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Grimmen Süderholz begrüßt sieben neue Feuerwehrleute
Vorpommern Grimmen Süderholz begrüßt sieben neue Feuerwehrleute
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00:05 13.02.2017

Die Arbeit der freiwilligen Feuerwehrfrauen- und Männer ist weitaus mehr, als Brände zu löschen. Das zeigte die Auflistung der Einsätze des Süderholzer Löschzuges ganz deutlich.

Diese war Teil des Berichtes von Wehrführer Torsten Schwebke (50) auf der Jahreshauptversammlung am Wochenende.

Zu sechs Bränden rückten die Kameraden im Jahr 2016 aus. Den Rest der insgesamt 31 Einsätze machten unter anderem Verkehrsunfälle, die Beseitigung von Baumsperren und Sicherungsmaßnahmen aus.

Und noch eines wurde in dem Bericht von Torsten Schwebke deutlich: Die Zeit, die die Frauen und Männer – freiwillig – für die Sicherheit der Süderholzer Bürger investieren, reicht weit über die Stunden im Einsatz hinaus. Denn Ausbildungen und Übungen würden immens viel Zeit in Anspruch nehmen. „Zeit, die die Kameraden beziehungsweise deren Familien opfern – die nicht bezahlt wird“, machte der Wehrführer deutlich.

Deutliche Worte gab es auch vom Kreisbrandmeister Gerd Scharmberg. Denn er sieht, genauso wie die Süderholzer, ein großes Problem bei der Gewinnung neuer Kameraden.

„Wir müssen heute die Gesellschaft wachrütteln, damit es uns auch in einigen Jahrzehnten noch gibt“, sagte er. „Auch wir sind MV“, betonte er zusätzlich. Das Problem liege seiner Meinung nach unter anderem in der Abschaffung der Wehrpflicht. „Viele haben sich, anstatt zur Bundeswehr zu gehen, für acht Jahre beispielsweise beim Katastrophenschutz verpflichtet. Männer die sich auch in den Freiwilligen Feuerwehren engagierten“, erklärte er. Riesenrespekt sprach er in puncto Kameradengewinnung dem Löschzug in Süderholz aus. Denn dieser konnte auf der Jahreshauptversammlung sieben neue aktive Mitglieder zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zum -mann-Anwärter ernennen.

Sie legen bereits am kommenden Wochenende ihre praktische Prüfung ab. „Die theoretische haben sie schon bestanden“, konnte Wehrführer Torsten Schwebke stolz berichten.

Einer von ihnen ist der 29-jährige Robert Ehrich. Ende 2015 zog der gebürtige Negaster nach Kandelin. Schon zwei Monate später trat er dem Löschzug Süderholz bei, und gehört dem Standort Kandelin an.

„Aufgrund der guten Gemeinschaft am Standort Kandelin habe ich mich für eine Mitgliedschaft entschieden“, begründet er.

Doch nicht nur über Vergangenes wurde berichtet. Torsten Schwebke steckte abschließend auch die Ziele des Löschzuges für das laufende Jahr ab.

Auf der Agenda stehen unter anderem die weitere Erarbeitung des Brandschutzbedarfsplanes, fachbezogene Ausbildungen sowie die Erarbeitung einer gemeinsamen Alarmierungs- und Ausrückeordnung mit der Grimmener Wehr. „Denn aufgrund der geringen Anzahl an Kameraden, die am Tage zur Verfügung stehen, wird das die Zukunft sein“, weiß Torsten Schwebke. Diesbezüglich und in Sachen Ausbildung arbeite der Löschzug schon länger mit der Grimmener Wehr zusammen.

Anja Krüger

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