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Später Siebenmeter lässt HSV jubeln

Rostock Später Siebenmeter lässt HSV jubeln

Bernhardt trifft in Rostock zum 35:33 / Grimmener Handballer nach 35:34-Sieg weiter Dritter

Rostock. In einer nervenzerreißenden Partie setzten die Männer des HSV Grimmen ihren Trend weiter fort und blieb auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Beim HC Empor Rostock II gelang ein 35:34- Erfolg. Nach anfänglichen Schwierigkeiten drehten die Gäste nach etwa 15 Minuten auf, verspielten aber am Ende fast noch den sicheren Sieg.

„Das war noch mal ganz knapp, weil wir zweimal die Entscheidung auf der Hand hatten und scheiterten. Die Mannschaft ist allerdings cool geblieben und insbesondere Roman Bernhardt beim Siebenmeter zehn Sekunden vor Schluss. Noch vor ein paar Wochen hätten wir solch eine Partie abgegeben, doch das Team arbeitet hart für diesen Erfolg und hat nun das nötige Selbstvertrauen für solch eine Situation“, war Trainer Lars Kibscholl überglücklich über die beiden wichtigen Punkte.

Wie erwartet stand eine verstärkte Empor-Reserve dem HSV gegenüber. Da das aus den letzten Jahren schon bekannt war, ging Grimmen mit dem nötigen Respekt, aber ohne Ehrfurcht, in die Begegnung.

Dennoch kam nicht der HSV, sondern der Gastgeber besser in die Begegnung. Vor allem die Bundesliga- Leihgaben Daniel Zourek und Efthymios Iliopoulus sowie die agilen Julius Porath und Lasse Goldschmidt waren zu Beginn kaum zu stoppen.

Immer wieder kamen die Hausherren über die Außen oder den wurfgewaltigen Rückraum zu einfachen Toren. Der HSV rannte sofort einem Rückstand von ein bis zwei Treffern hinterher, der sich sogar beim 7:10 (13.) erhöhte. „Wir waren meistens zu spät am Werfer dran. Das kannst du gegen Leute mit dieser Klasse nicht machen. Dann musst du dich nicht wundern, wenn du so viele Gegentreffer kassierst.

Aber nach einer Umstellung kamen wir immer besser ins Spiel“, so Kibscholl.

Der Schachzug, den schnellen Carl-Jonas Tschirschwitz auf den Tschechen Zourek zu stellen, sollte sich kurze Zeit später auszahlen. Des Weiteren fing Max Granholm wichtige Bälle im Tor ab, sodass der HSV zum 12:12 ausgleichen sollte. Anschließend hielt Tino Corswandt, der sich am Vormittag noch verletzte und die Zähne zusammenbiss, einen enorm wichtigen Siebenmeter. Diese Parade sollte den Endspurt im ersten Abschnitt einleiten. Grimmen übernahm beim 13:12 das erste Mal die Führung und wurde von Minute zu Minute stärker. Vor allem Tim Pischke und Roman Bernhardt spielten die Abwehr nun schwindlig und rissen viele Lücken für ihre Nebenleute. Zur Pause führten die Gäste aus Grimmen mit 19:16.

Dennoch warnte Kibscholl in der Kabine seine Jungs. „Trotz der Führung musste ich weiter die Spannung hochhalten, denn uns war klar, wie dürfen uns kaum Fehler leisten“. Und sein Team spielte diszipliniert weiter. Tschirschwitz übernahm weiter den Sonderpart der Manndeckung, nun aber gegen den griechischen Linkshänder Iliopoulos. Auch das sollte den Spielfluss der U 23 von Empor sichtlich beeinflussen. Vieles lief bei der Bundesligareserve nur noch über Einzelaktionen.

Die Gäste lagen auch im zweiten Abschnitt ständig in Führung und ließen die Einheimischen nicht näher als auf zwei Treffer herankommen. „Natürlich lagen wir immer vorn, doch das Ergebnis war gefährlich, da wir es verpassten, den Deckel frühzeitig drauf zu machen und mal auf fünf oder sechs Toren davonzuziehen. Immer wenn man dachte, jetzt war’s das, brachten wir den Gastgeber mit unseren Fehlabspielen und unkontrollierten Würfen wieder ins Spiel“, so Kibscholl. Somit blieb die Begegnung weiter spannend bis zum Schluss.

Dann brachen die letzten fünf Minuten an und der HSV wollte nun endlich den Sack zu machen. 30:34 stand auf der Anzeigetafel, als Empor seine letzte Besprechung im Spiel machte. Der Gastgeber agierte danach offensiv, um schnelle Ballgewinne zu forcieren, allerdings hatte Grimmen genau da die Möglichkeit der endgültigen Entscheidung zum 30:35. Doch erst scheiterten die Gäste am Pfosten und im Folgeangriff per Siebenmeter.

Plötzlich wurde es deutlich ruhiger auf der Gästeseite. Denn nach einem weiteren Fehlwurf und einem technischen Fehler verkürzte Rostock auf 33:34. Das große Zittern bei Spielern und Fans begann.

Eine Minute noch auf der Uhr, die natürlich nicht komplett heruntergespielt werden konnte. Aber Grimmen blieb cool, fand die Chance zum Treffer und konnte nur per Siebenmeter gestoppt werden. Der erfahrene Roman Bernhardt trat an, täuschte einmal und traf zum 35:33 und zum Sieg. Der letzte Treffer der Empor Reserve ging im Jubel der Spieler und der zahlreichen Grimmener Anhänger unter.

Durch diesen Erfolg bleiben die Trebelstädter im Soll und haben das erste von vier Endspielen um den dritten Platz gemeistert.

Manuel Abé

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