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Schuck gegen den bulgarischen Brocken

Schuck gegen den bulgarischen Brocken

Marian Dimitrov wird Grimmens MMA-Champ morgen Abend bei der Rostocker Fight Night alles abverlangen

Grimmen / Rostock Total entspannt sitzt Mathias Schuck gestern um zehn auf seiner Couch und lässt sich das Frühstück schmecken. Es gibt einen Gemüse-Smoothie. Die oft zitierte Ruhe vor dem Sturm. Denn am Sonnabend will Grimmens MMA-Champ bei der Rostocker Fight Night den nächsten Sieg landen.

OZ-Bild

Marian Dimitrov wird Grimmens MMA-Champ morgen Abend bei der Rostocker Fight Night alles abverlangen

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Wie bereits vor Ihrem letzten Kampf bei der Fight Night in Stralsund wirken Sie auch dieses Mal wieder extrem entspannt. Täuscht der Eindruck?

Mathias Schuck: Nein. Ich fühle mich einfach auf den Punkt vorbereitet und kämpfe vor heimischen Publikum. Dies gibt mir unglaublich viel Kraft.

Also liegt eine optimale Vorbereitung hinter Ihnen?

Schuck: Ehrlich gesagt war die Vorbereitung dieses Mal nicht so gradlinig wie andere zuvor. Ich habe über drei Woche eine Erkältung mit mir herumgeschleppt. Glücklicherweise waren die letzten Wochen der zweimonatigen Vorbereitung dann aber doch nahezu perfekt. Ich konnte gute Sparring-Einheiten in Polen absolvieren und fühle mich absolut auf der Höhe.

Frau und Kind haben Sie traditionell eine Woche vor dem Kampf anderweitig untergebracht?

Schuck: Ja, ich muss mich wirklich bei meiner Frau bedanken, dass sie mich da so unterstützt. Die Ruhe vor dem Kampf spielt eine unglaublich wichtige Rolle.

Und am Sonnabend sieht man dann wieder den Kämpfer Mathias Schuck?

Schuck: Das ist der Plan. Ich werde alles daran setzen, die Fans mitzureißen und den Kampf zu gewinnen.

Wie läuft der Kampftag für Sie ab? Bleiben Sie nach dem Wiegen am Freitagabend gleich in Rostock?

Schuck: Nein, ich fahre zurück nach Grimmen. In meiner Wohnung kann ich komplett runterfahren und gut schlafen. Sonnabend stehe ich dann sehr spät auf und esse erst gegen 11 Uhr Frühstück. Um 15 Uhr gibt es dann Mittag. Zwischen den Mahlzeiten gehe ich spazieren, ehe ich nach Rostock fahre. Dort steht dann der Medizincheck an.

Wie Sie dieser Check aus?

Schuck: Man wird dann wirklich noch mal auf Herz und Nieren gecheckt. Der Blutdruck wird gemessen, das Blut ausgewertet, Körperfunktionen werden überprüft.

Und dann beginnt die heiße Phase?

Schuck: Dann sind es noch rund vier Stunden bis zum Kampf. Ich setze mir in diesen Momenten die Kopfhörer auf und schalte bei Musik bis zwei Stunden vor dem Fight komplett ab.

Wie sehen dann die letzten zwei Stunden aus?

Schuck: Ich beginne mit einem ganz leichten Warmup. Die Intensität wird dann immer weiter gesteigert, so dass ich irgendwann ans Limit komme. Danach fahre ich wieder etwas runter. Es ist wichtig, bei der Erwärmung diesen Punkt der maximalen Belastung einmal zu erreichen, dann fällt es einem leichter, im Kampf alles abzurufen.

Ihr Gegner hat erst vier Profikämpfe absolviert. Für Sie ist es bereits der 13. Profikampf — ein Vorteil?

Schuck: Erfahrung spielt natürlich eine wichtige Rolle, aber in dieser facettenreichen Sportart sind andere Faktoren wesentlich entscheidend. Ich kämpfe gegen einen Athleten, der noch nie über die volle Distanz gegangen ist. Um so länger der Kampf läuft und je intensiver ich ihn bearbeite, desto größer sind meine Siegchancen. Er hat eine sehr hohe Schlagkraft und ist stets auf ein schnelles K.O. aus. Da muss ich sehr wachsam sein. Ich fühle mich aber so gut und will unbedingt gewinnen.

Der Gegner

MMA-Kämpfer Marian Dimitrov kommt aus Bulgarien.

30 Amateurkämpfe und vier Profifights stehen im MMA-Startbuch des bulgarischen Brockens.

Marian Dimitrov kommt aus dem klassischen Ringen und ist Vizeweltmeister im Sambo.

Seinen letzten Kampf bestritt Marian Dimitrov am 26. September 2015. Gegen den Bulgaren Anatoli Bojinov gewann er damals bereits in der ersten Runde nach nur 55 Sekunden.

Die Statistik in den Profikämpfen ist derweilen ausgeglichen. Von seinen vier Fights gewann und verlor er je zwei. Die letzten zwei der vier Kämpfe konnte der bulgarische Kämpfer jedoch für sich entscheiden. Seinen ersten Profikampf bestritt er am 27.12.2012. Damals war er seinem Landsmann Miroslav Bakardjiev unterlegen und verlor den Kampf durch Aufgabe. Seine beiden Siege gelangen ihm jeweils durch einen technischen K.O. des Gegners.

Mixed Martial Arts (deutsch: Gemischte Kampfkünste)

Mixed Martial Arts ist eine relativ moderne Art des Vollkontaktwettkampfes.

Die Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate als auch der Bodenkampf- und Ringtechniken des Brazilian Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo. Zudem werden Techniken aus anderen Kampfkünsten angewendet.

Der Kampf ist gewonnen , wenn man den Gegner zum Abklopfen bringt, er K.O. geht oder der Schiedsrichter den Fight aufgrund der Kampfunfähigkeit des Gegners abbricht. Auch ein Punktsieg ist möglich.

Von Raik Mielke

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