Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Qualmende Schuhe und schwitzende Pferde

Hohenwieden Qualmende Schuhe und schwitzende Pferde

Über 80 Sportler nahmen an der 13. Auflage des Lebenslaufes teil. Mit dem Spendenerlös werden Projekte in Mali unterstützt.

Voriger Artikel
Greifswald II mit offener Rechnung
Nächster Artikel
Fußballer bluten für Punktgewinn

Trotz des tief hängenden Nebels traten die Radfahrer mächtig in die Pedale. Sie mussten 22,4 Kilometer schaffen. Fotos (3): Raik Mielke

Hohenwieden. Aufsteigender Nebel, Windstille und angenehme Temperaturen am Sonnabendmorgen in Hohenwieden. Was bleibt Kerstin Jätschmann bei solchen Rahmenbedingungen da anderes übrig, als freudestrahlend die 13. Auflage des Lebenslaufes zu eröffnen.

Sich sportlich betätigen und gleichzeitig die Aktion der Deutschen Hungerhilfe unterstützen — mit diesem Ziel hatten sich auch in diesem Jahr etliche Schüler des Grimmener Gymnasiums, aber auch andere sportliche Leute aus der Region auf den Weg in die SOS-Dorfgemeinschaft gemacht. „Unsere Schüler wollen mit ihrer sportlichen Aktivität ein Zeichen setzen”, erklärte Kerstin Jätschmann. Seit 13 Jahren laufen, skaten, radeln oder reiten die Grimmener Gymnasiasten und andere Sportbegeisterte aus der Region nun schon, um Kindern in den ärmsten Regionen der Welt ein besseres Leben ermöglichen zu können. „Wie bereits im vergangenen Jahr haben sich unsere Schüler dieses Mal wieder dafür entschieden, Projekte in Mali zu unterstützen. Durch die Aktion ‘Lebensläufe‘ konnten in den vergangenen Jahren dort über zehn mobile Schulen errichtet werden, aber auch in Sachen Trinkwasserversorgung gibt es dort noch viel zu tun”, informiert die engagierte Sportlehrerin.

Also war die Motivation klar: Aktiv sein und damit anderen Menschen helfen. Mit dieser Einstimmung machte sich das über 80-köpfige Starterfeld direkt von der SOS-Dorfgemeinschaft in Hohenwieden auf den Weg auf einen 5600 Meter langen Rundkurs. „Ich finde es gut, dass ich hier etwas für den guten Zweck tun kann“, sagte Lisa Martens. Gemeinsam mit ihrem kleinen Hund „Max“ meisterte die Gymnasiastin die knapp sechs Kilometer läuferisch. Eine Etage höher war Antonia Panzenhagen unterwegs. Mit ihren Freundinnen ritt sie gleich zwei Runden und beim Zieleinlauf konnte man sehen, dass sogar die Pferde ins Schwitzen gekommen waren.

Während viele Läufer nach einer Runde schon die qualmenden Schuhe auszogen und einen lauwarmen Becher Tee genossen, keuchten die Radfahrer noch auf dem Rundkurs. „Unsere Schüler können hier gleichzeitig eine Ausdauerleistung für den Sportunterricht erbringen“, erklärt Kerstin Jätschmann. Dafür musste die Runde jedoch viermal bewältigt werden. Bei der geforderten Durchschnittgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern eine echte Herausforderung.

Mein Hund Max und ich sind jetzt ziemlich erschöpft.“Lisa Martens, Gymnasiasten

 



Raik Mielke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport Grimmen
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.