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Sport Grimmen Judoka erkämpfen erste Punkte
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00:00 08.05.2017
Nils Patzenhauer (oben) sichert dem KSV mit seinem Sieg den wichtigen Punkterfolg gegen das Team vom PSV Berlin. Quelle: Fotos: Manuela Wilk
Grimmen

Die Judoka des KSV Grimmen sind erfolgreich in die Regionalliga gestartet. „Unser Ziel war es, zumindest Vierter zu werden. Das haben wir geschafft“, sagt Hannes Päplow und scheint stolz auf sein Team zu sein. „Wir wussten vorher, dass es nicht leicht wird“, meint der 22-Jährige. Weil am vergangenen Wochenende mehrere Termine anstanden, konnte der KSV personell nicht aus dem Vollen schöpfen.

KSV Grimmen muss zum Saisonauftakt auf Sportler verzichten / Hannes Päplow erstmals Teamleiter

Für Hannes Päplow war es noch aus einem anderen Grund ein besonderer Tag. Er vertrat beim Saisonauftakt seinen Vater Ralf Päplow als Mannschaftsleiter. Der begleitete Vereinsmitglieder zum Bundessichtungsturnier. So war Hannes für das Team des KSV verantwortlich. Er allein entschied, wer aus dem Kader zu welchem Duell antreten durfte.

Im ersten Wettstreit standen die Grimmener dem Team des BC Lauchhammer gegenüber. Insgesamt sind sechs Teams in der Judo-Regionalliga Nord-Ost vertreten. Gekämpft wurde in zwei Gruppen à drei Teams.

Jeweils sieben Sportler eines Vereins, in unterschiedlichen Gewichtsklassen, standen sich gegenüber.

Für den KSV ging auch Felix- Leopold Fischer auf die Tatami. Der 18-Jährige begann als kleiner Junge mit dem Kampfsport. Er schätze vor allem die gute Gemeinschaft unter Judosportlern. „Außerdem trainiert man damit den ganzen Körper“, sagt er. In der Regionalliga anzutreten, sei etwas Besonderes. „Immerhin kämpft man für ein Team. Und da macht man sich auch ein wenig Druck“, gesteht der Judoka.

Gerade bei den Grimmenern kam es auf jeden Sieg an. „Wir starten heute jedes Mal mit einem Punkt Rückstand, weil unser Kämpfer in der Klasse bis 60 kg sein Gewicht nicht gehalten hat“, sagt Päplow.

Um zu gewinnen, musste der KSV also von sechs übrigen Duellen vier für sich entscheiden. Gegen das Team vom BC Lauchhammer hatten die Heimkämpfer aber kaum Chancen. Die Gegner setzten sich mit 5:2 klar durch. Danach mussten die Grimmener gegen den PSV Berlin antreten.

„Die können wir schlagen“, meinte Hannes Päplow. Die ersten Kämpfe liefen sehr gut für den KSV. Paul Päplow, Alex Meier und Ole Patzenhauer besiegten ihre Gegner in wenigen Sekunden – sie schafften es, ihre Kontrahenten auf den Rücken zu werfen. „Möglich ist auch, den Gegner 20 Sekunden am Boden festzuhalten“, erklärte der junge Sportler. Mit Festhalten, Hebeln und sogar Würgegriffen versuchen die Sportler, ihr Gegenüber zur Aufgabe zu zwingen.

Carlo Stühle und Johannes Müller waren den Berlinern unterlegen. So stand es nach fünf Kämpfen unentschieden. Nun lag es an Kapitän Nils Patzenhauer, seinem Team zum Sieg zu verhelfen. Der Judoka lieferte sich ein erbittertes Duell. „Los Nils“, feuerten ihn die Grimmener an. „Du musst dich konzentrieren“, rief Mannschaftsleiter Päplow.

Dann schaffte es der KSV-Kämpfer fast, seinen Gegner auf den Rücken zu werfen. Jubel brach aus. Die Kampfzeit von vier Minuten war aber noch nicht um. Nils Patzenhauer brachte seinen halben Punkt aber über die Zeit und holte sich so den Sieg. Mit diesem 4:3-Erfolg zog der KSV als zweiter seiner Gruppe ins Halbfinale ein. Dort mussten sich die heimischen Sportler aber zuerst der Kampfgemeinschaft MV und in der Partie um Platz drei dem TSV Rudow geschlagen geben. „Unsere Jungs haben stark gekämpft, aber sich immer wieder ihren Griff kaputt machen lassen“, bewertete Päplow die Leistung.

Jetzt heißt es, weiter trainieren und am 24. Juni erneut angreifen.

Nach dem ersten Wettkampftag liegt der KSV auf Platz vier

Die Judo-Regionalliga Nordost läuft über drei Wettkampftage. So sieht die Tabelle nach dem Saisonauftakt aus:

1. Platz Kampfgemeinschaft MV

2. BV Lauchhammer

3. TSV Rudow

4. KSV Grimmen

5. SC Dynamo Hoppegarten

6. PSV Berlin

Die nächsten Duelle

in dieser Saison:

An den kommenden Wettkampftagen

fahren die Judoka am 24. Juni zunächst nach Berlin-Rudow und am 9. September ins brandenburgische Lauchhammer.

Manuela Wilk

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