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Grimmen Umleitung mit Tücken: Autos dürfen Fußgängerzone kreuzen
Vorpommern Grimmen Umleitung mit Tücken: Autos dürfen Fußgängerzone kreuzen
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10:38 01.04.2016

Das wird eng: Ab Montag setzt die Stadtverwaltung die Sanierung der Heilgeiststraße zwischen Jakobichor- und Kleinschmiedstraße fort. Die Vollsperrung bringt für die Altstadt eine ungewöhnliche Umleitung, die ihre Tücken hat.

Während der gesamten Baumaßnahme, die bis November Dauert, dürfen sowohl Pkw als auch Laster im Kreuzungsbereich Ossenreyer-/Heilgeiststraße die Fußgängerzone ganztägig „in Schrittgeschwindigkeit“

queren, wie Stefan Bogusch, Leiter der Abteilung Straßen und Stadtgrün informierte. Betroffen ist einer der belebtesten Altstadt-Bereiche, in dem es von Fußgängern nur so wimmelt und man vor allem im Sommer vor lauter Touristen kaum treten kann.

Gewährleistet werden sollen aber die Erreichbarkeit des Parkhauses im Quartier 17 und der Lieferverkehr. Bislang ist die Befahrbarkeit der Fußgängerzone nur nachts, bis morgens 10 Uhr, für Anlieferungen erlaubt. Ab Montag erfolgt die Zufahrt für alle Autos bis zum Quartier 17 laut Bogusch vom Knieperwall aus über die Mönch- , Mühlen- und Heilgeiststraße, die in dem Bereich zur Einbahnstraße wird. Die Abfahrt aus dem Parkhaus wird über Kleinschmied- und Badenstraße geregelt.

„Die Umleitung für diese Baumaßnahme war für uns eine ganz schwierige Angelegenheit“, sagt Bogusch. Eine andere Möglichkeit sehe er aber nicht, um den Verkehr aufrecht zu erhalten. Eine halbe Million Euro kostet die komplette Erneuerung der Heilgeiststraße samt Versorgungsleitungen und Gehwegen in diesem Abschnitt.

Für Anwohner werden Ersatzparkplätze auf der Heilgeistbastion und am Hafen vor dem Gebäude der Wasserschutzpolizei geschaffen. Erschwerend komme hinzu, dass parallel, ebenfalls ab Montag, eine große 787000 Euro teure Baumaßnahme in unmittelbarer Innenstadtnähe startet. Fortgesetzt wird die Fahrbahn-Sanierung des Knieperwalls, nachdem die Straße zwischen Kütertor und dem Kreisel am Parkhaus Meeresmuseum fertig ist. Nun geht es bis November an den Abschnitt vom Kütertor bis zur Deutschen Bank, wobei die Kreuzung selbst nicht betroffen ist. Die Umleitung führt über Jungfernstieg und Friedrich-Engels-Straße.

Neben diesen großen Brocken plant die Stadt weitere 17 Vorhaben in diesem Jahr, bei denen Straßen, Plätze und Gehwege saniert werden, wie die Projektleiterin der Stadterneuerungsgesellschaft, Solveig Wieck, erläuterte. Allein im Sanierungsgebiet Altstadt werden 4,1 Millionen Euro verbaut. Mit den Maßnahmen in Grünhufe, Knieper West und den Vorstädten zwischen der Großen Parower Straße, Vogelwiese, Friedrich-Naumann-Straße und Oberweg summiert sich die Gesamtinvestition für 2016 auf gut 7,2 Millionen Euro — finanziert aus Städtebauförder- und Eigenmitteln der Stadt. „Geld, das der ganzen Stadt zugute kommt“, sagt Solveig Wieck.

Von Marlies Walther

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