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Pommern hat an Grimmen zu knacken

Pommern hat an Grimmen zu knacken

GSV-Oldies unterliegen Stralsund im Oldie-Pokalhalbfinale mit 2:3 / Richtenberg setzt sich gegen Tribsees durch

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Grimmens Niels Klasen (r.) im Zweikampf gegen Pommerns Mathias Schulz. Fotos (2): Wenke Büssow-Krämer

Stralsund. Fußball / Ü35-Kreispokal Halbfinale Die Altherrenkicker der SG Empor Richtenberg und der Oldie-Express vom FC Pommern aus Stralsund werden am 14. Mai in Velgast das Kreispokal-Finale der Ü35-Fußballer austragen. Damit haben am Ostersonnabend die leicht favorisierten Teams mit Unterstützung ihrer heimischen Fans die Halbfinal-Hürde genommen. Doch sie hatten an ihren Gegnern zu knacken.

OZ-Bild

GSV-Oldies unterliegen Stralsund im Oldie-Pokalhalbfinale mit 2:3 / Richtenberg setzt sich gegen Tribsees durch

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FC Pommern Stralsund — Grimmener SV 3:2 (1:1) So klar wie angenommen, verteidigten die Oldies des FC Pommern Stralsund in der zeitgleich ausgetragenen Partie ihre Favoritenrolle nicht. Mit einem 3:2-Sieg gegen den Grimmener SV schossen sie sich zwar ins Pokalfinale, doch gelang es den Gästen vor allem in der ersten Halbzeit, das Spiel offen zu gestalten. „Es war das erwartet schwere Spiel“, räumte Pommern-Coach Norbert Peters ein. Schon nach sieben Minuten waren es nämlich erstmal die Grimmener, die es durch Steffen Krüger im Pommern-Kasten klingeln ließen.

Doch auch nach diesem Weckruf gelang es den Gastgebern noch nicht, ein Achtungszeichen zu setzen. Dies ließ bis zur 30. Minute auf sich warten, als Denny Duggert nach einer schönen Flanke von Robert Kuse per Kopf den Ausgleichstreffer erzielte.

Deutlicher verlief da schon die zweite Halbzeit. Schon in der 41. Minute markierte Mathias Schulz — wiederum nach einer Kuse-Flanke — mit einem Traumtor das 2:1. Von nun an ließen die Stralsunder ihren Gästen weniger Luft und erarbeiteten sich die besseren Chancen. Allerdings sorgten Verständigungsprobleme dafür, dass Pommern-Kapitän Volker Bernstein in der 57. Minute an Keeper Holger David vorbei zum Eigentor und damit zum 2:2-Ausgleich für Grimmen einnetzte. Doch Mannschaftsstütze Christian Sauck erlöste mit seinem Tor in der 63. Minute die Hansestädter aus ihrem Bangen und machte den Sack zum 3:2-Sieg zu.

„In der zweiten Hälfte ist es uns gelungen, mehr Spielanteile und bessere Chancen zu erarbeiten“, lobte Coach Peters. Ein Ergebnis, mit dem auch Grimmens Trainer gut leben kann. „Unser Ziel war es, das Spiel möglichst lange offen zu gestalten, und das haben wir gemacht“, meinte Reiner Kerscheck. „Wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert, das Pommern letztendlich verdient gewonnen hat“, so der Grimmener.

Der Grimmener SV spielte mit:

Salewski, Lange, Stassewski, Graf (55. Paschke), Behnke, Zühlsdorf, Sorg, Klasen (43. Hiller), Pagels, Krüger, Herzberg;

Tore:

0:1 (7. Krüger), 1:1 (30.), 2:1 (41.), 2:2 (57. Eigentor), 3:2 (63.);

Schiedsrichter: Mario Butz (Assistenten: Kullat, Engelbrecht);

Zuschauer:

100

SG Empor Richtenberg — Tribseeser SV 3:0 (n. E.) Auf dem Richtenberger Sportplatz legten beide Mannschaften gleich los, als hätte ihnen die Winterpause arg zugesetzt. Da wurde gelaufen und gekämpft, als gebe es kein Morgen. Dabei waren beide Teams ganz unterschiedlich an diese Partie herangegangenen. Tribsees trainierte hart und ehrgeizig, legte sogar Sondereinheiten ein.

Die Mannschaft, die erst in dieser Saison in die Ü35 eingestiegen ist und auch noch bei der ersten oder zweiten Elf des Tribseeser SV aushelfen muss, hatte eigentlich schon mit dem Einzug ins Halbfinale eine erfolgreiche Saison hingelegt. Die Richtenberger dagegen trainierten nach Lust und Laune bei der Landesliga-Elf des Vereins mit und hatten vorher kaum Zeit, sich intensiv vorzubereiten. Auf dem Platz war dieser Unterschied zunächst nicht zu sehen. Allerdings gelang es in der Anfangsphase keinem, eine echte Chance herauszuspielen, viele Fehlpässe machten dies unmöglich. Erst zum Ende der ersten Halbzeit wurden die Keeper etwas mehr gefordert. Allerdings hatte Tribsees etwas mehr vom Spiel, tobte sich öfter in der Empor-Hälfte aus , doch Zählbares kam nicht heraus. Ähnlich ging es Richtenberg in der zweiten Halbzeit, da landete der Schuss erst am Tribseeser Pfosten, dann wurde auch der Nachschuss versemmelt. Selbst einen Freistoß kann Richtenberg nicht verwandeln. Die reguläre Spielzeit von zweimal 35 Minuten endete mit einer vergebenen Chance für die Trebelstädter.

Und so musste man in die ungeliebte Verlängerung, da waren vor allem bei den Richtenbergern die Akkus leer. Aber als hätten sich beide so wie so das Elfmeterschießen gewünscht, brachte man das 0:0 über die zweimal zehn Minuten.

Elfmeter-Krimi: Die knapp 100 Zuschauer waren aus dem Häuschen. Und als Richtenbergs Torwart Robert Lembke den ersten Tribseeser Schuss hielt, waren auch endlich die Tröten zu hören. Während die Richtenberger Sven Bartel, Falko Schäfer und René Budnowski ihre Elfer zu Toren machten, scheiterten die Tribseeser entweder an sich oder dem starken Empor-Keeper. 3:0 hieß es schließlich nach zwei Stunden Fußball. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe. Und es war ein faires Spiel. Bei uns hat sich die ganze Truppe ein Lob verdient. Nun freuen wir uns auf den FC Pommern. Letztes Jahr haben wie die Stralsunder im Elfmeterschießen bezwungen. Und Velgast ist für uns quasi ein Heimspiel...“ sagt Trainer Andreas Gräning. Und auch Gäste-Coach Karsten Topka ist zufrieden. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, am Ende war das Glück nicht auf unserer Seite. Aber meine Truppe hat Potenzial, mit der ist in den nächsten Jahren zu rechnen.“

Von Wenke Büssow-Krämer und Ines Sommer

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