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01:55 26.08.2014
Insgesamt 310 Schwimmer gingen beim diesjährigen Vilm-Schwimmen an den Start. Auf Grund starken Windes und dem damit verbundenen starken Wellengang wurde ein Ausweichkurs im Lauterbacher Hafen geschwommen. Quelle: Rico Nestmann

Schwimmen. Es war eines der kältesten Langstreckenschwimmen dieses Sommers: Bei nur 17 Grad Wassertemperatur wagten sich beim 16.

Internationalen Vilm-Schwimmen, präsentiert von der OSTSEE-ZEITUNG, am Sonnabend 310 Aktive, darunter 36 Schwimmer aus der Stralsunder Region, in die Fluten des Rügischen Boddens. Da zu der Kälte auch noch Wind und Wellen kamen, sahen sich die Organisatoren zu einer Streckenänderung gezwungen: Statt der 2,5 Kilometer langen Strecke von der Insel Vilm in den Lauterbacher Hafen mussten die Teilnehmer in diesem Jahr eine Notvariante im Hafenbecken absolvieren, nachdem auch ein Dreieckskurs vor dem Hafenbereich wegen hohen Wellengangs nicht realisierbar war. „Aber wir wollten den Schwimmern, die teilweise weite Anreisen auf sich genommen haben, auf jeden Fall die Möglichkeit geben, das 16. Vilm-Schwimmen zu absolvieren“, so Cheforganisator Torsten Thiede.

„Die Entscheidung, das Schwimmen in den Hafen zu verlegen, war genau richtig. Es war wegen der Wellen wirklich schwierig zu schwimmen. Das haben wir selbst auf der verkürzten Strecke im Hafenbereich zu spüren bekommen“, sagt Thomas Pult, stellvertretender Chefredakteur der OSTSEE-ZEITUNG. Der 37-jährige Stralsunder nimmt bereits seit Jahren am Vilm-Schwimmen teil. So kalt und kabbelig habe er den Bodden aber noch nie erlebt.

So sorgten die vor dem Start durchgeführten Temperaturmessungen im Hafenbecken dafür, dass das angesetzte Vilm-Schwimmen für Kinder abgesagt werden musste. „Um die Kinder in den Wettkampf über verschiedene Kurzstrecken schicken zu können, brauchen wir eine konstante Wassertemperatur von mindestens 18 Grad Celsius. Heute waren es aber nur 17 Grad“, begründet Thiede. Die meisten Eltern arrangierten sich mit der Situation und bewerteten die Entscheidung der Organisatoren als richtig.

Selbst der zweimal zu bewältigende Rundkurs von insgesamt 1900 Metern Länge hatte es noch ziemlich in sich. Vorjahressieger Tom Maron stieg auch in diesem Jahr als Erster aus dem Wasser, fühlte sich aber gar nicht gut. Erste Interviews direkt nach dem Schwimmen wehrte der Bremer ab. Er wolle sich nach gut 20 Minuten im 17 Grad kalten Wasser erst einmal aufwärmen.

Trotz der geringen Wassertemperaturen gab keiner der 310 Teilnehmer vorzeitig auf. Die „Hartgesottenen“ sowieso nicht. „Es war schon ziemlich kalt. Aber das war noch nichts im Gegensatz zum Wismarbucht-Schwimmen einen Tag später“, findet Michael Remke. Der Stralsunder wagte nach der „erfrischenden“ Erfahrung auf Rügen am Sonntag einen weiteren Sprung ins kalte Wasser. Die Ostsee vor Wismar war noch einmal zwei Grad kühler.

• Ein Video sowie eine Bildergalerie zum Vilm-Schwimmen 2014 gibt es auf

www.ostsee-zeitung.de

Renald Ahrends erneut schnellster Stralsunder
Gesamtsieger: Tom Maron (21:12 min, Bremen), Tina Pauline Kehlitz (22:25 min, Wittenberg)
Stralsunder Platzierungen:

Ak 1 w: 9. Maraike Hermes (33:44 min, Groß Mohrdorf); 13. Lisa Alexandra Adam (37:02 min, Stralsund)
Ak 2 m: 10. André Behling (34:20 min, Steinhagen); 21. Björn-Arne Polzin (43:52 min, Altefähr); 23. Tom Kolbe (44:15 min, Stralsund)
Ak 2 w: 8. Tina Kopplin (35:52 min); 10. Kathleen Golle (40:21 min); 19. Eva Oelke (50:53 min, alle Stralsund)
Ak 3 m: 11. Renald Ahrens (32:26 min); 14. Thomas Pult (33:28 min); 15. Thomas Scheibe (34:30 min); 27. Jürgen Hartmann (38:36 min); 29. Holger Ermel (38:45 min); 36.
Mattias Kindler (40:53 min); 38. Dirk Gorgs (41:30 min, alle Stralsund); 40. Thomas Brunk (42:03 min, Altefähr); 41. Frank Bollnow (42:50 min, Stralsund); 44. André Frießlich (44:25 min, Altefähr)
Ak 3 w: 22. Sandra Vogt (44:13 min); 31. Jacqueline Jenning (55:15 min, beide Stralsund)
Ak 4 m: 14. René Köster (34:25 min); 16. Michael Remke (35:10 min, beide Stralsund); 22. Frank Leeder (37:54 min, Zarrendorf); 26. Andreas Golle (39:23 min); 28. Bernd Buxbaum (39:58 min); 37. Wolf Thormeier (42:45 min); 44. Klemens Ströher (45:47 min); 46. Bernd-Peter Rahner (46:09 min); 47. Siegfried Nickel (47:14 min, alle Stralsund); 51. Manfred Puder (47:56 min, Klausdorf); 55. Hartmut Börsch (50:08 min, Stralsund)
Ak 4 w: 3. Irene Malenke (33:41 min, PSV Stralsund), 4. Kristina Schotte (33:51 min, Zimkendorf); 13. Petra Naujokat (42:15 min, Stralsund)
Ak 5 m: 4. Manfred Unger (33:49 min); 14. Walter Holz (47:48 min, beide Stralsund)



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