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Grimmen Süderholz sagt Danke
Vorpommern Grimmen Süderholz sagt Danke
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00:00 29.01.2018
Jährlich ein fester Bestandteil des Süderholzer Veranstaltungskalenders: Das Dorffest in Neuendorf, das der Dorfverein um Vorsitzende Marion Quaas organisiert. Quelle: Foto: Oz-Archiv/raik Mielke

Seniorennachmittage, Skatrunden, Vorträge, Familienfeiern, mindestens ein größeres Dorffest und vieles mehr – ohne den Dorfverein Neuendorf, der auch die Gösselstuv in den Dorf betreibt, sähe es wohl ziemlich trostlos in dem Süderholzer Ort aus, was kulturelle Angebote betrifft. Für die Süderholzer Verwaltung und Gemeindevertreter einmal mehr ein Grund, unter anderem den Verein auf ihrem diesjährigen Neujahrsempfang zu würdigen.

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Bei ihrem Neujahrsempfang stellten sie die Ehrenamtler in den Mittelpunkt.

Bereits zum 16. Mal wurden Vertreter von Vereinen, Verbänden, Initiativgruppen, aber auch Vertreter aus der Wirtschaft und Bürgermeister der umliegenden Gemeinden in das Griebenower Barockschloss eingeladen. „Unser jährlicher Empfang soll all jene einmal in den Mittelpunkt rücken, die sich in ihrer Freizeit engagieren. Die Aktivitäten von unseren Vereinen, Verbänden, Initiativgruppen oder von Einzelnen tragen zur Vielfalt in den kulturellen, sportlichen oder sozialen Bereichen unserer Gemeinde bei“, sagte Süderholz’ Bürgermeister Alexander Benkert (CDU) in seiner Begrüßungsrede.

Eine sehr überraschte Marion Quaas trat für die Ehrung nach vorne. Als Vorsitzende des Dorfvereins Neuendorf nahm sie stellvertretend für alle Mitglieder ein kleines Präsent entgegen. Sie habe zuvor nichts davon gewusst, erzählte sie. „Diese Anerkennung motiviert uns, weiterzumachen“, sagte Marion Quaas.

Leicht sei es nämlich nicht, alles an Veranstaltungen in und rund um die Gösselstuv personell abzudecken. 58 Mitglieder zählt der Verein derzeit. „Leider engagieren sich davon aber nur rund fünf auch aktiv“, berichtete sie. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie infrage gestellt, ob es auch 2018 ein Dorffest geben würde. „Das wird auf unserer anstehenden Mitgliederversammlung am Donnerstag diskutiert werden müssen“, informiert die 44-Jährige. Von der Gemeinde werde der Verein immer sehr gut unterstützt. „Vor allem Petra Lucius hat immer ein offenes Ohr für uns“, sagt sie.

Ebenso überrascht über die Ehrung war Christine Rusch. Die Groß Bisdorferin war 14 Jahre lang 1. Vorsitzende des Kirchengemeinderates. „Für pommersche Verhältnisse ist das sehr ungewöhnlich. Diese Position besetzt fast immer der Pastor“, erzählte Brunke Koch, die seit Oktober 2017 Pastorin in der Kirchengemeinde Groß Bisdorf ist. Christine Rusch habe großen Anteil daran gehabt, dass sie sich schnell in der Gemeinde eingelebt habe und sie deshalb für diese Ehrung vorgeschlagen. „Das Engagement in unserer Kirchengemeinde ist schon ein herausragendes Merkmal“, betonte Brunke Koch.

Ebenso hervorzuheben sei die Arbeit von Reinhard Rahn, fanden Gemeindeverwaltung und Volksvertreter. Seit 12 Jahren hat er den Vorsitz des einzigen Fußballvereins in der Gemeinde, bei dem Kinder und Jugendliche Fußball spielen können. Fünf Nachwuchsteams des SV Kandelin mischen in entsprechenden Ligen mit. Zudem wird Training für G-Junioren angeboten.

„Sie alle machen das Leben in der Gemeinde lebhafter und bunter“, sprach Gemeindevertretervorsteher Wotan Drescher alle Anwesenden aus den Süderholzer Vereinen und Initiativgruppen an und bedankte sich für deren Engagement. Die Idee der Mehrgenerationengemeinde, wo sich Jung und Alt wiederfinden würden, werde so mit Leben erfüllt, meinte auch Süderholz’ Gemeindeoberhaupt.

Mit einem geselligen Abend, bei dem die Zarrentiner Blaskapelle aufspielte und Fleischermeister Uwe Petereit mit seinem Team die Gäste kulinarisch versorgte, brachten Gemeindeverwaltung und -vertreter ihren Dank zum Ausdruck. Ohne aber nicht unerwähnt zu lassen, dass dies nur dank vieler Sponsoren und des Barockschlossvereins möglich war.

Die Geehrten

Reinhard Rahn (61) für sein Engagement im Bereich Sport: Er hat sehr großen Anteil daran, dass eine kontinuierliche Jugendarbeit beim SV Kandelin betrieben wird. Er bringt den Sportverein stetig voran.

Dorfverein Neuendorf für sein Engagement im Bereich Kultur: Seit Gründung des Dorfvereins organisiert und gestaltet dieser das kulturelle Leben im Ort. Mit vielen Bürgerinitiativen, wie beispielsweise dem Tanzkreis, den Süderholzer Kickern und dem Skatclub arbeitet der Verein kooperativ und zuverlässig zusammen.

Christine Rusch (64) für ihr Engagement im Bereich der Kirchengemeinde: 14 Jahre lang hatte sie den Vorsitz des Kirchengemeinderats inne, spielt fast jeden Sonntag die Orgel, hat die Verwaltung der kirchlichen Friedhöfe unter sich, kümmert sich um die gesamte Verwaltung der Kirchengemeinde, pflegt den Pfarrgarten und gestaltet die Arbeit mit Kindern mit.

Anja Krüger

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