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Grimmen Traum vom Sommerkino geplatzt
Vorpommern Grimmen Traum vom Sommerkino geplatzt
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00:00 18.11.2016

. Der Traum von einem Sommerkino in Barth hat sich zerschlagen. Die alte Vorführtechnik, die noch auf der Freilichtbühne vorhanden ist, sei dafür nicht mehr einsetzbar. „Genau genommen gehört sie der Stadt gar nicht mal“, ließ Kulturverantwortlicher Heyko Mews am Rande der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur wissen.

Die alte Kinotechnik sei eigentlich noch Eigentum des längst nicht mehr bestehenden VEB Lichtspielbetrieb Rostock, sagte Mews und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. „Die Vorführtechnik hat die Stadt wohl damals einfach nicht zurückgegeben, was?“, hieß es mit einem Augenzwinkern.

„Diese Anlage hat nur noch Schrottwert. Da kann man nichts mehr mit anfangen“, erklärte Mews. Er verwies darauf, dass Kinofilme heute in den allermeisten Fällen digital aufgeführt werden. Um mithalten zu können, hätten zahlreiche kleinere Kinos aufrüsten und dafür viel Geld investieren müssen.

„Und dann muss man auch wissen: Die Verleiher wollen eine hohe Verleihgebühr und von jeder verkauften Kinokarte noch mal die Hälfte“, machte Mews deutlich. Von dem, was übrig bleibe, müsse der Betreiber Steuern und alle Unkosten begleichen. „Und dann lass es mal im Sommer regnen, sodass keiner kommt“, sagte Mews. „Das funktioniert einfach nicht.“ Die Stadt hätte es vor Jahren ja schon einmal versucht. Mews: „Wir hatten mehrere Betreiber da. Die haben alle das Handtuch geworfen, weil sich das nicht rechnet.“

Ausschussmitglied Ute Christoffer (Die Linke) wollte wissen, warum es dann dem Barther Bibelzentrum gelinge, regelmäßig Filme aufzuführen. „Das Bibelzentrum ist in einem Verbundsystem der Kirche.

Dort können die Filme kostenlos genutzt werden“, erklärte Heyko Mews. Aber dabei handle es sich nicht um aktuelle Filme, sondern um Filme mit künstlerischem Anspruch. „Was wir in einem Sommerkino bräuchten, wären aktuelle Filme. Die Jugend will Aktuelles und Action.“ Heyko Mews reagierte mit seinen Erklärungen auf die jüngste Stadtvertretersitzung. Die Stadtvertreter hatten einen Auftrag an die Stadtverwaltung gerichtet. Sie sollte nach einem Betreiber suchen, der bereit sei, auf der Freilichtbühne Filme zu zeigen.

Hoffnung für ein neues Kino kommt nun mit dem am Barther Hafen geplanten „Vinetarium“ auf. Die Pläne sehen in dem Freizeitkomplex auch ein Kino mit zwei Vorführsälen und mindestens zehn Meter breiten Leinwänden vor.

OZ

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