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Sport Grimmen Siegreicher Spieltag für die HSV-Handballer
Vorpommern Grimmen Sport Grimmen Siegreicher Spieltag für die HSV-Handballer
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00:00 17.10.2017
Grimmen

Tanzend feiern die jungen Handballer des HSV Grimmen ihren Heimerfolg. Die C-Jugend konnte in der Bezirksliga Ost die Gäste des Bad Doberaner SV II klar mit 26:14 (13:10) bezwingen. Mit dem Erfolg eiferten die Sportler dem Sieg der Herren nach. Die erste Männermannschaft des HSV konnte durch eine überragende Teamleistung schon am Sonnabend beim Zweiten der Handball-MV-Liga SV Einheit Demmin mit 29:24 gewinnen. Nur für die Handballerinnen aus Grimmen lief am Wochenende nichts zusammen. Sie kassierten in der MV-Liga die bisher höchste Pleite der Saison – der Rostocker HC II siegte in Grimmen überdeutlich mit 42:19.

Das C-Jugend-Team von Achim Kalski wollte am Wochenende an die gute Leistung des ersten Punktspiels anknüpfen. Die Handballer waren hochmotiviert. Es lief von Beginn an gut und das Team setzte sich mehrmals mit zwei Toren Differenz ab. Allerdings reichte die Chancenverwertung nicht, um den Vorsprung zu vergrößern. Mit 13:10 ging es in die Pause.

Durch ein geschicktes Zusammenspiel, nicht nur im Aufbau, spielte die Mannschaft in der zweiten Hälfte schöne Tormöglichkeiten für alle Spieler heraus. Die Jungen nutzten fortan ihre Chancen besser und bauten den Vorsprung konsequent aus. Auch als der HSV zwischenzeitlich nur zu viert auf der Platte stand, ließ der Siegeswille nicht nach. So siegte Grimmen verdient mit 26:14.

Knapp zwei Jahre und endlose Spiele musste der HSV warten, um zwei Punkte gegen die Einheit aus Demmin einfahren zu können. Der Sieg der Herren war eine kleine Überraschung, denn der HSV reiste zum ungeschlagenen Tabellenzweiten und brachte dem Gastgeber die erste Niederlage bei.

„Das war eine richtig geile Leistung von allen Mannschaftsteilen. Da hat vieles funktioniert, und vor allem haben wir endlich unsere Aggressivität in der Deckung gefunden. Das war die Reaktion, die wir nach dem Spiel in Ribnitz erwartet haben“, waren sich die Trainer Manuel Abe und Lars Kibscholl einig. Bereits die Anfangsphase zeigte, dass Grimmen aus den Fehlern in Neubrandenburg und Ribnitz gelernt hatte. Erster Angriff für Demmin: Corswandt hält, Grimmen macht Tempo, trifft und gleich die erste Zeitstrafe für den Gastgeber. Zweiter Angriff für den Gastgeber: wieder eine Parade und das nächste leichte Tor. Demmin brauchte lange, um sich auf die schnelle und bewegliche Abwehr des HSV einzustellen und mühte sich redlich für seine Treffer.

Grimmen übernahm nach dem Ausgleich (3:3) wieder die Führung und machte viele Sachen richtig. Roman Bernhardt leitete als erfahrener Mann das Spiel. Neben ihm blühten der 18-jährige Kevin Mainitz und der 20-jährige Lucas Markau auf. Und wenn diese nicht trafen, setzten sie ihre Außen stark in Szene. „Daran hatten wir in den letzten Wochen gearbeitet. Schön, dass die Jungs es so schnell umsetzen konnten“, so Kibscholl. Pervölz auf der einen und Pollex auf der anderen Seite mit einem Heber nach dem anderen brachten die Torhüter zum Verzweifeln. Dann ließ die Mannschaft ein wenig nach. Dadurch verkürzte Demmin auf 10:11. Trotzdem retteten die Gäste die knappe 12:11-Führung in die Pause.

Dennoch musste Grimmen ein paar bange Minuten überstehen, als das Team mit doppelter Unterzahl in die zweite Hälfte startete. Die Gastgeber nutzten die freien Räume und glichen zum 12:12 und 13:13 aus. Als Grimmen vollzählig war, nahm die Partie wieder Fahrt auf. Der HSV behauptete souverän die Führung und baute den Vorsprung über den schnellen Darius Jahns sogar auf 24:18 aus. Dennoch musste er nochmals kurzzeitig zittern, als die Gastgeber auf 22:25 verkürzten. „Da haben wir zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht, zu hektisch gespielt und auch etwas Pech im Abschluss gehabt“, so Kibscholl. Doch Corswandt war wieder zur richtigen Zeit zur Stelle. Der 29:24-Erfolg sorgte für Freude beim Team und auf den Rängen.

Die Damen des HSV müssen dagegen weiter auf ihren ersten Erfolg warten. Sie verloren zu Hause mit 19:42 gegen den Rostocker HC II. Die Grimmenerinnen fanden nie zur gewohnten Stärke. „Zu dem Spiel fehlen mir die Worte. Ich weiß nicht, was mit der Mannschaft los war. So viele Fehler in einer Partie habe ich noch nie erlebt. Und fast jeden davon bestrafte der RHC mit einem Tor“, sagte Roman Bernhardt nach der Partie.

Es lief von Beginn an alles gegen den HSV. Es fehlten jegliche Spannung und Emotionen. Irgendwie wirkte die Mannschaft wie gehemmt. „Wir hatten uns so viel vorgenommen. Ich bin nach den zwei Spielen zum Saisonbeginn auch mit viel Euphorie in die Partie gegangen“, meinte Bernhardt. Grimmen mühte und mühte sich, aber viel Zählbares sprang nicht bei raus. Schon zur Halbzeit liefen die Damen einem 8:18-Rückstand hinterher. Rostock baute den Vorsprung kontinuierlich aus und ließ Grimmen keine Chance.

Manuel Abe und Jens Lemke-Anders

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