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Spannung vor Handball-Derbys

Grimmen Spannung vor Handball-Derbys

Männer und Frauen des HSV Grimmen empfangen Teams des Stralsunder HV

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Steve Salbrecht, hier im Spiel gegen Wismar, nimmt seinem Gegenspieler den Ball ab. Auch gegen den Stralsunder HV müssen die Grimmener konzentriert vorgehen.

Quelle: Foto: Anja Krüger

Grimmen. Drei Spiele, drei Derbys – Handballfans kommen morgen in der Grimmener Südwest-Sporthalle so richtig auf ihre Kosten. Sowohl die MV-Liga-Männer (18.00 Uhr) als auch die Frauen (16.00 Uhr) empfangen die Vertretungen des Stralsunder HV. In der Verbandsliga der Männer treffen die Reserveteams des HSV und der SG Uni Greifwald/Loitz um 14 Uhr aufeinander.

Vor allem die MV-Liga-Männer werden sich nichts schenken. Beide Mannschaften haben die Hoffnung auf eine Medaille noch nicht aufgegeben. „Stralsund wird uns mit gesunder Härte fordern“, warnt HSV-Trainer Lars Kibscholl. Vor diesem Nachbarschaftsduell Sechster (HSV) gegen Fünfter (SHV) weisen beide Teams die exakt gleiche Punktzahl auf und nur die bessere Tordifferenz der Stralsunder macht die bessere Platzierung möglich. Allerdings läuft es bei den Gästen in den letzten Wochen nicht so rosig. Zahlreiche Ausfälle führten dazu, dass der SHV vor allem auswärts nicht punkten konnte und aus den letzten vier Gastauftritten nur einen Zähler entführen konnte. „Dennoch sollte dies keine allzu große Euphorie auslösen. Denn wir haben selbst erlebt, dass man angeschlagen seine besten Spiele macht. Wir müssen bei jedem Gegner von der ersten Minute an hellwach sein und dürfen niemanden unterschätzen. Wir haben uns gerade wieder in eine gute Tabellenposition gespielt und dürfen uns das nicht wieder selbst verbauen“, meint Kibscholl mit Respekt vor den Gästen.

Bereits im Hinspiel in Stralsund ging es ordentlich zur Sache und schon dort dominierten die Abwehrreihen mit zwei starken Torhütern. Ähnliches wird auch morgen zu erwarten sein. Doch dieses Mal will und muss der HSV den Spieß umdrehen und die 16:21-Niederlage aus dem Hinspiel vergessen machen.

Die letzten beiden Spiele stimmen durchaus optimistisch. Nach dem souveränen Sieg gegen Wismar zu Hause, feierte der HSV einen deutlichen Erfolg in Stavenhagen. „So stell ich mir das Spiel vor und so müssen wir auch jede Begegnung angehen. Jetzt dürfen wir nicht nachlassen“, fordert Kibscholl die nächsten zwei Punkte.

Von den Rängen unterstützt werden sie von den HSV-Damen. Denn sie haben dann bereits ihre Partie gegen den zuletzt schwächelnden Tabellenzweiten hinter sich. Dass die Trebelstädterinnen durchaus in der Lage sind, auch die „Großen“ der Liga zu schlagen, haben sie gegen den Mecklenburger SV bewiesen, dem sie eine von drei Saisonniederlagen bescherten. „Das müssen sich die Mädels vor Augen führen, um nicht mit zu viel Respekt an die Aufgabe zu gehen“, weckt Trainer Roman Bernhardt den Kampfgeist im Team.

Doch die Stralsunderinnen werden alles daran setzen, mit zwei Punkten die Heimreise anzutreten. Sah es im Dezember noch so aus, als würde der SHV einen Durchmarsch durch die Liga machen, müssen die Gäste nun zusehen, die Landesmeisterschaft nicht zu verspielen. Durch zuletzt zwei Niederlagen haben die Damen vom Sund nun die Verfolgerposition eingenommen.

„Vielleicht ist das genau unsere Chance morgen. Wir haben vor zwei Jahren schon einmal dem SHV die Meisterschaft versaut. Vielleicht können wir sie dieses Mal wieder ärgern. Doch dazu muss schon vieles zusammen passen“, blickt Trainerin Christina Pohle auf das kommende Spiel. Vieles passte auch bei der letzten Partie in Teterow zusammen. Eine starke Abwehr mit einer guten Torhüterin war der Grundstein für den souveränen Auswärtserfolg. Und auch das Hinspiel gegen die Stralsunderinnen sollte den HSV-Damen Mut machen. Dort spielte das Team mit dem Rücken zur Wand groß auf und unterlag nur, weil der SHV effektiver vor dem Tor war. „Da haben wir gesehen, dass wir auch die Großen der Liga schlagen können – und es ja gegen Schwerin bewiesen“, meint Bernhardt.

Der HSV-Derby-Heimspieltag startet bereits um 14 Uhr mit der Begegnung in der Verbandsliga der Männer. Die Reserve des HSV Grimmen empfängt die SG Uni Greifswald/Loitz II zum letzten Spiel in der Vorrunde der Verbandsliga Ost. Für beide Teams geht es um nicht mehr viel. Grimmen wird wohl die Vorrunde auf dem sechsten Platz abschließen und die Loitzer Handballer stehen schon als Achter fest.

Dennoch steckt in solch einem Derby immer wieder viel Brisanz und niemand möchte das letzte Spiel verlieren. Daher wird es auf den Feld nochmals einen unermüdlichen Kampf um die letzten Punkte geben.

Am morgigen Vormittag tragen um 9 Uhr die kleinen HSV-Handballer ein Turnier aus. Die Mädchen und Jungen der Mixed-F-Jugend treffen dabei im ersten Spiel auf die zweite Vertretung von Loitz und um 10.30 Uhr auf die HB SG Greifswald.

Nach dem Turnier der Kleinen trifft die weibliche Jugend C um 12.15 Uhr auf die SG Vorpommern II. Im Hinspiel gewannen die Mädchen der SG Grimmen/Loitz deutlich und möchte mit einem weiteren Erfolg weiter ein Wörtchen um den Bezirksmeistertitel mitreden.

Manuel Abé

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