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Männer verlieren zum Saisonende

Männer verlieren zum Saisonende

Dem SV Warnemünde überlässt der HSV Grimmen sowohl die Punkte als auch den vierten Tabellenplatz

Grimmen Handball / MV-Liga Männer: HSV Grimmen — SV Warnemünde 29:30 (16:18) Das war sie also, die Saison 2015/2016 in der MV-Liga der Männer. Im letzten Saisonspiel präsentierte sich eine völlig andere Grimmener Mannschaft, als noch beim grandiosen Sieg in Schwerin in der Vorwoche. Grimmen lief von der ersten Minute einem Rückstand hinterher und verlor am Ende — ob verdient oder nicht — mit 29:30 und damit die zweite Partie gegen Warnemünde mit einem Tor Unterschied. Beide Teams tauschten wieder die Plätze in der Tabelle, sodass sich der Gast nicht nur über den Auswärtssieg freuen konnte, sondern auch den vierten Rang in der Endabrechnung eroberte.

 

OZ-Bild

Die Warnemünder Abwehr hindert Roman Bernhardt am Abschluss.

Quelle: Anja Krüger

Wer es nicht schafft, einmal in Führung zu gehen, braucht sich im Nachhinein nicht beschweren.“Lars Kibscholl, Trainer HSV Grimmen

„Ich sage eigentlich wenig über Schiedsrichter nach der Partie. Aber das war heute schon ganz schwach, was die beiden abgeliefert haben. Nichtsdestotrotz haben wir nicht gut gespielt und müssen die Schuld bei uns selber suchen. Wer es nicht schafft, einmal in Führung zu gehen, braucht sich im Nachhinein nicht beschweren“, kritisierte HSV-Trainer Lars Kibscholl. Aber zu offensichtlich war die einseitige Verteilung der Siebenmeter und Strafen. Warnemünde erhielt sechs Siebenmeter, während der HSV Grimmen nur drei zugesprochen bekam. Grimmen kassierte sieben Zeitstrafen und die Gäste lediglich zwei, obwohl beide Teams sehr hart deckten.

Beiden Teams war anzumerken, viel konnten sie nicht mehr erreichen. Doch wollte sich niemand mit einer Niederlage aus der Saison verabschieden. Es ging von Beginn an ordentlich zur Sache, womit die beiden Unparteiischen über sechzig Minuten ihre Probleme hatten und nicht nur die Halle, sondern auch beide Mannschaften gegen sich aufbrachten. Warnemünde machte aber aus dieser Situation das Beste und versuchte, einfach Handball zu spielen. Nach der schnellen 2:0-Führung bauten sie ihre Führung in den weiteren Minuten bis auf 7:4 aus. Die starke Grimmener Deckung aus den Vorwochen hatte ganz große Probleme mit den schnellen Spielern der Gäste und vor allem ein ganz großes Problem mit dem Rückzusgsverhalten. Warnemünde bestrafte jeden freien Raum und blieb bis zum 9:6 aus eigener Sicht vorn.

Dann kam Grimmen ein wenig besser in die Partie und konnte mit drei Treffern in Folge zum 9:9 ausgleichen. Die rappelvolle Halle wachte nun auch auf und versuchte, die Mannschaft weiter nach vorn zu peitschen. Die Mannschaft aus Grimmen nahm dies aber nicht an. Immer wieder ließen die Trebelstädter zu viele einfache Treffer zu und mussten beim 11:13 wieder dem Rückstand hinterherlaufen. Aber nicht nur, dass die Abwehr nicht passte, auch im Angriff sah man auf Grimmener Seite schon deutlich bessere Spiele. Es mussten immer wieder Einzelaktionen her, die dann zum Tor führten. Bis zur Halbzeit änderte sich daran nichts, sodass es beim Stand von 15:17 in die Pause ging. „In der Kabine wurde es laut. Ich musste die Mannschaft mal wachrütteln. Die Halle ist voll und wir spielen so ein Käse. So können und wollen wir uns nicht verabschieden“, schimpfte Roman Bernhardt sauer über die erste Hälfte.

Aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte wurde es nicht besser. Im Gegenteil. Der Rückstand der HSV-Sieben wuchs nur auf drei Tore an (16:19, 19:22). Es sollte nun ein Geduldsspiel werden, in dem Grimmen einfach seine Nerven im Griff haben und sich auf seine Stärke konzentrieren sollte. Das gelang nicht allzu oft. Nach 45 Minuten stand der HSV sogar nur mit drei Spielern auf dem Feld. Die Halle war wieder da und die Gäste schafften es, lediglich einen Treffer in dieser Zeit zu erzielen (22:25). Und diesen nur vom Punkt.

Angestachelt von dieser Situation, fing Grimmen endlich an zu kämpfen und holte Tor um Tor auf. Beim 26:26 gelang dem Gastgeber der ersehnte Ausgleich, doch den Führungstreffer verpasste Grimmen.

Warnemünde zeigte sich in dieser Phase wieder abgezockt und baute den Vorsprung wieder auf drei Tore aus aus.

Jetzt wurde es nicht nur hektisch, sondern auch spannend. Die Partie war noch nicht gelaufen. Grimmen holte den Rückstand wieder auf und war beim 28:29 und dem 29:30 wieder dran, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Der Gastgeber hatte nach einer Auszeit den letzten Angriff. Doch nach einem Fehlabspiel am Kreis war die Partie gelaufen. Warnemünde feierte, während Grimmen zu Boden sank. „Es ging zwar nur um den vierten Platz, dennoch wollte wir uns vor unseren fantastischen Fans mit einem Sieg verabschieden. Das ist leider nicht gelungen. Jetzt nutzen wir erstmals die Sommerpause und versuchen, gestärkt wiederzukommen“, sagte Lars Kibscholl zuversichtlich.

Was den Grimmenern zum Saisonabschluss als Fazit bleibt: Die Mannschaft zeigte zu oft wechselhafte Leistungen und musste sich am Ende der Spielzeit mit einem fünften Rang begnügen.

Statistik

Der HSV Grimmen spielte mit: Stefan Köpke, Stephan Hase, Tino Hagedorn (2 Tore), Manuel Abé (6), Steve Salbrecht (6/3), Martin Pollex (2), Roman Bernhardt (4), Bastian Köhler (1), Matti Pervölz (2), Carl Jonas Tschirschwitz (2), Alexander Kopilow (3), Johann Bornemann, Moritz Hildebrandt, Patrick Plötz

Zeitstrafen: Grimmen sieben, Warnemünde zwei

Siebenmeter: Grimmen 3/3, Warnemünde 4/6

Von Manuel Müller

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