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Trotz knapper Mittel: „Windelgeld“ wird weiter gezahlt

Behrenwalde Trotz knapper Mittel: „Windelgeld“ wird weiter gezahlt

Mehrere Gemeinden halten an sogenannter Begrüßungsprämie für neue Einwohner fest.

Behrenwalde. Mit großen Augen schauen Nina-Charlott und Luisa Johanna vom Arm ihrer Eltern in die Welt, während Emilia noch im Kinderwagen schläft. Die drei kleinen Behrenwalder Mädchen sind mit ihren Eltern gekommen, um die 100 Euro Begrüßungsgeld entgegenzunehmen. Auch Finja und Xenia sind neue Erdenbürger, die von Bürgermeister Hartmut Thurow die kleine Prämie und eine Lebenskerze feierlich überreicht bekommen.

„Fünf Mädchen sind bis jetzt in diesem Jahr in unserer Gemeinde geboren wurden. Sie alle bekommen kleine Präsente. Im Herbst gibt es dann noch mal Nachwuchs“, erklärt das Oberhaupt der 250 Einwohner zählenden Gemeinde Weitenhagen. Thurow freut sich natürlich besonders über Nina-Charlott, denn die Kleine ist sein erstes Enkelkind.

Die Abgeordneten hatten auf einer Sitzung beschlossen, für alle in der Gemeinde gemeldeten Neugeborenen ein Begrüßungsgeld auszugeben. Das betrifft den Nachwuchs in Koitenhagen, Alt Seehagen, Behrenwalde und Weitenhagen. „Wir wollen unsere jungen Familien gerne hier behalten und noch mehr junge Leute dazugewinnen. Vielleicht ist das ja ein kleiner Anreiz. Dazu möchten wir jedem Kind einen Kirschbaum als so genannten Patenbaum zur Verfügung stellen“, so der 58-Jährige. Der Agrarbetrieb Ahrenshagen-Tribohm von Karl-Herrmann Buse unterstützte die Gemeinde mit 2000 Euro. Von diesem Geld wird das Baby-Begrüßungsgeld genommen. Eine tolle Sache, meint Janine Weckwerth. „Ich finde es schön, dass die Gemeinde soviel für ihren Nachwuchs übrig hat. Die Gesellschaft sollte allgemein etwas mehr für ihre Kinder tun“, so die Mutter der vier Monate jungen Luisa Johanna. Sie war im Pflegedienst tätig. Für Fanny Gurwell ist es das zweite Kind. Sie stammt aus Altefähr und lebt seit zwei Jahren in Behrenwalde. „Mein zehnjähriger Sohn wünschte sich zwar einen Bruder, aber jetzt ist er total verliebt in seine kleine Schwester“, erzählt die 33-Jährige. Für sie war Emilia ein Wunschkind.

„Für uns ist es das erste Babyglück und auch ein Wunschkind“, sagt Anja Rummelhagen. Die 26-jährige Arzthelferin war mit ihrem Partner, Landwirt Steffen Thurow, zur gemütlichen Kaffeerunde ins Gemeindehaus gekommen. Beide haben sich bei Steffens Eltern einen Teil des Hauses ausgebaut und sind sicher, das Nina-Charlott noch ein Geschwisterchen bekommen wird... Auch in anderen Kommunen möchte man trotz eng gestrickter Haushalte etwas Gutes für junge Familien tun. So überreicht Wendisch-Baggendorf als zweite Gemeinde im Amt Franzburg-Richtenberg ein Präsent für jedes Baby. Im Amtsbereich Niepars gehört das Babygeld schon lange als feste Größe in die Haushalte.

Ines Engelbrecht

 

Ines Sommer/

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