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Grimmen Verdienstvoll: Buchpremiere für „Unsere Ostseeküste“
Vorpommern Grimmen Verdienstvoll: Buchpremiere für „Unsere Ostseeküste“
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00:00 10.10.2016

Vor ziemlich genau 30 Jahren begann im Chor des Katharinenklosters in Stralsund unter dem Walskelett für den Geologen Rolf Reinicke die Karriere als Buchautor. Als ehemaliger Fachbereichsleiter Meereskunde/Fischerei im Deutschen Meeresmuseum näherte Reinicke sich damals textlich und fotografisch dem Bernstein und ließ sich, zu der poetischen Umschreibung „Gold des Meeres“ hinreißen. Am Donnerstag nun stellte der 1943 im obersorbischen Löbau geborene Publizist sein neuestes Werk unter dem Titel „Unsere Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern“

Rolf und Inge Reinicke bei der Buchpremiere im Meeresmuseum Stralsund. Der neue Küsten-Bildband entstand zusammen mitdem Sohn des Autorenpaares, der in Kanada lebt. Quelle: Christian Rödel

vor.

Der neue Bildband mit seinen leicht verständlichen populärwissenschaftlichen Texten über die Ostseeküste von der Lübecker bis zur Pommerschen Bucht dürfte wieder ein Bestseller werden. Mehr als 30 Bücher hat Rolf Reinicke bislang herausgebracht, und inzwischen wurde das Verlegen von Büchern zur Familienangelegenheit.

Reinickes Ehefrau Inge und der gemeinsame Sohn Matthias, der inzwischen als Grafiker und Designer in Übersee, in Kanada lebt, gehören zum Team, das in schöner Regelmäßigkeit neue Publikationen heraus bringt. „Fast alle Bücher haben Küstenlandschaften zum Thema. Die Bücher sind gleichermaßen ästhetisch wie lehrreich“, sagte Reinickes ehemaliger Chef, Dr. Harald Benke, zur Eröffnung der Buchpräsentation im Katharinenkloster.

Als Ehrengast sprach der Direktor des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie, Dr. Harald Stegemann, über das neueste Buchprojekt des Familienunternehmens Reinicke. Stegemann, der als Mitglied im Beirat des Deutschen Meeresmuseums bestens mit der Arbeit von Reinicke vertraut ist, sagte: „Ohne Küstenerosion gäbe es keine Kreide, wir hätten ansonsten nur bewaldete, stark unterspülte Kliffs“.

Stegemann betonte dann auch eindringlich , dass dieser Prozess nicht künstlich aufgehalten werden dürfe und meinte mit einem leichten Schmunzeln: „Eine betonierte Steilküste würde Rolf Reinicke garantiert nicht fotografieren wollen.“

Der erste Herbststurm des Jahres habe zu weiteren Küstenabbrüchen geführt, was in der Natur der Dinge läge. Es ist ein ehernes Gesetz, dass die Küsten sich in ihrem Verlauf verändern. Das zu dokumentieren ist gleichfalls ein Verdienst von Rolf Reinicke, der dieser landschaftlichen Metamorphose ein Denkmal in Form von ästhetischen Fotos setzt.

Wer sich für Küstenschutz, Erhalt der Flora und Fauna und die Vogelwelt an sauberen Ostseestränden interessiert, für den ist die Lektüre des Bildbandes ein Muss. Auf 160 Seiten mit Illustrationen von Matthias Reinicke und Fotos seines Vaters erfährt der Leser viel Wissenswertes über die Küste.

Christian Rödel

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