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Grimmen Streit eskaliert: Syrer schwer verletzt
Vorpommern Grimmen Streit eskaliert: Syrer schwer verletzt
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00:05 27.08.2016
Der Rettungs-Helikopter landet direkt hinter dem Wohnblock auf einer kleinen Rasenfläche. Fotos (4): Raik Mielke

Nach einer Auseinandersetzung muss ein Syrer am Donnerstagabend schwer verletzt ins Krankenhaus nach Greifswald geflogen werden. Ein weiterer kommt zur Behandlung ins Krankenhaus nach Stralsund. Wie die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg später mitteilt, mussten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Polizei in die Feldstraße ausrücken.

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Bürgermeister Rüster: „Jetzt haben wir in Grimmen das erlebt, was wir schon oft aus anderen Gemeinden hörten.“

Wir

dürfen solche Sachen nicht verheimlichen und müssen eine Meinungsbildung zulassen.“Benno Rüster,

Bürgermeister Grimmen

Große Aufregung und jede Menge Spekulationen im Grimmener Stadtgebiet Südwest: Schnell ist unter den Passanten in der Feldstraße die Rede von einer Massenschlägerei und Messerstecherei unter ausländischen Mitbürgern. Dutzende Menschen zücken ihre Mobiltelefone und filmen den Einsatz der Rettungskräfte.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes aus Stralsund gerieten zwei Zuwanderer in der gemeinsamen Wohnung in Streit, der handgreiflich endete. Ein 28-jähriger Syrer war laut ersten Erkenntnissen der Polizei in der Folge des Streites in eine Glastür gefallen und hatte sich schwere Schnittverletzungen im Rückenbereich zugezogen. „Durch die starke Blutung bot sich in der Wohnung ein sehr dramatisches Bild“, erklärt Burkhard Niedermeyer, bei der Stadt einer der zuständigen Mitarbeiter für Flüchtlinge, gestern auf Nachfrage. Wegen der Schwere der Verletzungen musste ein Rettungshubschrauber gerufen werden. Dieser landete, aus Sicht der Schaulustigen vor Ort, sehr spektakulär direkt hinter dem Wohnblock. Die Einsatzkräfte der Polizei hatten alle Hände voll zu tun, die vielen Grimmener, die jeden Schritt der Retter aus nächster Nähe verfolgen wollten, zur Ordnung zu rufen. Ein 20-Jähriger Syrer, Mitbewohner des 28-Jährigen, erlitt laut Polizei einen Schock und wurde zur weiteren Behandlung ins Klinikum Stralsund gebracht.

„Wir haben sofort unsere zuständigen Leute vor Ort gehabt und uns wurde berichtet, dass die beiden Brüder schon des Öfteren Streit provoziert haben und sich nicht besonders gut in die Gemeinschaft integrieren wollen“, erklärt Grimmens Bürgermeister Benno Rüster (CDU), der diesen Vorfall gestern Vormittag überaus kritisch beurteilte. „Jetzt haben wir in Grimmen das erlebt, was wir schon so oft aus anderen Gemeinden gehört haben“, sagt er: „Mir ist es sehr wichtig, dass in Grimmen nichts verheimlicht wird. Ich möchte keinen Ausländerhass und bin auch dafür, Hilfesuchenden zu helfen. Doch es ist wichtig, über alles offen zu reden, damit sich jeder auch eine Meinung bilden kann.“

Um den genauen Tatablauf der Auseinandersetzung zu klären, ermittelt jetzt die Grimmener Kripo. Laut Polizei konnte aufgrund der Sprachbarrieren gestern noch niemand vernommen werden.

Raik Mielke

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