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Grimmen Spurensuche im Senkgarten Jugendliche werden in Ziethen als Archäologen aktiv
Vorpommern Grimmen Spurensuche im Senkgarten Jugendliche werden in Ziethen als Archäologen aktiv
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00:06 07.05.2018
Ziethen

2018 finden gartenarchäologische Untersuchungen im Senkgarten von Ziethen statt. In dem Dorf nahe Anklam liegt ein in Vergessenheit geratener Schatz der Gartenkultur. Der Senkgarten ist ein Zeugnis der Reformgartenkunst der 1920er-Jahre. Er geht auf Karl Foerster (1874 bis 1970) zurück. Dieser verwandelte in Ziethen einen 5000 Quadratmeter großen Acker in ein Idyll mit Senkgarten, Steingarten, Herbstbeet und Frühlingsweg. Der auch als Staudenzüchter und Schriftsteller bekannt gewordene Mann zählt zu den international bedeutendsten Gartengestaltern des letzten Jahrhunderts.

Die Treppe zum Ziethener Senkgarten. Quelle: Foto: Sammlung Graf Schwerin

Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden die Jugendbauhütte Wismar unter Leitung von Martin Bettermann und die Jugendbauhütte Stralsund unter Leitung von Christian Barth 2018 aktiv. Unter anderem unterstützt der Verein Peenetal e.V. unter Vorsitz von Manfred Graf von Schwerin das Vorhaben. Er ist der Sohn des letzten Besitzers von Ziethen vor der Bodenreform.

In der Jugendbauhütte absolvieren Jugendliche ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege. Dies soll in erster Linie ihrer Berufsorientierung und Qualifikation dienen. Der erste Einsatz fand vom 23.

bis 26. April 2018 statt, der zweite folgt im Juni. Wie es in einer Mitteilung heißt, ist die „Gartenarchäologie“ ein relativ junger Zweig in den archäologischen Wissenschaften. Zugehörige Grabungen widmen sich der Untersuchung von erhaltenen oder untergegangenen Anlagen. In Ziethen geht es um Spuren verloren gegangener Kompositionselemente. Ehemalige Wegeverläufe oder Beetflächen können nachvollzogen werden. Verschüttete, überdeckte Strukturen und Spuren ehemaliger Gestaltungsphasen werden möglicherweise wieder nachvollziehbar.

OZ

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