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Grimmen Top Impf-Qote im Landkreis
Vorpommern Grimmen Top Impf-Qote im Landkreis
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08:36 10.03.2016
Dr. Susanne Reuther, Fachgebietsleiterin für Hygiene und Infektionsschutz und Jörg Heusler, Fachdienstleiter Gesundheit, in der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen vor einer Impfkarte. Quelle: Almut Jaekel
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Grimmen/Stralsund/Bergen/Ribnitz-Damgarten

„Generell sind wir mit den Impfraten im Kreis und im Land sehr zufrieden“, sagt Jörg Heusler, Fachdienstleiter Gesundheit beim Landkreis Vorpommern-Rügen. 98 Prozent aller Einschüler waren hier im Schuljahr 2013/14 beispielsweise gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung durch Impfung geschützt.  „Das liegt zum einen an der Tradition, die das Impfen im Osten Deutschlands hat“, weiß Heusler. Selbst neue Impfungen wie gegen Hepatitis B, eine Infektionskrankheit der Leber, würden hierzulande noch sehr gut angenommen: 97 Prozent aller Einschüler im Landkreis waren im Schuljahr 2013/14 dagegen geschützt.

Der gute Erfolg sei aber auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen den niedergelassenen Ärzten und dem Gesundheitsamt zurückzuführen. Solch eine umfassende Statistik über das Impfverhalten während der Kindheit und Jugendjahre gebe es sonst nirgendwo. „Wichtig ist, dass wir nicht nachlassen, immer wieder aufklären, wie wichtig Impfen ist, und uns auf die ständigen Veränderungen einstellen“, sagt Heusler. „Der größte Feind der Impfung ist der Erfolg.“ Die Menschen würden die Spätfolgen vieler Krankheiten nicht mehr kennen und deshalb leichtfertiger mit dem Schutz umgehen. Dabei sei es so schön, dass das Impfen heutzutage Krankheiten wie Pocken oder Kinderlähmung niedermachen könne. Das könnte auch bei den Masern so sein, ist sich Heusler sicher. Aber gerade da sei die Durchimpfungsrate deutschlandweit schlecht. Mehr als 1000 Masernfälle hätte es deshalb bundesweit 2015 gegeben.

Im Unterschied zu den Impfraten bei Kindern gibt es für Erwachsene für Vorpommern keine Zahlen. Aber: "Wer einmal grundimmunisiert ist, braucht Auffrischungen auch nur gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten. Und Schutzimpfungen bei Reisen oder die Grippe-Schutzimpfung“, ergänzt Dr. Susanne Reuther, Fachgebietsleiterin für Hygiene und Infektionsschutz. „Derzeit haben wir eindeutig ein höheres Grippe-Niveau im Landkreis als im Vorjahr“, sagt Reuther. „Ich würde für Vorpommern-Rügen aber nicht aufrufen, sich unbedingt jetzt impfen zu lassen“, sagt Heusler. Der Schutz brauche etwa zehn bis 14 Tage bis er aufgebaut sei. Schaden könne er aber nicht, räumt er ein. Wichtig sei auf jeden Fall, sich nicht zu früh im Herbst impfen zu lassen, denn der Schutz halte nur einige Monate an. Und wer in diesem Winter den Pieks für die Grippe-Schutz bekommen hat, ist auch gegen Schweinegrippe geimpft, erklärt der Fachmann. In Vorpommern-Rügen habe es bisher nur einen Fall von Schweinegrippe gegeben, und derjenige habe sich bereits im September impfen lassen. Der Schutz war wohl nicht mehr wirksam.

Von Krüger, Anja

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