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Kegler beweisen starke Nerven

Kegler beweisen starke Nerven

Bei den Landesmeisterschaften in Kiel erkämpft der KV Grimmen drei Medaillen / Hannelore Liedtke und Bernhard Brandt qualifizieren sich für den Vergleich auf Bundesebene

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Gewannen die Medaillen für den KV Grimmen: Hannelore Liedtke (Gold), Bernhard Brandt (Silber) und Annette Buck (v. l., Bronze).

Quelle: Katja Näther

Kiel Kegeln Auf den Punkt fit sein und Nerven wie Drahtseile haben — das wurde den Keglern des KSV Grimmen bei den Landesmeisterschaften im Bohlekegeln in Kiel abverlangt. Und sie meisterten ihre Wettkämpfe mit Bravour. Mit insgesamt drei Medaillen kehrte die vierköpfige Delegation des KV Grimmen zurück.

Ich hatte wohl heute einfach das bessere Händchen.“Hannelore Liedtke (72), Landesmeisterin Bohlekegeln

Dabei bewies vor allem Hannelore Liedtke (72) in der Altersklasse „Damen C“ (ab 70 Jahren), dass sie ein Fuchs ist. Im letzten Wurf des Wettkampfes — durch eine kleine technische Raffinesse — sicherte sie sich zum vierten Mal in Folge den Landesmeistertitel und damit die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. „Ich hatte wohl einfach das bessere Händchen“, meinte die Seniorin salopp, jedoch war ihr die Freude über die Titelverteidigung deutlich anzusehen.

Die Grimmenerin wurde bei ihren Konkurrentinnen als große Favoritin gehandelt. Nahezu im gesamten Spielverlauf — es wurde ein Durchgang über 12 Bahnen gespielt — lag das Starterfeld sehr eng beieinander. Von Bahn zu Bahn ging es punktemäßig auf und ab, sodass hier wirklich der 120. und letzte Wurf über Sieg und Niederlage entschied. Die Seniorin zeigte trotz großer Aufregung starke Nerven, nutzte die ersten Sekunden, um einen Blick auf ihre stärkste Konkurrentin aus Schwerin zu werfen, und schob als letzten Wurf eine Acht. Ihrer Gegenerin, die direkt auf der Nebenbahn kegelte und bis zum vorletzten Wurf gleich auf lag, gelang nur eine Sechs. Somit ging der Landesmeistertitel mit 841 Holz erneut nach Grimmen Nicht weniger spannend gestaltete Kreismeister Bernhardt Brandt seinen Wettkampf. Erstmals startete er in der Altersklasse der Herren B (ab 60 Jahre). Hier wurden aufgrund der großen Teilnehmerzahl zwei Durchgänge gespielt. Im ersten Durchgang legte der Neubrandenburger Martin Simdorn 894 Holz als bestes Ergebnis vor. Bernhard Brandt hatte sich die Bahn vorher genau angeschaut und kam von Anfang an sehr gut zurecht. Durch Kraft und Präzision sammelte er wertvolle Punkte, ohne sie durch Fünfen und Vieren einzubüßen. In einem packenden Finish auf den letzten beiden Bahnen standen als Endergebnis satte 882 Holz zu Buche. „Ich war gut drauf heute, alles lief wie am Schnürchen“, freute er sich über seinen grandios erkämpften Vizemeistertitel in der Altersklasse, der ihm ebenfalls die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften ermöglicht.

Die beiden Damen des KV Grimmen (bis 50 Jahre) mussten sich zunächst im Vorlauf für den Endlauf qualifizieren. Bei 24 Starterinnen belegte Annette Buck im ersten Durchgang mit 877 Holz den vierten Rang und Katja Näther im zweiten Durchgang mit 863 Holz den siebten Rang. Das bedeutete, dass beide Grimmenerinnen im Endlauf antreten durften. „Das ist für mich total überraschend, im Endlauf zu sein“, sagte Katja Näther. „Ich bin derzeit konditionell nicht so gut drauf“, gestand sie. Nach einer Spielpause, in der andere Altersklassen starteten, wurde in einem ebenso packenden Endkampf schließlich um die Medaillen gekämpft. „Uns war klar, nach diesem guten Vorlaufergebnis war für Grimmen heute noch eine Medaille in greifbarer Nähe“, meinte Katja Näther im Nachhinein. Wenn da nicht die megastarke Konkurrenz gewesen wäre.

Annette Buck aber war super fit und nach dem großartigen Vorlaufergebnis besonders motiviert. Sie sammelte im Endlauf von Wurf zu Wurf wertvolle Punkte. Alles war drin, die Spannung stieg ins Unermessliche. Die letzte Bahn entschied. Jeder Wurf zählte. Konzentration war das A und O. Die drei besten aus dem Vorlauf spielten direkt nebeneinander. Eine Vier in der letzten Zehner-Reihe hatte entschieden. Die Silbermedaille war futsch, aber mit 881 Holz die Bronzemedaille erkämpft. „Bis zur zehnten Bahn lag ich in Führung. Natürlich habe ich mich geärgert. Aber wirklich nur ganz kurz“, sagte Annette Buck. Denn letztendlich überwog die Freude über die Medaillen, „mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe“, berichtete sie.

Katja Näther kam in der Endabrechnung mit 853 Holz schließlich auf Platz neun — punktgleich mit der Achtplatzierten. Als Vereinsvorsitzende des KV Grimmen und natürlich auch persönlich freue sie sich außerordentlich über das gute Abschneiden der Grimmener Kegler bei diesem Wettkampf.

Von Jörg Näther und Anja Krüger

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