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Sportbund-Büro ist umstritten

Greifswald Sportbund-Büro ist umstritten

Unter Vereinen und in der Politik gibt es kein klares Votum dafür

Greifswald. Die Bemühungen um eine Geschäftsstelle für den Stadtsportbund (die OZ berichtete) stoßen in Greifswalder Sportvereinen nicht auf ungeteilte Zustimmung.

„Wichtiger als so ein Büro wäre es, die Vereine finanziell stärker zu unterstützen“, gab Torsten Lange von der mehr als 500 Mitglieder starken Handball-Spielgemeinschaft zu bedenken. Die eigentliche Frage, so Lange, sei, welche Aufgaben der Stadtsportbund unabhängig vom Kreissportbund erledigen sollte.

Bedenken äußerte gestern auch Michael Lüdeke, Präsident des mehr als 570 Mitglieder zählenden Greifswalder Fußballclubs. Zwar habe er sich ursprünglich für eine Sportbund-Geschäftsstelle in Greifswald ausgesprochen. Doch sei das zu einem Zeitpunkt geschehen, „als wir noch um den Geschäftssitz des Kreissportbunds gerungen haben“. Der Vorstand des Kreissportbunds habe mehrheitlich entschieden, die Organisation in Anklam anzusiedeln. „Damit sollten wir uns abfinden“, stellte Lüdeke klar.

Er wies darauf hin, dass Sportvereine wie der von ihm geführte ihre Belange zumeist selbst regelten und den Sportbund nur selten kontaktierten. Der Ksb habe zugesichert, jederzeit einen Mitarbeiter nach Greifswald zu schicken, sollten Vereine hier etwa Fördermittelanträge erörtern wollen.

Im September will die Linksfraktion der Bürgerschaft das Thema in die politischen Ausschüsse der Stadt tragen. Fraktionsvorsitzende Mignon Schwenke kündigte an, eine Geschäftsstelle für den Stadtsportbund zu beantragen. Der sei Dachverband für immerhin gut 13000 organisierte Sporttreibende. Die SPD-Fraktion hat laut Mitglied Erik von Malottki noch keinen Beschluss in der Angelegenheit gefasst. Sie berate noch. „Ich persönlich bin dafür, dem Stadtsportbund einen Ort zu geben“, sagte Malottki und fügte hinzu, er selbst habe sehr gute Erfahrungen mit der Arbeit des Greifswalder Sportbunds gemacht.

Unschlüssig ist man sich auch noch bei den Grünen. Deren Fraktionsgeschäftsführer, Christoph Oberst, Mitglied im städtischen Sportausschuss, erklärte, die Fraktion müsse noch über das Anliegen der Linken beraten. Bekannt sei es seit längerem.

jes

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