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Punktgewinn nach einem Riesenkampf

Pampow Punktgewinn nach einem Riesenkampf

Grimmener SV holt Unentschieden gegen MSV Pampow / Boljahn kann ausgleichen

Pampow. Flutlichtspiele sind ja in der Regel immer etwas Besonderes für den Amateurfußballer. Immer häufiger werden sie jedoch praktiziert in der Verbandsliga MV. So auch am vergangenen Freitag, als es gleich vier Begegnungen unter Flutlicht gab. Eine davon lautete: MSV Pampow – Grimmener SV, die nach einem Spiel mit einem Unentschieden endete.

Pampow war mit zwei Siegen perfekt in die Saison gestartet und ist, auch durch die getätigten Neuverpflichtungen im Sommer, in diesem Jahr ein Favorit für die ersten drei Plätze der Liga.

Grimmen gewann nach einem spielfreien Wochenende zu Beginn gegen Aufsteiger Hagenow mit 4:1.

Personell hatten beide Mannschaften so ihre Problemchen. Beim Gastgeber fielen mit Drews und Dudiev zwei wichtige Leute aus, die durch Wegner und Cherchenko ersetzt wurden. Grimmen musste auf Lau und Klein verzichten. Für sie rückten Piepelow und Müller in die Startaufstellung.

Die Partie begann dann gleich mit einer Riesen-Möglichkeit für den GSV. Nach einem Freistoß von Sven Berndt kam Thomas Boljahn aus Nahdistanz zum Kopfball, scheiterte aber an Ronny Losereit im Pampower Tor.

Ebenfalls eine Standardsituation brachte das erste Mal Torgefahr für den MSV, doch Wühn war beim Freistoß-Aufsetzer von Pylypchuk auf dem Posten. Kurz darauf dann aber ein ganz dickes Ding. Über rechts setzte sich der Gastgeber durch und brachte Kapitän Reis aus elf Metern in Schussposition, doch er traf nur die Oberkante der Latte.

Doch das war dann auch erstmal alles, was der GSV zuließ. Zwar war Pampow die spielbestimmende Mannschaft, doch weitere Chancen kreierten sie zunächst nicht. Grimmen seinerseits versuchte durch schnelles, schnörkelloses Umkehrspiel Nadelstiche zu setzen.

15 Minuten vor der Pause erhöhte Pampow dann allerdings die Schlagzahl. Immer wieder versuchten sie mit Diagonalbällen von Kapitän Reis ihren pfeilschnellen Neuzugang Patrick Bahl ins Spiel zu bringen. In einer Situation gelang das dann auch und seine Hereingabe wurde nur um eine Fußspitze verpasst. Torlos ging es in die Pausen.

Unverändert kamen beide Teams aus den Kabinen und nach einer kurzen Phase des Abtastens hatte dann der GSV die erste große Möglichkeit: Mittelfeldmotor Christian Schmidt nahm sich ein Herz und donnerte den Ball aus 20 Metern ans Lattenkreuz, sodass bei den meisten der 230 Zuschauer erst einmal der Atem stillstand.

Das war das Signal an beide Teams. Nun wurde es härter, doch mit fünf gelben Karten fand Schiedsrichter Kuligowski einen guten Mittelweg.

Eine Kopfballchance von Pylypchuk und ein weiterer Schuss, der knapp vorbei ging waren die nennenswerten Pampower Möglichkeiten.

Grimmen brachte nun mit Buchholz für Müller einen frischen Mann, doch Pampow wurde immer dominanter. Neun Minuten vor dem Ende dann ein Freistoß aus 18 Metern, den Kapitän Reis zunächst in die Grimmener Mauer schoss, doch den Abpraller nahm er direkt und hämmerte ihn zur viel umjubelten 1:0-Führung in die Maschen.

Im Gegenzug erarbeitete sich Grimmen eine Ecke. Als Marcel Max diese hineinbrachte zog Pylypchuk dem GSV-Stürmer Boljahn das Trikot fast aus und es gab zu Recht Elfmeter. Boljahn ging selber an den Punkt und Losereit ahnte die Ecke und parierte, jedoch fiel der Abpraller dem GSV-Goalgetter vor die Füße und es stand 1:1.

Dann wurde es dunkel im Gartenweg. Ein Teil des Flutlichts fiel aus und es gab eine 15-minütige Spielunterbrechung, die natürlich für beide Teams nicht einfach war. Als das Spiel dann wieder angepfiffen wurde, gab es bei Grimmen ein Verbandsliga-Debüt. Mit Tony Schultz feierte ein Spieler seine Premiere in MVs höchster Spielklasse, der bis zum Sommer noch beim FSV Klevenow in der Kreisliga kickte. In den letzten Spielminuten stellte sich Grimmen voll rein, um die letzte Pampower Schlussoffensive zu überstehen. Einige Standards mussten geklärt werden, was auch gelang.

Am Ende stand ein Punkt, über den sich das Team riesig freute und Trainer Burghard Schulz attestierte seiner Mannschaft „einen Riesenkampf“.

Am kommenden Wochenende gastiert man dann im Pokal beim SV Traktor Pentz, bevor es in zwei Wochen daheim gegen den TSV Friedland geht.

Der Grimmener SV spielte mit: Wühn, Arend, Rambow, Boljahn, Max, Müller (70.Buchholz), Fischer (86.Schultz), Schmidt, Jeschke, Piepelow und Berndt.

Christian Bockhahn

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