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Grimmen Teure Kunst vor Dieben gerettet
Vorpommern Grimmen Teure Kunst vor Dieben gerettet
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00:50 22.08.2014
Unbezahlbar: Die Rügener Schmalspurbahn „Rasender Roland“ gehört zu den Hauptattraktionen der Insel. Sie verbindet Putbus über Binz, Sellin und Baabe mit Göhren. Auf einer Strecke von 24,1 Kilometern werden Loks und Wagen eingesetzt, die teilweise fast 100 Jahre alt sind. Quelle: Janet Lindemann

Wer den Landkreis nur mit grauer Verwaltung verbindet, der täuscht sich. Vorpommern-Rügen besitzt nämlich auch eine große Sammlung mit Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen regionaler Künstler. Etwa 500 Werke davon werden im Kunstverein Ribnitz-Damgarten in der Galerie am Kloster aufbewahrt, gepflegt und ausgestellt.

Darunter befinden sich auch etliche Bilder von Hedwig Woermann, die die letzten Jahre ihres Lebens in Wustrow verbrachte. „Sie war in den 1920er Jahren weltweit für ihre Seidenmalerei bekannt“, sagt Galerieleiterin Gabi Raskop. Noch heute ist Woermanns Kunst gefragt. Derzeit stehen Leihgaben aus der Bernsteinstadt in Kiel und Passau. Den Gesamtwert der Bilder schätzt Gabi Raskop auf eine halbe Million Euro — Tendenz steigend.

So gelangte die Verwaltung in den Besitz der Sammlung: In den Wirren der Wendezeit 1990 rettete der damalige Landkreis Ribnitz-Damgarten viele Werke aus öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Ämtern vor Diebstahl und Zerstörung. In den Jahren darauf wurden außerdem die Nachlässe von Hedwig Woermann und der Barther Malerin Elisabeth Sittig erworben. Noch bis vor drei Jahren hat der Kreis zudem zeitgenössische Kunst aufgekauft.

Und warum interessiert sich ein Landkreis für Kunst? „Weil sie immer ein Spiegelbild einer Region zu einer bestimmten Zeit ist. Sie hat einen hohen gesellschaftspolitischen Wert“, sagt Gabi Raskop.

Sie bedauert jedoch, dass es kein Geld mehr für Neueinkäufe gibt. „Ich würde mir wünschen, dass sich das bald wieder ändert. Neue Bilder sind wichtig, um die Sammlung lebendig zu halten.“

Derzeit ist in der Galerie eine Ausstellung mit 20 Arbeiten von Hedwig Holtz-Sommer zu besichtigen.

• Infos im Internet:

www.galerie-ribnitz.de

Pleite? Diese Schätze gehören dem Kreis!
Auf Rügen brummt das Tourismusgeschäft, das ist allgemein bekannt. Was jedoch nur wenige wissen: Ohne den Landkreis würde es ein ganzes Stück weniger brummen. Der besitzt nämlich viele Urlaubermagneten wie die Kleinbahn „Rasender Roland“, den Flugplatz Güttin und die Anlegeplätze der Wittower Fähre. Die dampfbetriebene Schmalspurbahn ist eine Hauptattraktion der Insel und verbindet Putbus über Binz, Sellin und Baabe mit Göhren. Dem Landkreis gehören alle Lokomotiven, Waggons und Bahnhöfe. Betrieben wird der Rasende Roland jedoch von der Rügenschen Bäderbahn. Die ist zwar der Hauptverdiener an dem Geschäft, trägt im Gegenzug aber auch das Risiko für Reparaturen, Instandhaltung und andere nötige Investitionen. „Der Wert lässt sich nicht genau beziffern. Für den Tourismus ist er jedenfalls gar nicht hoch genug einzuschätzen“, sagt Kreissprecher Olaf Manzke.
Der Flugplatz Güttin ist heute vor allem ein Dreh- und Angelpunkt für Rundflüge über die Insel. Zudem können Geschäftsleute dort landen. „Auch damit verdienen wir zwar kein Geld. Aber wir fördern die Wirtschaft in der Region, und das ist eines unserer Hauptanliegen“, sagt Manzke. Offiziell wird der Wert der Anlage mit zwei Millionen Euro beziffert.
So rechnet der Kreis
Die Werte der Schätze, sind jene Beträge, die seit der Gebietsreform 2011 in den Büchern des Kreises stehen. Da jährlich ein Teil des Werts abgeschrieben werden muss, verringern sich die Beträge regelmäßig. Das führt dazu, dass die Summe in den Büchern der Verwaltung nicht unbedingt der Preis sein muss, den das Objekt bei einem Verkauf kosten würde. Denn auf dem freien Markt spielen viele Faktoren eine Rolle, die die Verwaltung in ihre Rechnung nicht miteinbezieht.
Hier kann der Landrat in seinem Wald schlendern
Wenn der Landrat mal raus aus seinem Amt und rein ins Grüne will, dann kann er sich im Kreiswald Willershusen entspannen. Der liegt nördlich von Griebenow bei Willershusen und ist 140 Hektar groß. Er gehört seit 1997 zu Vorpommern-Rügen. Zuvor hatte es einen Streit zwischen Land und Kreis gegeben, wem das Areal nach der deutschen Wiedervereinigung zusteht. Heute ist es mit rund 800 000 Euro in den Büchern der Verwaltung eingetragen.
Doch trotz dieses hohen Wertes will sie damit kein Geld verdienen. „Unser Ziel ist es, den Wald zu erhalten und ökologisch zu bewirtschaften“, sagt Kreissprecher Olaf Manzke. Das heißt, es wird nur so viel Holz gefällt und verkauft, wie auch nachwächst. Diese Aufgabe übernimmt das Forstamt Poggendorf, das für seine Dienste natürlich bezahlt werden muss — ein Plus-Minus-Null-Geschäft. „Dafür bleibt der Wald gesund und wird nicht ausgedünnt, nur weil gerade der Holzpreis nach oben schießt. So wie es in manchen Wäldern in der Region der Fall ist“, sagt Manzke.
Auch historisch ist der Kreiswald von Bedeutung. In der Bronzezeit um etwa 950 bis 700 vor unserer Zeitrechnung entstand dort ein Burgwall, als eine in der Ryckniederung gelegene Hochfläche durch Aufschüttung eines Ringwalles zur Festung gemacht wurde. amü
Traumvilla ist ein Amt
Die Villa am Knieperdamm in Stralsund gehört zu den schönsten Gebäuden des Kreises. Darin residieren die Ausländerbehörde und das Veterinäramt. Die edlen Mauern gehören seit 2011 zum Kreis. Trotz der Schönheit ist die Verwaltung mit dem Haus nicht glücklich. „Hohe Decken bedeuten hohe Heizkosten. Außerdem ist es nicht behindertengerecht“, sagt Kay-Uwe Hermes, Leiter Gebäudemanagement.



Alexander Müller amü

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