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Grimmen Startet die Schule als Komplex erst 2020?
Vorpommern Grimmen Startet die Schule als Komplex erst 2020?
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00:01 15.11.2017
Da war die Welt noch in Ordnung. Am 14. Juni 2016 wurde das Bauschild für die neue Schule Sundhagen in Miltzow im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel enthüllt. Am 1. August 2017 sollte Baubeginn sein. Quelle: Foto: Reinhard Amler
Miltzow

Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde es im Sommer 2016 enthüllt, das Schild zum Start des Schulneubaus in Miltzow. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich dazu gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und Sundhagens Bürgermeister Helmut Krüger (CDU) eingefunden, zusammen mit hunderten erwartungsfreudigen Miltzower und Reinkenhagener Bürgern.

Das Ganze ist nun fast eineinhalb Jahre her. Das Schild steht immer noch auf der Wiese, die Schule aber noch immer nicht. Nicht einmal einen Bauarbeiter sieht man. Was sind die Gründe dafür? Wann passiert etwas? Die OZ gibt Antworten.

Bekanntlich musste der Baustart verschoben werden, weil der Bauumfang eine solche Größe erreicht hatte, die eine europaweite Ausschreibung erforderlich macht.

Die Gemeinde Sundhagen als Bauherr war zuvor davon ausgegangen, dass die Förderungen für den Schul- und den Sporthallenneubau voneinander getrennt werden können. „Plötzlich war das aber alles nicht mehr wahr“, hatte Sundhagens Bürgermeister Helmut Krüger bereits im Sommer auf Anfrage der OZ geäußert. Seither vergeht nun kaum eine Gemeindevertretersitzung, auf der das Thema Schulneubau Miltzow nicht wenigstens gestreift wird.

Gestern Abend fand nun im Miltzower Amtsgebäude eine außerordentliche Gemeindevertretersitzung statt, auf der die Planer des Vorhabens den Abgeordneten noch einmal alle konkreten Vorstellungen zum Schulneubau erläuterten. Die Veranstaltung war aber nicht öffentlich.

Bürgermeister Krüger geht nach wie vor davon aus, dass der Neubau zum Sommerende 2018 starten und dann ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Demnach sollen Grundschule und Sporthalle dann zum Schuljahr 2019/20 fertiggestellt sein. Ob das aber alles so geschieht, ist noch unklar. Denn auf der jüngsten öffentlichen Gemeindevertretersitzung hieß es nun, dass man sofort an den Bau der Grundschule den weitergehenden Schulteil der Regionalen Schule anschließen könnte, um beides dann gleichzeitig in Betrieb nehmen zu können. Das würde aber bedeuten, dass die Grundschule Miltzow ein Jahr später startet. Den Kindern und Eltern würden dadurch aber Baulärm und andere Widrigkeiten, die mit einer Baustelle zusammenhängen, erspart. Diese Option wurde zumindest vorsorglich als Antrag für die neue Schulentwicklungskonzeption beim Landkreis Vorpommern-Rügen mitbeantragt, wie Krüger es ausdrückte. Die Laufzeit der gültigen Fassung geht bis 2019/20, deswegen erbittet der Landkreis Zuarbeiten.

Dessen Schulentwicklungskonzeption regelt den Bestand aller Schulen im Kreis für den Zeitraum der kommenden fünf Jahre.

Grundsätzlich gilt aber immer noch, dass die Grundschule Miltzow mit dem Schuljahr 2019/20 starten soll und die Regionale Schule mit dem Schuljahr 2020/21 ihren Betrieb aufnimmt. Für die derzeit betriebenen Grundschulen in Horst und Brandshagen hieße das, dass sie mit Ende des Schuljahres 2018/19 schließen. Die Regionale Schule Reinberg bliebe bis Schuljahresende 2020/21 in Betrieb.

Auf jeden Fall gebe es die mündliche Zusage für die Förderfähigkeit der Regionalen Schule. Auf einen Brief warte man aber noch, so der Bürgermeister.

Krüger schätzt die Bedingungen in den jetzt noch genutzten Grundschulen Brandshagen und Horst als gut ein, so dass dort auch weiterhin vernünftig unterrichtet werden kann. Die Grundschule Brandshagen soll ja anschließend die Kita des Ortes aufnehmen. Das jetzt dafür genutzte Wohnhaus wird dann freigezogen und verkauft. Gleiches gilt für die Grundschule Horst. Die Hausverkäufe sollen den Eigenanteil der Gemeinde am Schulneubau decken.

Reinhard Amler

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