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Kollektiver Aussetzer beim HSV Grimmen

Grimmen Kollektiver Aussetzer beim HSV Grimmen

Handballer wirken gegen Ribnitzer HV hilflos und unterliegen deutlich mit 26:35

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Trainer Lars Kibscholl appellierte immer wieder an die Leidenschaft und den Elan seiner Schützlinge – vergeblich.

Quelle: Tommy Bastian

Grimmen. Die letzten Wochen haben es schon angedeutet, als die Mannschaft gegen Schwerin und Matzlow zwei schlechte Spiele absolvierte, aber dennoch die Punkte holte. Am Sonnabend folgte das nächste schlechte Spiel des HSV Grimmen, doch dieses Mal zeigte der Ribnitzer HV dem Gastgeber die Grenzen auf und gewann in der Höhe auch völlig verdient gegen konsternierte Trebelstädter. „Es war zwar nur eine Niederlage. Doch die schmerzt richtig wenn wir über die Art und Weise reden. Ich habe es immer wieder angedeutet, dass es nicht mit halber Kraft und ohne Leidenschaft geht. Wie es funktioniert, haben uns die Gäste über sechzig Minuten gezeigt. Ich hoffe dass dies ein kleiner Hallo-Wach-Effekt war“, so Trainer Lars Kibscholl nach der Pleite.

Ich habe es immer wieder angedeutet, dass es nicht mit halber Kraft und ohne Leidenschaft geht.“Lars Kibscholl, Trainer

Dabei waren die Voraussetzung für ein Spitzenspiel mehr als optimal. Nach langer Zeit platzte die Halle aus allen Nähten und die Stimmung war lange nicht mehr so gut. Leider übertrug sich dies nicht auf das Spiel des Gastgebers. Diese verpennten die Anfangsphase vollends und lagen schon nach wenigen Minuten mit 1:5 zurück. In der Deckung fand der HSV nie zur gewohnten Form und ließ die Rückraumakteure vom RHV schalten und walten. Diese erwischten allerdings auch einen guten Tag und trafen fast nach Belieben.

„Dass sie natürlich trafen wie sie wollten, lag auch daran, dass wir sie ohne Körperkontakt werfen lassen haben. Das geht gegen so einen guten Rückraum einfach nicht“, war Kibscholl frustriert.

Dennoch kämpfte sich sein Team wieder in die Partie (7:8), offenbarte aber weiterhin viele Probleme, nicht nur in der Deckung, sondern auch im Angriff. Sechzig Minuten lang fehlte jegliche Struktur im Angriffspiel des HSV. Grimmen kam einfach nicht mit der offensiven und beweglichen 5:1 Deckung des RHV zurecht und machte immer wieder einfache Fehler im Spielaufbau. Das spielte den schnellen Gästen natürlich in die Karten, die sich dann wieder auf 7:10 und 8:12 absetzen konnten. Bis zur Pause änderte sich weiter nicht viel im Spiel des HSV, so dass es mit einem 13:16 Rückstand in die Pause ging.

Dennoch waren die Zuschauer weiterhin guten Mutes, dass der HSV die Partie noch drehen kann. Denn gegen Schwerin lag das Team zur Pause gar mit 10:16 hinten. „Und daran habe ich die Mannschaft auch erinnert. Dass wir weiterhin noch dreißig Minuten Zeit haben – aber es nur mit einer anderen Einstellung schaffen und wenn wir mit viel mehr Schwung aus der Kabine kommen“, zeigte sich Kibscholl Hoffnungsvoll.

Doch den Schwung und die Emotionen ließen seine Jungs weiterhin vermissen. Statt von Minute zu Minute zu verkürzen, traf der RHV dreimal in Folge und baute den Vorsprung auf 13:19 aus. Dann kam ein letztes Mal Hoffnung auf, als Grimmen auf 16:20 und 17:21 verkürzen sollte. Allerdings sollte die Hoffnung in den nächsten zehn Minuten vollkommen zerplatzen. Grimmen wirkte hilflos und wollte mit dem Kopf durch die Wand. Es klappte auch gar nichts mehr und der eingewechselte Andreas Lürken bei den Gästen, raubte dem HSV noch den letzten Nerv. Die Gäste spielten munter auf, ließen die HSV-Abwehr immer öfter alt aussehen und baute den Vorsprung auf sage und schreibe 19:29 aus. Jetzt waren nur noch die Ribnitzer Anhänger in der Halle zu hören.

„Das ist nicht der HSV den wir kennen. Das war schon erschreckend und ein wenig peinlich was wir unseren Fans geboten haben. Und da müssen wir uns alle im Team hinterfragen, was da los war und endlich den Schalter für die nächsten Wochen umlegen“, ging Spieler Abé mit sich und dem Team hart ins Gericht. Die Partie war damit natürlich acht Minuten vor Schluss durch. Auch wenn der HSV mit einer offensiven Deckung nochmal alles versuchte, es sollte keine Ergebniskosmetik mehr gelingen, da Grimmen weiterhin ins offene Messer rannte.

Am Ende kassierte der HSV eine deutliche und verdiente 26:35 Klatsche gegen starke und effektive Ribnitzer an diesem Abend. „Allerdings sollten wir jetzt vorsichtig sein und nicht auf alles einprügeln. Wir werden das Spiel auswerten und wissen nun, woran wir wieder arbeiten müssen. Dennoch liegen wir mit unseren 6:4 Punkten im Soll und werden in den nächsten Wochen wieder eine Reaktion zeigen“, so Kibscholl.

Statistik

Der HSV Grimmen spielte mit: Corswandt, Granholm – Betzin 1, Eggert 3, Kopilow 2, Pollex 6/4, Keil, Tschirschwitz 5; T. Hagedorn 2, Machel 1, Abé 2, Mainitz 1, Plötz 2 und Köhler 1

Der Ribnitzer HV spielte mit: Kleinecke (bis 30. und bei einem Siebenmeter in der zweiten Halbzeit), Lürken (ab 31.) – Dukart 5, Jacobsen 10, Meyer 4, Voss 2, Brandt 3, Wiegratz 8/6 und Sohn 3

Siebenmeter: HSV 4/4, RHV 6/6

Strafminuten: HSV 10, RHV 10

Zuschauer: 199

Weitere Ergebnisse: SV Mecklenburg Schwerin II – SV Warnemünde 21:23, Empor Rostock II – Stralsunder HV II 24:26, SV Einheit Demmin – SV Matzlow-Garwitz 29:23, Stavenhagener SV – Güstrower HV 21:20

Manuel Abé

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