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Sport Grimmen Inselwettfahrten sind Tradition
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00:05 14.06.2017

Das lassen sie sich nicht nehmen: Christian Zschiesche und Ronny Stieber segeln seit Jahren die Regatta „Rund Hiddensee“ mit. „Ich bin seit 2010 jedes Mal dabei gewesen und Christian ging 1985 zum ersten Mal an den Start“, berichtet Ronny Stieber aus Greifswald. Zusammen mit vier weiteren Segelfreunden machten sich die Eigner der „Matchbox“ – einer 9,90 Meter langen Segelyacht, Typ X 99 – auf den Weg.

Der Kurs halte immer einige Überraschungen bereit. „Die Berufsschifffahrt ist neben Wind und Wetter eine Herausforderung.“ So war es auch dieses Mal. „Heute sind wir gegen den Uhrzeigersinn gefahren“, sagt er. Zwischen Rügen und Hiddensee kam der Crew eine Fähre entgegen. „Bis dahin lieferten wir uns ein enges Rennen mit einer anderen X 99. Aber ein Schiff musste an der Luv-Seite, das andere an der Lee-Seite vorbeifahren“, erklärt Stieber.

Nachdem die Fähre vorübergefahren war, lag die „Matchbox“ gut 50 Meter zurück. „Den Abstand konnten wir auch bis zum Ziel nicht verringern. Sowas kann also entscheidend sein“, sagt der Segler und lacht. Trotzdem sei er vollkommen zufrieden. „Einige aus der Crew sind zum ersten Mal dabei. Dass alle Manöver funktioniert haben, ist schon Grund zur Freude.“ Die Greifswalder umrundeten Hiddensee in 5:44:05 h.

Bei Regatten, an denen mehrere Bootstypen teilnehmen, findet ein sogenannter „Yardstick-Wert“ Anwendung. Die Schiffe bekommen, je nach Bauart und Leistung, einen Koeffizienten zugeteilt. „Bei uns wird also am Ende noch Zeit draufgerechnet“, sagt Stieber. Am Ende stand eine berechnete Zeit von 6:18:07 h und damit Rang drei der Wertungsklasse Yardstick I.

Die Teilnehmer der „Rund Rügen“ starteten am Freitagabend und segelten die Nacht durch. Sie waren zwischen zwölf und 19 Stunden unterwegs. Auch bei dieser Regatta griffen das Yardstick-System sowie die Berechnung nach ORC. So landete beispielsweise die „Imagine“ aus Greifswald mit Steuermann Holger Streckenbach trotz der schnellsten gesegelten Zeit (12:35:51 h) auf Platz fünf der ORC-Gruppe.

Manuela Wilk

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