grimmen. FOTO: ANJA KRÜGER

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Vom Beginn an wurde aber trotzdem klar, dass es eine einseitige Partie werden würde. Denn vor allem im Angriff präsentierte sich der Gastgeber zielstrebig. „Was vergangene Woche gegen den Stralsunder HV II nur bedingt funktionierte, klappte heute ohne Probleme. Fast jeder Wurf war ein Treffer. Dafür haben wir die Abwehrarbeit komplett eingestellt“, kritisierte Kibscholl. Bis zum 6:4 blieben die Gäste noch im Spiel, dann drückte Grimmen weiter auf das Tempo. Martin Pollex, mit elf Treffern letztendlich bester HSV-Torschütze, und Matti Pervölz nahmen jeden Tempogegenstoß gerne an und brachten die Bälle reihenweise im Gehäuse der Rostocker unter.

Dennoch dämpfte Kibscholl die Freude: „Ob Lothar Goldschmidt mit seinen 50 Jahren oder sein Sohn – wir haben es beiden immer wieder zu leicht gemacht. Damit kamen die Gäste zu leicht zu ihren Toren.

Das hat mir überhaupt nicht gefallen“, schimpfte Kibscholl. 16 Treffer erzielten die Hansestädter im ersten Abschnitt und offenbarten immer wieder die Schwächen in der HSV-Deckung. „Mir hat einfach die komplette Spannung in der Deckung gefehlt. So können wir nicht agieren.“ Zum Glück für den HSV, war aber auf den Angriff an diesem Abend Verlass. Von allen Positionen strahlte Grimmen die notwendige Torgefahr aus und erzielte insgesamt 24 Tore in der ersten Halbzeit.

Allerdings änderte sich auch im zweiten Abschnitt nichts am Spiel auf beiden Seiten. Beide Teams vernachlässigten weiterhin die Abwehrarbeit und vermieden jeglichen Körperkontakt. Dies spiegelte sich auch in der Strafenstatistik wieder. Die Schiedsrichter hatten keinerlei Probleme mit der Begegnung und verteilten keine einzige Zeitstrafe. „Ich weiß nicht ob wir uns schonen wollten oder einfach nur Mitleid mit der Empor-Notsieben hatten, aber wir haben alles zugelassen und die Gäste weiterhin machen lassen, was sie wollten“, sagte Kibscholl schon fast ein wenig frustriert. Da Grimmen im Angriff aber jederzeit zulegen konnte, brauchte sich niemand fürchten, dass die Partie noch einmal eine Wende nehmen könnte.

Für die Fans war es ein absolutes Spektakel mit vielen tollen Toren. Doch der HSV-Trainer konnte sich nur die Haare raufen. „Manchmal fühlt man sich einfach machtlos. Da spreche ich klare Sachen in der Pause an, nehme eine Auszeit und appelliere an die Mannschaft und die bleibt trotzdem weiterhin löchrig in der Deckung.“ Aber Grimmen verwöhnte seine Fans mit über vierzig Toren. Der 17-jährige Paul Gutsche gab sein Debüt im Männerbereich und konnte sich mit einigen Glanz-Paraden gut einfügen. Ansonsten war der zweite Spielabschnitt ein Ebenbild des ersten. Der HSV verteidigte seinen Vorsprung und feierte am Ende den zweiten Kantersieg in Folge in eigener Halle. „Nun geht es zum wiedererstarkten Güstrower HV und da müssen wir in der Deckung zur alten Stärke finden“, mahnte Spieler Roman Bernhardt im Hinblick auf die kommende Aufgabe.

HSV Grimmen: Granholm, Gutsche, Pollex 11/2, Pervölz 7, Machel 5, Köhler 4, Eggert 4, Keil 3, Salbrecht 3, Kopilow 2, Tschirschwitz 2, Bernhardt 2, Plötz 1;

Zeitstrafen: keine; Siebenmeter: Grimmen 2/2, Rostock 4/4

Manuel Müller und Anja Krüger

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