Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Handballerinnen beenden Saison mit einer klaren Niederlage

Handballerinnen beenden Saison mit einer klaren Niederlage

Für Trainer Manuel Abé und Spielerin Ann-Carolin Kremser war es die letzte Partie im HSV-Damen-Team

Voriger Artikel
Trebelstädter wollen Heimstärke beweisen
Nächster Artikel
Handball-Männer zittern sich zum Heimsieg

Manuel Abé, der seinen Trainerposten abgegeben hat.

Grimmen Handball / MV-Liga Frauen: HSV Grimmen — Stavenhagener SV 22:30 (9:13) Ausgerechnet im letzten Spiel der Saison und der letzten Partie mit Manuel Abé als Trainer auf der Bank, zeigten die Frauen aus des HSV Grimmen eine der schwächsten Leistungen der Saison und kassierten eine völlig verdiente 22:30-Niederlage gegen Stavenhagen.

Der HSV Grimmen spielte mit:

Hagedorn, Radohs, Koch, Bentzien (6), Riewe (7/2), Stamer (3), Pohle (2), Schacht (2), Kremser (2), Schmidt, J. Stubbe, Kaatz;

Zeitstrafen: Grimmen eine, Stavenhagen fünf, Siebenmeter: Grimmen 3/8, Stavenhagen 3/3

Während bei den Gästen fast alles optimal lief, zeigten sich im HSV-Team immer wieder große Schwächen auf.

Vor der Partie gab es die erste Verabschiedung. Mit Ann-Carolin Kremser verlässt den HSV Grimmen ein Talent Richtung Thüringen. Danach ging die Begegnung los, in der sich beide Mannschaften am Anfang reihenweise Fehler leisteten. Grimmen ging zwar schnell mit 1:0 in Führung, doch danach dauerte es auf beiden Seiten ganze sechs Minuten für einen weiteren Treffer.

Der HSV Grimmen offenbarte zu diesem frühen Zeitpunkt seine größte Schwäche des Tages — die Chancenverwertung. Anstatt frühzeitig ein kleines Polster zu schaffen, ließ er die Gäste nun immer mehr ins Spiel kommen. Die Führung hielt der HSV beim 4:3 und 6:5 noch, doch dann geriet der Gast in Unterzahl. „Was eigentlich ein Vorteil für meine Mannschaft werden sollte, wurde zum Boomerang. Wir haben überhaupt keine Lösung gefunden und uns immer wieder festgerannt in der kompakten Deckung. Unser Überzahlspiel in den ganzen sechzig Minuten war eine Katastrophe“, ging Abé hart ins Gericht.

Die Gäste glichen in der zwanzigsten Minute zum 7:7 aus und zogen anschließend klammheimlich davon. Jeder Fehler wurde nun von Stavenhagen bestraft, wobei die Grimmener Deckung teilweise verunsichert und nicht anwesend wirkte. Mit einem deutlichen 9:13-Rückstand für den HSV ging es in die Kabine. „Ich musste nicht viel sagen. Die Mädels haben sich selbst die Fehler aufzeigt und nochmal gegenseitig motiviert“, berichtete Abé.

Doch der erste Angriff der zweiten Hälfte war dann symbolisch für das ganze Spiel: Grimmen erkämpfte sich schnell den Ball, um ihn dann gleich wieder wegzuwerfen. Stavenhagen war einfach eiskalt und gnadenlos vor dem Grimmener Tor. Die Gäste bauten ihren Vorsprung auf 16:11 aus, ehe kurzzeitig Hoffnung im Grimmener Lager herrschte.

Doch diese verpuffte mit den Folgeangriffen schnell, als der HSV wieder reihenweise an den starken Torhütern aus Stavenhagen scheiterte. Der Tabellennachbar enteilte anschließend auf 15:21 und 16:22 aus Grimmener Sichte, weil der HSV fünf Siebenmeter liegen ließ. „So kann man halt kein Spiel gewinnen. Die Chancen haben wieder für zwei Spiele gereicht und hinten haben wir die Stavenhagener werfen lassen, wie sie wollten“, äußerte sich Manuel Abé unzufrieden.

Zehn Minuten vor Schluss, mussten dann alle in der Halle einsehen, dass Grimmen diese Partie nicht mehr drehen würde. Dafür stimmten zwischenzeitlich die Einstellung und der Kampfgeist nicht.

Am Ende feierten die Gäste aus Stavenhagen einen völlig verdienten 30:22-Sieg und schickten die HSV-Frauen mit einer Pleite in die Sommerpause.

Nach der Partie wurde es nochmal emotional, als Trainer Manuel Abé von seiner Frauenmannschaft verabschiedet wurde. „Sechs Jahre gehen nicht so einfach spurlos an einem vorbei. Dennoch war es eine schöne Zeit — klar, mit Höhen und Tiefen. Aber ich bleibe dem Verein ja erhalten und bin nicht aus der Welt“, rang Abé nach dem Spiel um Worte . Manuel Müller

DREI FRAGEN AN...

1 Warum geben Sie den Trainerposten ab? Ich denke, dass den Frauen eine Veränderung gut tut. Wir haben viel zusammen erreicht. Ich denke, ein neuer Trainer kann den Frauen nun neue Impulse geben.

2 Wer wird ihr Nachfolger? Bis jetzt steht das noch nicht fest. Es gibt Gespräche.

3 Sie bleiben dem Verein erhalten. In welcher Funktion? Zum einen bin ich hier angestellt als Vereinssportlehrer. Trainieren werde ich natürlich weiterhin die F-Jugend und als Spieler vorrangig mit der zweiten Männermannschaft auflaufen.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund

Nach klarer Führung musste die Mannschaft beim Mecklenburger SV aber noch zittern / Zeitweise waren nur zwei Stralsunder Spielerinnen und die Torfrau auf dem Feld

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Grimmen
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.