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Mathias Schuck: Es war wie ein Knock-out

Mathias Schuck: Es war wie ein Knock-out

Gegner Marian Dimitrov aus Bulgarien musste den Kampf wegen einer Knieverletzung absagen

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Mathias Schuck (r.) und OZ-Reporter Raik Mielke während des gestrigen Interviews.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen Die „Fight-Night“ am vergangenen Sonnabend in Rostock (die OZ berichtete) sollte eigentlich eine atemberaubende Nacht werden, doch der Grimmener MMA-Kämpfer Mathias Schuck (MMA steht für Mixed Martial Arts; deutsch: gemischte Kampfkünste) erlitt einen schweren Knock-out. Jedoch nicht im Ring, sondern bereits am Tag zuvor, am Telefon. Der Kampf wurde kurzfristig abgesagt.

Ist der erste Schock abgeklungen oder haben Sie immer noch mit der Absage zu kämpfen?

Mathias Schuck: Heute bin ich ziemlich platt. Die Anspannung ist jetzt komplett weg und ich blicke sachlicher auf die Geschehnisse.

Dies sah am Freitag sicher ganz anders aus?

Schuck: Definitiv. Als ich die Nummer des Veranstalters auf dem Display meines Handys gesehen habe, wusste ich es konnte nichts Gutes sein. Mit der Nachricht, dass der Kampf ausfällt, bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Es war wie ein Kartenhaus, welches nach unendlich erscheinender Aufbauzeit in Sekundenbruchteilen zusammenfällt.

Was war der Grund für die Absage?

Schuck: Mein Gegner hat sich wohl in der letzten Trainingswoche am Knie verletzt. Das kann natürlich immer mal passieren und jeder kann in die Situation kommen, einen Fight absagen zu müssen.

Aber in diesem speziellen Moment fühlte es sich ganz einfach ungerecht an.

Inwiefern ungerecht?

Schuck: In dem Sinne, dass ich acht Wochen für diese eine Nacht in Rostock gelebt und gearbeitet habe. Ich, Trainer und viele Freunde haben so viel investiert, damit ich auf den Punkt optimal vorbereitet bin. Dann habe ich noch drei Wochen eine Erkältung mit mir rumgeschleppt. Und wenn man dann wenige Stunden vor dem Wiegen diese Nachricht bekommt, ist es schwer, dies zu akzeptieren.

Gibt es von Ihrer Seite aus einen Vorwurf gegen den Veranstalter?

Schuck: Nein. Die Nachricht, dass er nicht kämpfen kann, kam wohl schon zu Beginn der Woche. Aber es wurde alles dran gesetzt, einen Ersatzmann zu finden. Sowohl in der deutschen MMA-Szene, als auch international war jedoch niemand bereit, so schnell einzuspringen. Dies kann ich aber auch verstehen. Ich selber habe mich acht Wochen vorbereitet. Wenn du nicht optimal vorbereitet bist, gehst du vor solch einer Kulisse nicht einfach in den Ring und lässt dich verhauen.

Waren die acht Wochen denn jetzt komplett umsonst?

Schuck: Ich bin in absoluter Topform und kann jetzt nicht kämpfen, so dass man das Gefühl hat, alles war für die Katz. Aber mein Trainer-Team und ich wollen zeitnah einen Gegner und eine Veranstaltung finden. Damit ich aber jetzt schon ein bisschen die aufgestaute Energie abbauen kann, werde ich mir in den nächsten Tagen ein Grappling-Turnier suchen, an dem ich teilnehmen kann. Hier geht es nicht ums Schlagen, sondern um einfache Griffkämpfe am Boden.

Waren Sie trotzdem bei der Fight Night oder wie haben Sie den Kampfabend verbracht?

Schuck: Nein, war ich nicht. Ich brauchte einfach die Zeit für mich und meine Familie. Dadurch, dass der Fokus auf dem Samstagabend lag, war ich zu dieser Zeit sehr kribbelig. Ich habe mein Handy auch ausgemacht und wollte einfach an was anderes denken, was mir nur schwer gelang.

Haben Sie inzwischen die vielen Reaktionen der Fans gelesen, die sich auf der Facebook-Seite der OZ zu Wort gemeldet haben?

Schuck: Ja, diese haben mich extrem aufgebaut. Es war wirklich toll zu sehen, dass sich so viele Leute extra eine Karte gekauft haben, um meinen Kampf zu sehen. Das macht mich sehr stolz, tut mir aber zugleich für jene Fans leid, die nun auf auf den Fight verzichten mussten.

Aber Sie werden ihren Kämpfer aus Grimmen bald wieder im Ring sehen?

Schuck: Das steht außer Frage. Ich will unbedingt einen Kampf und diesen zeitnah.

Absage enttäuscht Fans

Grimmen Enttäuscht reagierten die Fans auf Facebook auf die Absage des Kampfes. Viele hatten sich extra wegen des Kampfes von Mathias Schuck Karten besorgt.

Ralf Päplow: Ich bin total enttäuscht. Endlich hat mein Zeitplan es mal zugelassen, Mathias Schuck kämpfen zu sehen und dann das...

Eric Sonne: Mathias Schuck, ich stelle mich ,aber der Kampf wird nicht lange dauern

Raimund Friesse: Schade....Schucki es geht weiter.

Fanny Mo Mollenhauer: Na super kauft man Karten um Schucki zu sehen und dann das...

Jen Nny: Wir haben Karten gekauft um den Kampf von Mathias zu sehen...

Jörn Kurowski: Veranstaltung findet trotzdem statt...

Jen Nny: Ja, nur ohne den Hauptkampf, für den die meisten speziell an der Veranstaltung teilnehmen woll(t)en.

Einige Facebook-Nutzer ärgerten sich über den Veranstalter der Fight Night, der den enttäuschten Besuchern finanziell nicht entgegenkommen wollte.

Billy Hauschild: Für mich ein klarer Grund für eine Rückerstattung! Vorkämpfe sind ja das eine, aber den Hauptkampf abzusagen, ist eine Frechheit...

Und eine Unverschämtheit, da nicht aus Kulanz entgegen zu kommen

Von Raik Mielke

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