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Segeln, surfen, Kajak fahren: Greifswald ist beliebt

Greifswald Segeln, surfen, Kajak fahren: Greifswald ist beliebt

Im Majuwi verleben derzeit knapp 300 Leute aus Bayreuth eine kirchliche Freizeit / Die „Gruppe Luther“ wertschätzt die Einrichtung seit über zehn Jahren

Greifswald. Sommer geht eigentlich anders. Doch bei den Besuchern des Majuwi trüben die kühlen Tage keinesfalls die Laune. Im Gegenteil: Die knapp 300 Feriengäste aus Oberfranken sind hart im Nehmen. „Die Burschen sind robust, denen kann das Wetter nichts anhaben. Sie spielen Beachvolleyball oder Fußball, gehen schwimmen oder fahren Kajak“, erzählt Helmut Scherm vom Organisationsteam der kirchlichen Freizeit.

Vor zwölf Jahren entdeckte die „Gruppe Luther“ – ein Zusammenschluss von 80 evangelischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen in und um Bayreuth – das Maritime Jugenddorf Wieck für sich. Seither buchen sie jeden Sommer für zwei Wochen die komplette Herberge. Ein Jahr sind die Mädels dran. Im Jahr darauf reisen die Jungen – dazu jeweils Mitarbeiter und deren Familien. „Das ist insbesondere für unser Küchenteam eine Herausforderung“, sagt Majuwi-Geschäftsführerin Kristin Brüchner, „denn das Mittagessen wollen alle gemeinsam einnehmen.“ Seien an anderen Tagen mehrere Gruppen im Haus, werde normalerweise zeitversetzt gegessen.

Die „Gruppe Luther“ schätze dieses Entgegenkommen und freue sich deshalb jedes Jahr auf die Freizeit im Norden, versichert Pfarrer Martin Schöppel. Deren Teilnehmer fahren im Wechsel ein Jahr an die Küste und ein Jahr in die Berge nach Österreich. In Greifswald komme viel Gutes zusammen: „Die Größe des Hauses, die Mehrzweckhalle, natürlich die Lage und die Hilfsbereitschaft des Majuwi- Teams“, zählt Schöppel auf. Zudem biete die Region zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Am Mittwoch ging es mit Bussen und Autos nach Trassenheide an den Strand. „Weitere Unternehmungen führen uns in den nächsten Tagen nach Hiddensee, Rostock, Bad Doberan und Rügen“, berichtet Pfarrer Thomas Schikor. Und Helmut Scherm, im Berufsleben Architekt, ergänzt: „Auch Quizabende, Theater, kleine Sportwettkämpfe und musikalische Abende stehen auf dem Programm.“

All diese Aktivitäten seien jedoch nur ein Teil des Aufenthalts. Zentraler Punkt der kirchlichen Freizeit „ist die Beschäftigung mit biblischen Inhalten“, sagt Pfarrer Schöppel. Gesprächskreise über Gottes Wort gehörten zum täglichen Ablauf. Auch deshalb sei es gut, dass Mädchen und Jungen getrennte Freizeiten verbringen. Die Ablenkung halte sich so in Grenzen, meint Schöppel und sagt: „Wir haben damit seit Jahrzehnten gute Erfahrungen gesammelt.“

Andreas Jäger findet das völlig in Ordnung: „Seit meiner Kindheit nehme ich an diesen Freizeiten teil. Erst mit meinen Eltern, später allein“, sagt der 21-jährige Student für Ressourcenmanagement. Er schätze die vielen guten Gespräche sehr. Greifswald sei dafür ideal. „Es ist ein Ort zum Runterkommen, zum Ruhe finden“, sagt Jäger, der insgesamt schon drei- oder viermal im Majuwi eincheckte.

Kristin Brüchner liegt viel daran, den Gästen eine Wohlfühlatmosphäre zu vermitteln. Das dies auch klappt, verdeutlichen die konstanten Zahlen: „Pro Jahr haben wir um die 40000 Übernachtungen“, sagt die Geschäftsführerin. Ein Selbstläufer sei das Majuwi im 13. Jahr dennoch nicht. „Zwar kommen viele Stammkunden, wie die Bayreuther oder demnächst die Studienstiftung des deutschen Volkes.

Trotzdem bemühen wir uns natürlich auch immer um neue Gäste.“ Mit Erfolg.

Zunehmend würden in jüngster Zeit auch Schulklassen aus MV das Haus für sich entdecken. Hauptkundschaft seien indes seit Jahren Gruppen aus Berlin und Brandenburg. Die meisten kämen, um Wassersport zu betreiben. Segeln, surfen, Kajak fahren. Doch auch der neue Kletterpark im Stadion finde jetzt seine Liebhaber.

Petra Hase

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