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Sieg beim Spitzenreiter: Grimmen hämmert die Bälle in die Maschen

Schwerin Sieg beim Spitzenreiter: Grimmen hämmert die Bälle in die Maschen

Grimmen agiert abgezockt gegen die jungen Stiere und siegt mit 29:34 / Fans verwandeln Schweriner Halle in wahre Hölle

Schwerin. Handball MV-Liga Männer / SV Mecklenburg Schwerin II — HSV Grimmen 30:34 (15:15) Was war denn da in Schwerin los? Heimspiel in der Kästnerhalle für den HSV Grimmen beim bis dato Spitzenreiter. Der Verein hatte zum letzten Auswärtsspiel der Saison extra einen Bus gechartert — als Dankeschön für die treuen Fans. Diese nahmen es dankend an und fuhren zahlreich mit in die Landeshauptstadt und verwandelten die Halle in eine wahre Hölle. Die Stimmung elektrisierte auf die gesamte Mannschaft, die auf den Parkett ein geiles Spiel ablieferte. „Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt solch eine Stimmung auf den Rängen und im Team erlebt habe. Jeder wollte unbedingt diesen Erfolg und ging bis an seine Schmerzgrenze“, so der verletzte Tim Pischke, der an diesem Tag das Traineramt übernahm.

Es entwickelte sich schon in den ersten Minuten ein schnelles Spiel. Grimmen begann in der Deckung bärenstark und hatte dahinter einen stark aufgelegten Stefan Köpke. Im Angriff richtete es am Anfang Alexander Kopilow. Der führte klug Regie, setzte seine Nebenleute immer wieder hervorragend in Szene und war selbst Torgefährlich. Grimmen führte nach fünf Minuten mit 3:5. Und es ging munter weiter.

Tore hüben wie drüben. Mecklenburg verkürzte im Gegenzug, doch Grimmen spielte unbeirrt weiter und erhöhte sogar auf 6:9. Der Gastgeber sah sich zur Auszeit gezwungen. Plötzlich kam es zu einem kleinen Bruch im HSV-Spiel. Der Tabellenführer nutzte nun jeden Fehler gnadenlos aus, glich zum 9:9 aus und setzte sich sogar auf 12:10 ab. Doch Grimmen blieb cool und ließ die Schweriner nicht weiter wegziehen, um dann mit dem Pausensignal zum 15:15 zu treffen. „Am Ende der ersten Halbzeit mussten wir dem hohen Tempo kurzzeitig Tribut zollen. Wir haben dann zu viele Fehler gemacht und den Gastgeber eingeladen. Doch die Mannschaft hat gesehen, dass hier was geht", so Pischke.

Und so trat das Team dann auch in der zweiten Halbzeit auf. Die Deckung legte nochmal einen Zahn zu und die Angriffe wurden stark herausgespielt. Grimmen führte zu Beginn der zweiten Halbzeit plötzlich mit 17:20 und hielt den Vorsprung bis zum 19:22. Dann kam Schwerin nochmals zurück und holte sich beim 24:23 die Führung. Grimmen war an diesem Tag aber einfach zu abgezockt gegen die jungen Stiere. Egal, was der Gastgeber auch probierte, der HSV hatte darauf immer eine Antwort parat. Ob eine 5:1 Abwehr oder eine Manndeckung gegen Alexander Kopilow, sowie abwechselnd Steve Salbrecht und Tino Hagedorn. Dann sprangen eben andere in die Bresche und hämmerten den Ball in die Maschen.

Grimmen holte sich die Führung beim 25:27 zurück und gab diese nicht mehr her. Eine wahnsinnige Leistung in den letzten Minuten. Auch als der Gastgeber immer wieder auf ein Tor herankam (26:27, 28:29), blieb die Grimmener Mannschaft ruhig und erzielte wie schon im Hinspiel die entscheidenden Treffer in den letzten drei Minuten und setzte sich auf 29:34 ab.

„Was für ein Spiel und was für eine Leistung dieser dezimierten Mannschaft. Das war der Wahnsinn und einen Riesendank an unsere Fans für diese Stimmung", zeigte sich Pischke glücklich.

Der HSV Grimmen spielte mit: Köpke, Hase, T. Hagedorn 6, Pollex 5, Köhler 2, Salbrecht 7/2, Pervölz 3, Kopilow 8, Abé 2 und Bornemann 1.

Von Manuel Müller

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