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Sport Grimmen Reparatur-Stau bei Sportstätten im Kreis
Vorpommern Grimmen Sport Grimmen Reparatur-Stau bei Sportstätten im Kreis
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07:38 16.05.2017
Drei Vereine und der Schulsport des Fachgymnasiums nutzen die Zwei-Felder-Halle in Velgast. Der Bau im Hoeveter Weg stammt aus dem Jahr 1997.
Stralsund/Bergen/Grimmen/Ribnitz-Damgarten

Sechs Sportstätten hat der Kreis Vorpommern-Rügen in seiner Obhut. Neben den Sporthallen der Gymnasien in Bergen, Grimmen und Ribnitz-Damgarten sind das die Hallen der Beruflichen Schule in Velgast und Stralsund sowie die Sporthalle mit Bewegungsbecken neben der Franzburger Sonnenblumenschule für Menschen mit Behinderungen. Doch mit fast sechs Millionen Euro ist der Sanierungsstau sehr groß.

Die Sporthalle auf dem Dänholm – ein Massivbau von 1960 – hat besonders im Sanitärbereich Mängel. Quelle: Fotos: Landkreis
Schon in diesem Jahr beginnen die Sanierungsarbeiten an der Sporthalle des Gymnasiums in Grimmen, und zwar mit der Erneuerung von Dach und Lichtkuppel.
Mit dem Austausch der Heizungsanlage 2011 und der Umstellung der Beleuchtung auf LED 2015 hat die Sanierung der Sporthalle in Ribnitz-Damgarten bereits begonnen.
Die Böschungssicherung vor der Sporthalle in Bergen soll demnächst in Angriff genommen werden. Die Planungen beginnen 2017, nächstes Jahr wird gebaut.
1997 wurde die Sporthalle mit Bewegungsbecken in Franzburg für die Sonnenblumenschule (hier werden Menschen mit Behinderungen unterrichtet) gebaut. Die Decke in der Dusche ist vermodert.
Maik Hofmann (Bürger für Stralsund).
Norbert Thomas (CDU). Quelle: Fotos: Oz

„Auch am Zustand unserer Sporthallen ist ersichtlich, dass wir in den vergangenen Jahren auf Kosten der Sanierung sparen mussten“, sagt Landrat Ralf Drescher (CDU) gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG und betont: „Wir sind dabei, den Investitionsstau abzuarbeiten. Voraussetzung ist natürlich, dass wir eine ausreichende Finanzausstattung zur Verfügung haben.“

Um überhaupt zu wissen, worüber man spricht, wollte der Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss des Kreistages eine genaue Aufstellung der anstehenden Investitionen auf dem Tisch haben. Das Gebäude-Management der Kreisverwaltung hat eine umfangreiche Bestandsaufnahme vorgelegt, aus der auch hervorgeht, was ist Zukunft zu tun ist. „Das ist eine gute Grundlage für uns, so weiß man, was dringend ist. Überrascht hat mich der hohe Investitionsstau nicht. Wir kennen das Problem ja aus den Kommunen“, sagt Norbert Thomas (CDU). Der Ausschuss-Vorsitzende sieht schon jene Maßnahmen auf der Prioritätenliste ganz oben, die undichte Dächer beseitigen sollen.

„Die Sportstätten machen uns überall Sorgen. In Stralsund müssten 26 Millionen Euro investiert werden, um alle Sporthallen auf den neuesten Stand zu bringen. Sechs Millionen sind es nun beim Kreis. Da sieht man: Das lange Warten rächt sich. Wenn man seine Anlagen regelmäßig instand halten würde, wären die Summen niemals so hoch“, sagt Ausschussmitglied Maik Hofmann (Bürger für Stralsund).

Der Abgeordnete, der in der Hansestadt den Sport- und Kulturausschuss leitet, wundert sich jedoch darüber, dass in Sporthallen, die noch nicht einmal 20 Jahre alt sind, schon soviel investiert werden muss. „Für die Halle in Bergen, die 2001 gebaut wurde, wären schon 700000 Euro fällig. Das gibt doch zu denken“, so der Stralsunder Sportler gegenüber der OZ.

Dänholm-Halle in Stralsund

Stralsund. Die Einfeld-Halle auf dem Dänholm wurde 1960 gebaut und wird zurzeit noch von der Hansestadt genutzt. Das soll noch etwa sechs Jahre so sein.

Aufgrund der kurzfristigen Nutzung geht der Kreis hier nicht von einer grundlegenden Modernisierung aus. Um die Anforderungen an eine moderne Sporthalle zu erfüllen, müsste ein Anbau für zwei Duschkabinen, WC-Räume und Umkleiden erfolgen. Zur Sicherstellung des Schulsports sind Instandsetzungsmaßnahmen geplant. Insgesamt sind hier Mittel in Höhe von rund 550000 Euro nötig, fast 400000 Euro für Fenster, Türen, Wände, 150000 Euro für Heizung, Elektro und Sanitär.

2018 beginnt die Planung der Umbauarbeiten, auch die Maler sollen kommen und die Sporthalle herrichten, beides kostet zusammen 21000 Euro. 2019 sollen die Umbauarbeiten am Funktionstrakt beginnen, dafür sind im ersten Schritt 90000 Euro geplant, 2020 folgt dann für die weitere Instandsetzung der weitaus größere Brocken mit 439000 Euro.

