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PS-Monster lassen Kessel beben

Grimmen PS-Monster lassen Kessel beben

Traktoren aus ganz Europa begeistern die Massen im Motodrom

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Sorgte nach 23 Uhr für den stimmungsvollen Höhenpunkt: Der Rhino Rocket aus den Niederlanden ging mit 2800 PS und einem Gewicht von 8500 Kilogramm an den Start. Fotos (7): Raik Mielke

Grimmen. Der Wahnsinn auf vier Rädern sorgte am Sonnabend in Grimmen für ein europaweit einzigartiges Motorsport-Event.

OZ-Bild

Traktoren aus ganz Europa begeistern die Massen im Motodrom

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„Es war ein gelungenes Event . Die Fans konnten spektakuläre Pulls sehen.“Robert Baase, 1. Grimmener Stock-Car Legion

Mittendrin der derzeit stärkste Truck Europas – der Rhino Rocket. Mit 2800 PS zog das 8500 Kilogramm schwere „Monster“ aus den Niederlanden den Bremswagen in Rekordzeit über die 100 Meter Bahn und blieb zugegebenermaßen notgedrungen vor dem Laserwagen stehen. Das von einem V8 Iveco Dieselmotor angetriebene PS-Monster begeisterte tausende Menschen, die den Nachtlauf im Grimmener Hexenkessel jubelnd verfolgten.

Dafür, dass der stärkste Motorsport der Welt am Sonnabend überhaupt im Motodrom stattfinden konnte, mussten die Fans wie auch die Organisatoren der 1. Grimmener Stock-Car-Legion und von Baase-Landmaschinen lange zittern. Den gesamten Tag über sorgten diverse Unwetterwarnungen für Stirnrunzeln. „Wir haben uns deshalb dafür entschieden, in der Mittagspause die Bahn, die seit dem Herbst nicht bearbeitet wurde, aufzureißen und anschließend wieder mit einer Erdschicht zu bedecken“, erklärte Reinhard Baase und verdeutlichte: „Dies haben wir gemacht, damit der erwartete Regen nur die oberste Schicht durchdringt und die Show im wahrsten Sinne des Wortes nicht ins Wasser fallen muss.“

Gegen 17 Uhr prasselt dann ein eher harmloser einstündiger Schauer vom Himmel. Eine Stunde später, also um 19 Uhr schallt das erste Mal die Stimme von Moderator Ulf Schnackenberg durchs Motodrom.

Denn der erste Traktor rast in Richtung Ziellinie.

Mit rund 30 Schleppern wird jeder der startenden PS-Monster auf die Bahn gezogen. Die Elite der europäischen Tractor-Pulling-Szene ließ bis Mitternacht Grimmen beben. In drei verschiedenen Klassen und mit bis zu 7000 PS zogen die maximal getunten Trecker den Bremswagen über die 100 Meter lange Bahn. Und dann schallte es aus den Boxen: „Full-Pull!“ Die Bahn ist super, das Wetter spielt nun mit und die Ränge sind voll mit frenetisch feiernden Fans. Motorsportherz, was willst du mehr?

„Ein tolles Spektakel. Wir kommen immer wieder gerne her“, sagt Besucher Clemens Jahnke aus Wismar. „Wir sind seit vielen Jahren bei der Sommerveranstaltung im Hexenkessel. Es ist einfach eine unglaublich schöne Atmosphäre und ein echtes Highlight für alle Technikfreunde. Wahnsinn was die Leute sich für Traktoren aufgebaut haben“, staunt Besucher Clemens Becker aus Putbus. Und auch die Fahrer der PS-Giganten sind zufrieden: „Hat super viel Spaß gemacht“, sagt Günther Bahls vom Tractor-Pulling-Team „Graut vor nix“. Und auch was man mitbringen muss, um erfolgreich zu sein, weiß der routinierte Fahrer. „Man braucht viel Erfahrung, um die unglaublichen Kräfte auf die Bahn zu bekommen“, erklärt er.

„Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Der Ablauf hat super hingehauen und die Fans konnten spektakuläre Pulls sehen“, war auch Robert Baase zufrieden.

Worum geht´s eigentlich?

Von einem Full-Pull spricht man, wenn der Tractor den Bremswagen komplett über die 100-Meter gezogen hat.

Der Bremswagen sorgt dafür, dass der Tractor mit zunehmender Streckenlänge ein immer schwerer werdendes Gewicht ziehen muss.

Haben mehrere Fahrer mit ihrem Tractor im Finale einen Full-Pull geschaft, entscheidet die Zeit darüber wer gewonnen hat. Schafft keiner einen Full-Pull gewinnt der Fahrer, der mit seinen Tractor die größte Distanz zurückgelegt hat.

Raik Mielke

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