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Sang- und klanglos untergegangen

Sang- und klanglos untergegangen

Verbandsligist Grimmener SV verliert gegen abstiegsbedrohte Ueckermünder

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Aussagekräftig: Den Ueckermündern (rot) steht der Kampfgeist ins Gesicht geschrieben. Die Grimmener dagegen, hier Stephan Rambow (2. v.l.) wirkten kraftlos. Simon Gurlt (3. v. l.) setzte einzelne Grimmener Akzente und bereitete den GSV-Treffer vor.

Quelle: Anja Krüger

Grimmen Fußball / Verbandsliga: Grimmener SV — FSV Einheit Ueckermünde 1:2 (0:1) Völlig enttäuscht schlich der GSV-Tross nach der 1:2-Niederlage gegen die noch abstiegsbedrohten Ueckermünder vom Feld. Vorausgegangen waren zwei mal 45 Minuten, in denen von der Grimmener Elf kaum Fußballleidenschaft, Siegeswillen oder gar Kampfgeist zu sehen waren.

Der Grimmener SV spielte mit:

Wühn, Opitz (68. Piepelow), Rambow, Kleindorff, Fischer (86. M. Müller), Kozlowski, C. Schmidt, Jeschke, Gurlt, Lau, Berndt

Tore: 0:1 (40.), 0:2 (67.), 1:2 (85.)

Zuschauer: 73

Leidenschaft, Kampf und Herzblut — leider haben wir das heute alles vermissen lassen.“Christian Bockhahn, Grimmens Co-Trainer

„Ueckermünde hat uns heute mit den Sachen geschlagen, die uns ausmachen: Leidenschaft, Kampf und Herzblut — leider haben wir das heute vermissen lassen. Mal ganz davon abgesehen, dass eine spielerische Komponente gar nicht zu sehen war“, resümierte Co-Trainer Christian Bockhahn nach dem Spiel. In Abwesenheit des etatmäßigen GSV-Trainers Eckerhard Pasch, der sich einen Urlaub gönnt, hatte es Bockhahn an diesem Wochenende nicht leicht. Denn weiterhin fehlten viele wichtige Leute. Eine gute Elf konnte er trotzdem auf den Rasen schicken. „Nur leider zeigte sie nicht, was in ihr steckt“, ärgerte sich Bockhahn.

Das Spiel begann schon zerfahren. Nach 15 Minuten hatte die GSV-Physiotherapeutin bereits drei Einsätze und das zeigte, was sich Ueckermünde in Grimmen vorgenommen hatte. Kein Zweikampf wurde von den Haffstädtern verloren gegeben und das bekam der GSV in den Anfangsminuten deutlich zu spüren.

Die erste Chance für Grimmen hatte Simon Gurlt in der 12. Minute, doch sein Schuss ging einen Meter am Tor vorbei. Kurz darauf entschied der Schiedsrichter auf Rückpass und es gab indirekten Freistoß

für Grimmen aus dem Strafraum. Patrick Jeschkes Schuss hatte zwar die richtige Richtung, wurde aber geblockt. Mit zunehmender Spielzeit kam der Gast immer besser ins Spiel. Grimmen leistete sich einige Ballverluste und mit schnellen Gegenangriffen suchte Ueckermünde schnörkellos den Weg nach vorn. Ab der 26. Minute hatte der GSV seine beste Phase. Eine klasse Flanke von Patrick Jeschke brachte Stephan Rambow zu einer Kopfballchance, aber Priem im Ueckermünder Kasten hielt stark. Danach landete ein langer Einwurf bei Simon Gurlt, der den Ball mit der Brust verarbeitete und per Seitfallzieher zum Abschluss kam. Wieder parierte Priem gut.

Das war es dann aber auch mit den Grimmener Chancen. Immer wieder erarbeiteten sich die Gäste nun Ecken oder Freistöße. Zwei Kopfballchancen blieben zunächst ungenutzt. Bis der Gast in der 40. Minute gleich mehrere Unzulänglichkeiten ausnutzte. „Erst ein unnötiger Ballverlust, dann wurden gleich mehrere Möglichkeiten, den Ball zu klären, verpatzt und am Ende war Sturmtank Adam Celeban zur Stelle und nutzte die Chance eiskalt“, beschreibt Bockhahn den ersten Gegentreffer.

Trainer und Kapitän schienen die Pause für deutliche Worte genutzt zu haben. Denn die zweite Hälfte begann der Gastgeber besser. Nach einem Freistoß kam Sebastian Lau zum Kopfball, doch dieser ging über das Tor. In der 57. Minute erreichte ein Diagonalball Simon Gurlt. Er bekam den Ball kurz vor dem Strafraum, wurde aber von Christoph Gehrke runtergerissen. Schiedsrichter Barsch entschied auf Gelb. „Womit die Gäste gut weggekommen sind“, meinte Bockhahn. Den Freistoß setzte Sven Berndt über die Querlatte.

Es lief nichts zusammen im Grimmener Spiel. „Keine Ideen, zu wenig gewonnene Zweikämpfe“, kritisierte der GSV-Co-Trainer. Und so kam, was kommen musste: In der 67. Minute fuhren die Gäste einen Konter an dessen Ende Adam Liszczak zur Stelle war und auf 2:0 für die Gäste erhöhte. Dann musste Opitz nach einem Schlag an den Hals raus und Felix Piepelow kam zu seinem Verbandsligadebüt im Grimmener Trikot.

Weiterhin hatte Grimmen kein spielerisches Mittel gegen die nun dicht gestaffelte Ueckermünder Defensive. Es dauerte bis zur 85. Minute, als Simon Gurlt über links durchkam, in die Mitte zog und Oliver Fischer bediente. Er verkürzte auf 1:2, verletzte sich dabei und musste ausgewechselt werden. Danach hielt Maurice Wühn einen Kopfball der Gäste überragend und ein Kopfballversuch von Kapitän Rambow blieb ungefährlich. Somit stand die zweite Heimniederlage zu Buche. „Und das völlig verdient“, sagte Bockhahn.

Von Stefanie Bockhahn

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