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Jonas will seine große Chance nutzen

Grimmen Jonas will seine große Chance nutzen

13-Jähriger schleudert den Diskus bereits auf 38,75 Meter

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Jonas Walk (Mitte) mit seinen Trainingskameraden vom JSV Grimmen: Luisa Wittmann, Meike Anders und Steven Rode (v.l.). Vorn ist Maximilian Schwarz.

Quelle: Reinhard Amler

Grimmen. Jonas Walk ist erst 13 Jahre alt und muss schon eine wichtige Lebensentscheidung treffen. Nämlich die, ob er ab September aufs Neubrandenburger Sportgymnasium geht oder nicht.

Mein großes Vorbild ist Robert Harting.“Jonas Walk (13), Diskus-Talent aus Grimmen

„Ich werde das wohl machen“, sagt der Junge. Und es hört sich so an, als sei dies bereits auch ein fester Entschluss. Seine Mutter Susann zweifelt jedenfalls nicht daran, dass ihr Sohn diesen Schritt geht. „Letztlich ist es aber seine Entscheidung“, betont sie. „Aber ich denke, Jonas will weiterkommen.“ Bis Ende April muss der Schüler seine endgültige Meinung mitteilen.

Jonas hat im letzten Jahr die sogenannte Kadernorm im Diskuswerfen erreicht. Im Dezember schleuderte er das Gerät auf sagenhafte 38,75 Meter. Das sind sogar 2,75 Meter mehr, als die Norm für sein Alter vorgibt. Klar, dass man bei solch einer Weite in Neubrandenburg auf das hoffnungsvolle Grimmener Talent aufmerksam wurde.

„Vor einigen Wochen bekam er eine Einladung zum Probetraining. Vor Ostern war er da und nun muss er seine Entscheidung fällen“, erklärt Heike Möller vom JSV Grimmen, bei der Jonas in der Sektion Leichtathletik schon seit vielen Jahren trainiert.

Auch die Lehrerin von der Förderschule, die die jungen Athlete hier betreut, ist natürlich stolz auf ihren Schützling. „Wir sind nur ein kleiner Verein“, sagt sie. „Da kommt es nicht jeden Tag vor, dass jemand solche Normen durchbricht.“ Sie freue sich sehr für Jonas, sagt Heike Möller.

Und der hat keine Bange vor der neuen, nicht einfachen Herausforderung. Auch nicht vor dem Internat, in dem er dann von montags bis freitags allein leben wird. Ganz ohne Eltern und auch ohne Freunde.

„Die finden sich wieder“, zeigt sich der Junge bereits sehr selbstbewusst. „Mein Bruder Lukas ist in Rostock auf der Sportschule.“, erzählt er. „Bei dem funktioniert das auch alles sehr gut “, räumt der Schüler alle Zweifel aus.

Sein 16 Jahre alter Bruder ist Speerwerfer, auf deren Ausbildung sich das Rostocker Sportgymnasium spezialisiert hat. Auch er ist ein hoffnungsvolles Talent.

„Außerdem kenne ich auch schon Leute in Neubrandenburg“, schiebt der 13-Jährige gleich hinterher. Fragt man den jungen Mann nach seinem sportlichen Vorbild, kommt natürlich prompt die Antwort:

„Robert Harting.“ Jeder kennt den Olympiasieger sowie mehrfachen Welt- und Europameister, der sich nach seinem Sieg immer die Trikots vom Leibe zerrt. Ob Jonas es soweit bringt, wird sich zeigen.

„Er hat eine besondere Athletik und ein feines Händchen für den Diskus“, bescheinigt Heike Möller dem jungen Mann große Begabung, die sich bei entsprechender Förderung natürlich weiter entwickeln lässt. Der JSV Grimmen habe dazu natürlich nur beschränkte Möglichkeiten, weil er kein Trainingsstützpunkt ist und in der Sektion Leichtathletik auch mehrere Disziplinen bedient. Jonas ist hier Blockmehrkämpfer. Das heißt, er trainiert neben den Wurfdisziplinen, wozu noch Kugelstoßen gehört, auch Sprint, Hürden und Weitsprung.

Im Moment freut sich Heike Möller besonders auch noch darauf, endlich wieder ins Freie gehen zu können, weil man in der Halle schon eingeschränkt ist, wie sie zugibt. Am 30. April beginnt die Freiluftsaison, die ihre Höhepunkte in den Landesmeisterschaften für die jeweiligen Altersklassen im Juni und Juli in Rostock, Neubrandenburg und Schwerin haben wird.

Von Reinhard Amler

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