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Grimmen Teilen wie einst Martin

Grimmener packen Päckchen für bedürftige Kinder in der polnischen Partnerstadt Czaplinek

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Diakonin Claudia Seitz hüllt die gefüllten Schuhkartons in Geschenkpapier.

Quelle: Anja Krüger

Grimmen. Zahlreiche Schuhkartons stapeln sich auf dem großen Tisch im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in der Grimmener Mühlenstraße. Gleich daneben liegen Geschenkpapier und Schere. Diakonin Claudia Seitz hüllt Karton für Karton in das glänzende bunte Papier. Nach dem Motto „Teilen wie einst Martin“ können seit 13 Jahren bei der Kirchengemeinde St.

Marien Päckchen für bedürftige Familien – vor allem für Kinder – in Grimmens polnischer Partnerstadt Czaplinek abgegeben werden.

„Bei uns geht es den meisten Kindern gut, in deren Zimmern stapelt sich das Spielzeug“, ist die Diakonin überzeugt. In Czaplinek sehe das anders aus. „Die Stadt liegt zwar in einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend mit vielen Seen und so profitiert sie vom Tourismus, dennoch gibt es viele Probleme. Arbeitslosigkeit in der relativ strukturschwachen Gegend führt teilweise noch immer zu großer Armut“, weiß sie. Unterstützung und Spenden seien deshalb noch immer hoch willkommen und würden dankbar angenommen werden. „So ist auch unsere Martinsaktion eine wichtige Hilfe“, betont die Diakonin.

Die bedürftigen Czaplineker Mädchen und Jungen würden sich über alles freuen – warme Winterbekleidung, Spielsachen, Schul- und Malutensilien und auch Süßigkeiten, erzählt Claudia Seitz. Als besonders empfinde sie, dass sie selbst sieht, wo die Päckchen ankommen. Sie und Ingo Belka von der Stadt Grimmen bringen die Überraschungspakete nach Czaplinek. „Um die Verteilung vor Ort kümmern sich engagierte Frauen des Kiwanis-Clubs, einer mit Unicef global kooperierenden Organisation, die sich besonders um Kinder in ärmeren Regionen kümmert“, berichtet die Diakonin. Die Familien lernt die Grimmener Delegation nicht kennen. „Aber wir haben uns bei unseren Fahrten vor Ort ein Bild von den Lebensumständen machen können“, berichtet Claudia Seitz.

Zahlreiche Päckchen und auch große Kartons, wie beispielsweise mit Strickwaren von den „Wollmäusen“ der Begegnungsstätte „Gemeinsam statt einsam“, stehen bereits fertig verpackt im Gemeindehaus. „Die meisten werden aber am 11. 11., am Martinstag, bei uns abgegeben“, weiß Claudia Seitz aus Erfahrung. „Der Bus, mit dem am 17. November die Päckchen auf Reisen gehen, dürfte bereits jetzt gut gefüllt sein“, schätzt sie ein.

Wer auch gern teilen möchte, wie Martin von Tours einst seinen Mantel mit einem Bettler, kann noch bis zum 15. November Ausrangiertes aber gut Erhaltenes im Pfarrhaus in der Domstraße abgeben.

„Am besten in einem kleinen, offenen Karton gepackt“, sagt Claudia Seitz. Auch können rundum fertige Päckchen gepackt und abgegeben werden. Dann aber sollte vermerkt werden, für welches Alter und welches Geschlecht die darin befindlichen Überraschungen gedacht sind. „Gern kann auch ein persönlicher Gruß, also ein paar nette Zeilen oder ein Bild, mit reingetan werden“, sagt die Diakonin.

Umzüge und Anspiele zum Martinstag

Marienkirche Grimmen – Treff: 17 Uhr in der Kirche; Mädchen und Jungen aus dem Kinderkreis spielen die Martinsgeschichte; vom Jugendblasorchester begleitet wird gemeinsam das Martinslied gesungen; anschließend Umzug zum Wasserturm – angeführt von einem Reiter, wo sich an Feuerschalen aufgewärmt werden kann und es warme Getränken gibt Kirche Horst – Treff: 17 Uhr in der Kirche; Die Geschichte vom Heiligen Martin von Tours, dem Bettler und der Mantelteilung wird zu hören und zu sehen sein. Danach wird der Heilige Reitersmann am Tor zur Kirche die Kinder erwarten und den Laternenumgang anführen, der durch das Dorf zum Lagerfeuer im Pfarrgarten führt. Dort werden die Martinshörnchen aus- und geteilt werden.

Dazu gibt es heißen Früchtepunsch.

Kirche Reinberg – Treff: 17 Uhr in der Kirche; Kinder der Christenlehre führen ein Anspiel zur bekannten Legende auf. Unter dem Motto: „Ein bisschen so wie Martin, möchte ich gerne sein“ wird um Geldspenden für den Deutsch-Afrikanischen-Verein in Greifswald gebeten. Im Anschluss Laternenumzug, danach Tee, Glühwein und Martinshörnchen in der Pfarrscheune.

Fackelumzug durch Miltzow und Reinkenhagen mit der Freiwilligen Feuerwehr Sundhagen und dem Reinkenhäger Carnevalsclub – Treff: 17 Uhr am alten Bahnhof in Miltzow; Ziel:

Reinkenhagener Sporthalle, wo es Bratwurst, Tee und Glühwein gibt.

Anja Krüger

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