Reparaturkosten: 550000 Euro

Sanierungszeitraum: 2018 bis 2020

Halle Fachgymnasium Velgast

Velgast. Die Zwei-Felder-Halle in Velgast wurde 1997 extra für das Fachgymnasium des Landkreises gebaut. Die Einrichtung gehört heute zur Beruflichen Schule des Landkreises Vorpommern-Rügen. Längst nutzen auch drei Vereine des Ortes die Halle im Hoeveter Weg. Bis auf kleine Instandsetzungen wurde hier in den vergangenen 20 Jahren nichts investiert, so die Einschätzung des Kreises.

Das Gebäude-Management des Landkreises schätzt die Investionssumme auf 1,3 Millionen Euro. Ganz wichtig sei die Erneuerung der Dachfläche mit Wärmedämmung und Fassade, hieß es im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss Vorpommern-Rügens. Dafür plant der Kreis im Jahr 2018 rund 350000 Euro ein. Der Dachstuhl soll 2019 für 250000 Euro saniert werden. 2020 steht eine halbe Million Euro im Plan der Kreisverwaltung, dafür sollen alle technischen Anlagen auf Vordermann gebracht werden. Als letzte Maßnahme für den Massiv-Bau, der teilweise verklinkert wurde, ist für 2021 die Sanierung von Toiletten, Fenstern und Türen vorgesehen.

Reparaturkosten: 1,3 Millionen

Sanierungszeitraum: 2018 bis 2021

Sporthalle in Bergen

Bergen. Die Drei-Felder-Halle in der Arndtstraße 7 in Bergen wurde 2001 gebaut, seitdem gab es nur kleinere Instandsetzungen. Sie dient dem Gymnasium in Bergen als Schulsporthalle und liegt in Kreisverantwortung.

Rund 700000 Euro müssten für die Modernisierung ausgegeben werden. Noch in diesem Jahr sind Planungen und die Erneuerung von Türen für 25000 Euro vorgesehen. Im nächsten Jahr sollen 100000 Euro für Böschungssicherung und die Erneuerung von Fenstern und Türen ausgegeben werden. 2019 soll für 120000 Euro eine Sockelsanierung erfolgen. Dacherneuerung, Lichtkuppel und Sanitär stehen 2020 mit 455000 Euro im Plan.

Sanierungskosten: 700000 Euro

Zeitraum: 2017 bis 2020

Schwimmhalle in Franzburg

Franzburg. Schüler, Lehrer und Eltern d Sonnenblumenschule in Franzburg konnte sich 1997 über den Bau einer Sport- und Schwimmhalle freuen. Die Ein-Feld-Halle mit Bewegungsbecken soll auch künftig für Schulsport und Vereine genutzt werden. Für die Modernisierung sind 850000 Euro vorgesehen. Bereits 2016 soll die Dachsanierung beginnen. Auch der Marderfraß in der Dämmung wird beseitigt, dafür stehen 60000 Euro im Hauhsaltsplan. 2018 werden die Dacharbeiten mit 240000 Euro fortgesetzt. Die technischen Anlagen sollen 2019 erneuert werden – für 100000 Euro. 2020 steht die Sanierung von Toiletten, Fenstern und Türen ins Haus. 450000 Euro sind veranschlagt.

Investitionssumme: 850000 Euro

Sanierungszeitraum: 2016 bis 2020

Sporthalle des Gymnasiums Grimmen

Grimmen. Die Schule und neun Vereine sind Nutzer der Sporthalle. Die Drei-Felder-Halle wurde 1995 gebaut. Es handelt sich um einen Massivbau, der teilweise verklinkert wurde.

Bis auf den Austausch von Türen erfolgten bisher keine größeren Maßnahmen. Das hat einen Investitionsstau von 1,7 Millionen Euro zur Folge. Der Kreis will noch in diesem Jahr mit dem Abbau beginnen. 452000 Euro stehen im Haushaltsplan des Kreises für die Erneuerung von Dachfläche, Lichtkuppel und Blitzschutz sowie die zugehörigen Planungsleistungen zur Verfügung. Im nächsten Jahr soll eine neue Scheibenfront an der Rückseite des Gebäudes eingebaut werden. 200000 Euro sind dafür geplant. Für 424000 Euro werden 2019 die technischen Anlagen erneuert. 2020 geht es mit Brandschutzkonzept, Treppen, Fassade, Wärmedämmung, Fußboden und Malerarbeiten weiter – für 624000 Euro.

Investition: 1,7 Millionen

Zeitraum: 2017 bis 2020

Sporthalle des Gymnasiums Ribnitz

Ribnitz-Damgarten. Der Massivbau mit Glasfront und Empore wurde 1998 in der Schulstraße in Ribnitz-Damgarten gebaut. Die Drei-Felder-Halle wird seitdem vom Gymnasium der Stadt und auch von drei Sportvereinen genutzt.

Der Austausch der Heizungsanlage 2011 und die Umstellung der Beleuchtung auf LED im Jahr 2015 sind bereits erfolgt, weitere Sanierungen plant der Landkreis Vorpommern-Rügen in der Sporthalle für 550000 Euro. Rund 400000 Euro sind es für Baukonstruktionsmaßnahmen. Technische Anlagen wie Heizung und Sanitär verschlingen noch einmal 150000 Euro. Im Jahr 2018 stehen 200000 Euro im langfristigen Investitionsplan des Kreises, der Träger der Sportstätte ist. Dafür sollen Dach und Fußböden saniert werden. Die Erneuerung von Toiletten sowie von Fenstern und Türen sind für 2019 vorgesehen. Der Kreis schätzt diese Investition auf 350000 Euro.

Investition: 550000 Euro

Zeitraum: 2018 bis 2019

Ines Sommer

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