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Grimmen Historisches trifft Moderne
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16:21 10.11.2018
Das Haus III der Grimmener Stadtverwaltung: Nach jetzigem Stand sollen die Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Quelle: Anja Krüger
Grimmen

Aufgearbeitete historische Türen, circa hundert Jahre alte Balken und ein gemauerter Kamin, aber auch beispielsweise ein Fahrstuhl, der vom Keller bis ins Dachgeschoss fährt: Im Haus III der Grimmener Stadtverwaltung trifft künftig Historisches auf Moderne – wenn die Sanierung abgeschlossen ist. Seit Ende Mai 2017 wird in dem denkmalgeschützten Gebäude am Markt gebaut. Ursprünglich sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits in ihren neuen Büros die Bürger empfangen. Jetzt geht man seitens der Stadtverwaltung von Frühjahr 2019 aus, wie Grimmens Bauamtsleiterin Heike Hübner informiert. Mehrere Gründe gebe es für die Verzögerung: teilweise schlechte Resonanz auf Ausschreibungen oder die sehr gute Auftragslage der Baubranche beispielsweise.

Aber die Sanierung schreitet nun zusehends voran. An die Fassade zum Innenhof kleben Karsten Snoppek und Daniel Grochol gerade Dämmplatten an die Backsteinmauern. „Mit der Entscheidung, was mit der Fassade zum Innenhof und zur Südseite des Hauses passiert, haben wir uns wirklich schwergetan“, erzählt die Bauamtschefin. Denn von Backstein wird dort nichts mehr zu sehen sein. „Zu viele der Steine waren kaputt. Hinzu kam, dass wir Probleme mit dem Energiepass bekommen hätten“, erklärt Heike Hübner. Mit dem Denkmalschutz sei abgestimmt worden, diese Fronten nun zu dämmen und zu verputzen. „Bewusst haben wir uns dazu entschlossen, diesen Mauern nun ein modernes Aussehen zu geben“, sagt sie. So passt die äußere Ansicht schließlich auch zum Inneren: Historisches trifft Moderne.

An der Fassade müssen Ziegel ersetzt werden. Jeder einzelne Stein ist eine Sonderanfertigung. Quelle: Anja Krüger

An der Front zur Langen Straße dagegen, wo - wie zuvor auch - der Haupteingang zum Verwaltungsgebäude sein wird, und zur Buddeliner Straße werden lediglich Ziegelsteine ersetzt. Löcher in der Fassade zeugen bereits von den Stellen, an die neue Steine eingesetzt werden. „Jeder Stein ist eine Sonderanfertigung, ein sogenannter Formstein. Die Farbe musste zuvor genau abgestimmt werden“, berichtet Heike Hübner. Auch das Brennen der Steine erfolge nicht in hochmodernem Ofen, sondern in einem historischen Ringofen in Potsdam, erzählt Heike Hübner. Sie freue sich, dass den bauausführenden Firmen derzeit das Wetter in die Karten spielt – die Arbeiten an der Fassade noch erledigt werden können.

Im Gebäude sind derweil die Maler der Grimmener Firma Simanowski dabei, die Wände einiger Büros mit Tapete zu versehen, und Mitarbeiter der Bau- und Möbeltischlerei von Bernhard Weiss aus Kirch Baggendorf haben historische Holztüren aufgearbeitet. Flügeltüren im Haus sind darunter. „Sie haben zwar nicht mehr die Funktion, Büros zu verbinden.

Die Außenwände zum Innenhof werden gedämmt und verputzt: Karsten Snoppek (l.) und Daniel Grochol kleben die Dämmung. Quelle: Anja Krüger

Aber sie sollten natürlich erhalten bleiben. Sie geben dem Haus Charme und zeugen letztlich auch von alter Handwerkskunst“, sagt sie. Sehr aufwendig sei es gewesen, die Fußböden auszugleichen. Denn in allen Etagen waren diese in unterschiedlichen Höhen. „Alle anzupassen, war eine Menge Arbeit. Dies war aber nötig, um auch wirklich Barrierefreiheit zu schaffen“, sagt Heike Hübner. Einen behindertengerechten Eingang gibt es zukünftig an der Rückseite des Hauses. Der Fahrstuhl, er soll Montag geliefert werden, fährt vom Keller bis in das Dachgeschoss. Neu wird schließlich auch der zentrale Empfangsbereich am Haupteingang, wo dem Bürger bei Bedarf der Weg zum jeweiligen Mitarbeiter gewiesen wird. „Denn wir wünschen ausdrücklich den Kontakt mit unseren Bürgern“, betont sie.

Rund 2,7 Millionen kostet die Sanierung des Verwaltungsgebäudes, das schon im Jahr 2007 neue Fenster und 2013 ein neues Dach bekam. Aus dem Städtebauförderprogramm fließen in den Umbau zur modernen und damit auch barrierefreien Verwaltung 1,6 Millionen Euro sowie 1,1 Millionen Euro Kofinanzierungsmittel. „Sehr erfreulich ist, dass wir für meisten Arbeiten die Aufträge an regionale Unternehmen vergeben konnten“, sagt die Bauamtschefin. Neben der Tischlerei Weiss und der Malerfirma Simanowski würden beispielsweise die Elektroinstallation Grimmen GmbH sowie die Firmen Bruchnow & Riedel und Haase an der Sanierung mitwirken.

Anja Krüger

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