Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Turnerinnen präsentieren sich beim Bundesfinale

Berlin Turnerinnen präsentieren sich beim Bundesfinale

Mädchen aus Ribnitz-Damgarten macht neuer Wettkampfmodus bei „Jugend trainiert für Olympia“ zu schaffen

Berlin. Die Tage in der Hauptstadt liegen hinter den Turnerinnen des Richard-Wossidlo-Gymnasiums aus Ribnitz-Damgarten. Sie konnten sich, wie schon in den Vorjahren, fürs Bundesfinale des Schulwettkampfs „Jugend trainiert für Olympia“ qualifizieren und vertraten das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in der Hauptstadt. Leider mussten sich die Mädchen der Wettkampfklassen IV und III mit hinteren Plätzen zufrieden geben.

Grund dafür dürfte wohl die starke Konkurrenz sein. „In Berlin sind wir chancenlos“, gab Turn-Trainerin Doris Daubner offen zu. Gut die Hälfte der landesweit besten Schulmannschaften, welche sich den Altersgleichen stellen, bringe junge Athletinnen aus hochrangigen Ligen mit. Trainingsbedingungen und vor allem das Leistungsniveau ist ein anderes. Hinzu kommt der novellierte Wettkampfmodus für die Turnerinnen. Waren bis zum letzten Jahr für alle Teilnehmerinnen die Elemente und Pflichtübungen konkret vorgeschrieben, wurde in diesem Jahr der Modus an das Leistungsturnen angepasst. So konnten die Teilnehmer ihre Übungen teilweise selbst zusammenstellen und Elemente einbauen, welche einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweisen und entsprechend höher bewertet werden. Diese können aber in der Sporthalle des Wossidlo-Gymnasiums in Ribnitz-Damgarten aus Ausstattungsgründen gar nicht trainiert werden.

„Schon beim Einturnen sieht man, dass die anderen besser sind“, erzählte Schülerin und Turnerin Marieantonia Welz: „Das schüchtert schon ein.“

Die 14-Jährige (WK III) konnte in Berlin dennoch gute Ergebnisse erzielen und überzeugte vor allem auf dem Sprungtisch. Beim Schwebebalken hingegen musste die Ribnitzer Turnerin sprichwörtlich Federn lassen. „Ich bin zwei Mal abgerutscht“, erklärte sie die geringe Punktezahl. Mannschaftskollegin Wencke Griephan hingegen konnte, mit Ausnahme des Stufenbarrens, sehr gute Leistungen abrufen und setzte sich als beste Turnerin aus der Bernsteinstadt ab. „Der Barren zählt nicht zu meinen Stärken, deswegen habe ich die niedrigste Schwierigkeitsstufe geturnt.“, gestand die 16-Jährige. In der kunstvollen Kür am Boden wiederum zeigten sich die Schülerinnen der Wettkampfklasse III solide.

Die turnerische Leistung der jüngeren Mädchen (WK IV) konnte sich ebenfalls sehen lassen. Sie hatten jedoch Defizite beim Athletik-Teil, welcher Bestandteil des Turniers für diese Altersklasse ist.

Hier sieht die Trainerin beim Ribnitzer SV und Mannschaftsbegleiterin Lada Stepanenko die Schule in der Verantwortung: „Das ist Aufgabe des Sportunterrichtes“, meint die 21-jährige Studentin. Zwar wird beim Turn-Training auf Athletik Wert gelegt, doch „wenn kaum ein Kind die Stange hochkommt“, können die Ehrenamtlichen wenig tun.

WK IV: Lucy Finck, Lisa-Marie Giese, Vivien Wagner, Linea Gunert, Marielle Neganov; WK III: Marieantonia Welz, Carolin von Klitzing, Vanessa Fürstner, Wencke Griephan, Lia Marie Sturm.

Von Paula Mittermayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Sport Grimmen
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.